Aufräumschätzchen

Herrlich, ich amüsiere mich gerade königlich. Nachdem ich gerade sämtliche Schubladen unseres Arbeitszimmers hektisch durchwühlt habe (auf der Suche nach beruflichen Unterlagen) fand ich eine alte Cassette.

;-)

Leider steht kein Datum mehr drauf, es muss aber so rund 1993 oder so gewesen sein. Damals gab es jedenfalls noch die Sendung "Hallo Ü-Wagen" oder so, aif WDR 2 mit Carmen Thomas.

Irgendwann stand der Ü-Wagen in unseren Gefilden und ich bin (gemeinsam mit einer lieben Freundin) dort hin gegangen. Das Thema lautete: "Der innere Schweinehund".

Ich stand im Publikum, das weiß ich noch genau. In einer Werbepause streunte Frau Thomas durch die Reihen der Zuschauer und sprach mich an, ob ich nicht Lust hätte mit nach oben zu kommen und mich zum Thema zu äußern.

Mein narzisstisches ICH fand das wunderbar. Die Cassette enthält die damalige Sendung und meine amüsanten Äußerungen zu Thema.

Auf die erste Frage von Frau Thomas, was mir denn zum Thema einfiele, sprach ich langsam und würdevoll *gacker* ins Mikrofon:

"Also mir fiel da spontan mein früherer Schwimmtrainer ein. Er erklärte uns immerzu, wir müssten unseren inneren Schweinehund überwinden und das Training regelmäßig und ernst betreiben. Nur, das war gar nicht mein Schweinehund, den ich zu überwinden hatte. Denn ich wollte weder schwimmen, noch trainieren. Es war wohl eher der Schweinehund meines Trainers."

Schon damals wusste ich leicht, den Schuldigen auszumachen!

*gg*

 

augenBloglich 26.02.2005, 20.05| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Vergangenheit

Glück

Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Glück allein von äußeren Faktoren abhängig ist. Ich glaube vielmehr, Glück ist ein Zustand, den man nur empfindet, wenn man sich selber öffnet und versucht, aus den äußeren Umständen das Beste heraus zu holen. Glück, das ist doch etwas, was man nur empfinden kann, wenn man aktiv wird. Es kommt doch nicht passiv über einen, gleichsam wie bei der Goldmarie in Form eines Goldregens.

Zum Glücklichsein gehört die richtige Einstellung. Das Hadern und Jammern, das Mitsichringen und Zaudern wird uns nie zum Glück führen. Eher das Sehen und Entdecken all dieser wunderbaren Lebensmomente. Unabhängig vom Körperlichen, vom Dick- oder Dünnsein, unabhängig vom Materiellen, vom Reich- oder Armsein, unabhängig von all dem, was uns - wie es scheint - glücklich machen soll.

Vielleicht ist Glücklichsein gar nicht nur das warme, durch den Körper rieselnde Gefühl, das wir festhalten möchten, weil es uns so gut tut, uns wärmt, uns Hoffnung gibt, uns jubeln lässt. Vielleicht gehört ja auch ein ganzes Stück Kopfdenken dazu. Das genaue Hinsehen, das Wahrnehmen vieler Details, die wir gerne übersehen.

Vielleicht liegt es einfach nur an uns, glücklich zu sein!

augenBloglich 26.02.2005, 19.49| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken

mit dem Kopf zuerst

Gerade eben ist Sophia vom Stuhl gefallen und ganz arg übel mit dem Kopf zuerst auf unseren Fliesenboden aufgeschlagen. Obwohl sie jetzt bereits friedlich schläft, mache ich mir Sorgen, ob sie nicht eine Gehirnerschütterung oder so abbekommen haben könnte......

 

augenBloglich 26.02.2005, 19.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

Engelsgift

 Wieder ein Beispiel für ein Buch, das in der Clubausgabe ein wesentlich ansprechenderes Cover hat, als im "Original".

Allerdings habe ich mich da (mal wieder) vom Coverbild blenden lassen und stecke nun in einem Roman, mit dem ich nicht so recht warm werde.

Mag sein, dass meine Ansprüche einfach zu hoch liegen, aber manchmal frage ich mich wirklich, was Menschen dazu bringt, Bücher zu schreiben, die vor Spracharmut strotzen?

Sprache, das ist doch phantasievolles Leben, eine Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten. Sollte in einem Buch nicht eine ganze Palette von Möglichkeiten genutzt werden, um das Geschriebene farbenfroh und lebendig vor den Augen der Leser entstehen und wachsen zu lassen?

Wenn eine an sich gut Geschichte, dann fad und grau, geradezu lustlos vor sich hindümpelt finde ich das immer wieder äußerst traurig.

Allerdings vermag ich nicht zu beurteilen, welchen Einfluss die Übersetzung diesbezüglich nimmt.

Lesen. Weglegen. Vertauschen. Vergessen.

augenBloglich 26.02.2005, 16.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher

adoptiert

Heute Nacht träumte ich, meine Mutter erwähnte in einem beiläufigen Nebensatz, ich sei die Tochter des benachbarten Alkoholikers. Im Traum schien dies alles stimmig und schlüssig. Ich entsinne mich, dass ich es heute Nacht ganz furchtbar fand, erst mit 35 zu erfahren, dass der Nachbar mein leiblicher Vater sein soll. Es war schon so, dass ich um die Adoption wusste, aber eben das mit dem Nachbarn, das war gänzlich neu.

Nein, ich glaube nun nicht, dass die Nachbarn meiner Eltern, meine leiblichen Eltern sind. Es erstaunte mich vielmehr davon zu träumen. Niemals zuvor fand meine eigene Adoption in irgendeiner Weise Eingang in meine Träume.

Dieser Traum hat es auch nicht vermocht, meine Neugierde zu wecken. Nach wie vor verspüre ich keinerlei Empfinden, keinen Wunsch, mich auf die Suche nach meinen leiblichen Eltern zu begeben. Neu jedoch ist der Gedanke daran, wie meine Mutter wohl die Schwangerschaft mit mir empfunden haben muss.

Gestern Nacht stellte sich mir die Frage, ob der gerundete Bauch jemals Streichler hat erfahren dürfen?

Ich stelle es mir ganz furchtbar vor, eine Schwangerschaft zu durchleben, in dem Wissen, das von mir zur Welt gebrachte Kind, zur Adoption frei zu geben. Nach der Geburt nicht zu sehen zu bekommen. Es für immer aus den Augen zu verlieren.

Entweder es steckt eine enorme Großherzigkeit dahinter oder aber ganz extremer Druck. Vielleicht gar beides gemeinsam.

Letztlich spielt das in meinem Leben keine wirkliche Rolle. Eltern, das sind mir "meine" Eltern und die Tatsache, dass sie die Schwangerschaft mit mir nicht mitbekommen haben, mir nichts "vererben" können im ursprünglichen Sinne war und ist bislang noch nie ein Thema für mich geworden.

Denn mitgeben und vererben können sie mir so viel und haben sie mir so viel, dass der Gedanke an Leiblichkeit zur Nebensächlichkeit degradiert wird.

augenBloglich 26.02.2005, 08.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Gedanken

Drive

Nichts kann mich so sehr, so schnell, so unmittelbar und so intensiv in die Vergangeheit katapultieren wie Musik. Einige Takte eines songs und schon ist es, als wäre ich wieder mitten in einer längst vergangenen Situation. Ich sehe die vetrauten Menschen, die vergessenen Begebenheiten. Ich rieche Gerüche, die nicht dem Hier und Jetzt entstammen und ich bin nicht das ICH, das ich jetzt bin, sondern das ICH von einst.

Manchmal hat es etwas Wehmütiges, manchmal etwas von purem Übermut, manchmal etwas von Trauer. Aber immer sind es alte, längst vergessen gelaubte Gefühle, die an die Oberfläche getrieben werden.

Manchmal möchte ich sie festhalten diese Momente. Möchte sie länger an der Oberfläche treiben sehen. Andere Male wünschte ich, sie wären niemals wieder aus der Tiefe des Vergessens hervorgetrieben worden.

Die Töne von R.E.M versetzen mich in meine Studentenzeit. Ich stehe kurz vor dem Examen, versinke in Büchern, hause auf  9 m²  in einer ganz außerordentlich furchtbaren Zweck WG. Drei junge Männer bewohnen die WG mit mir. Ein durchgeknaller Biologie Student aus adeligem Hause, der irgendwelche abartigen Kulturen in unserem Gemeinschaftskühlschrank züchtet.

Ein Jura Student auf kriminellen Pfaden, der gerne mal hier und da ein wenig "herumhackt" und nicht zu vergessen den Studenten, der Priester werden möchte, dem aber ein nettes Mädel dazwischen kommt und der dann ein wenig seinen Studiengang ändert.

Ich höre nonstop "drive", stelle auf repeat und drehe die kleine Anlage in meinen 9 m²  maximal auf.

Heute weiß ich, dass das, was ich damals fühlte etwas von Freiheit hatte. Jeder Tag ein neues Abenteuer. Jeder Tag fest im Gespann meiner spontanen Ideen und Eingebungen.

So viele offene Wege vor mir, so viele wählbare Abzweigungen, so viele Möglichkeiten. Es ist eine ganz angenehme Erinnerung, keine, die weh tut, mich zu sehr aufwühlt, mich traurig macht. Vergangenes, das ich betrachten und wieder in der Tiefe versinken lassen kann ohne Trauer oder Verlust zu spüren.

R.E.M ist aber viel mehr als das. Nein, natürlich nicht die Band, sondern deren Musik. R.E.M. das ist ein Konzert, das ich besuche mit einem Mann, den ich gerade geheiratet und prompt wieder verlassen hatte. Das sind Blicke, die ich nicht zu erwidern wusste. Das ist Musik, die sich eingebrannt hat und Schmerz bedeutet.

Das ist Freundschaft, die verloren ging. Unwiederbringlich. Für immer. Das ist die Erkenntnis, einem anderen Menschen Schmerzen zufügen zu können, wenn das ICH die Oberhand gewinnt in einem nahezu auswegslosen Kampf.

Vielleicht höre ich deshalb nicht mehr so oft Musik wie früher? Vielleicht erschreckt mich dieses Hineinschleudern in die Vergangenheit einfach zu sehr?

Dabei hat es immer auch etwas von Verarbeiten, Aufarbeiten, harmonisieren. Selbst wenn es weh tut, es tut gut.

 

augenBloglich 25.02.2005, 19.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Vergangenheit

Selbstlähmung

Nachdem die Kinder im Bett liegen, ich die absolute Ruhe und Stille genießen kann, setze ich mich voller Elan an den Rechner, bereit, die ein oder andere Idee umzusetzen, ein wenig zu arbeiten, kreativ zu sein, etwas zu schaffen. Dies ist meist der Punkt, an dem meine Selbstlähmung beginnt. Statt Schaffensrausch fließt schlagartig heftige Müdigkeit, einer Lähmung gleich durch meine Adern und ich lese erst ein wenig hier und dann ein wenig dort, ehe ich mich an die Ideen begebe.

Ist es dann so weit, kann ich die Augen kaum noch aufhalten, ärgere mich maßlos über mich und meine unsinnige Zeitverplemperei und sehne mich danach, ins Bett zu plumpsen, zu einem guten Buch zu greifen, zu lesen und anschließend ins Reich der Träume hinüber zu gleiten.

Es hat etwas von Selbstlähmung und das macht mich irre. Es zu wissen, heißt nicht zwangsläufig etwas dagegen zu unternehmen und das macht mich gleich noch irrer. Ich verschiebe einfach gerne. Das kann ich ausgesprochen gut.

augenBloglich 25.02.2005, 19.25| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken

der Augenblickskoller ist vorbei

Es ist nicht so, dass ich Grund zu klagen hätte. Ich versumpfe auch nicht in einer meterdicken Depression. Es sind nur mal kurze Augenblicke, Momente wie der gestrige, in dem mir so nach Ausbrechen ist. Das geht vorbei und das ist gut so.

Heute sieht die Welt schon wieder bunt aus.

augenBloglich 25.02.2005, 12.56| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Kinder und Küchen Koller

Es gibt diese Tage. Alles scheint mir zu viel, ich fühle mich eingeengt, angebunden, unfrei. Ich vermisse die Möglichkeit, einfach aus dem Haus gehen zu können, irgendwohin, ohne erst Kinder warm einzupacken und bedenken zu müssen, welche hundert Sachenschaften man unterwegs braucht. Ich vermisse es, ungeplant leben und handeln zu können. Ich vermisse Zeit. Zeit für mich ganz allein.

Ich möchte einmal wieder einen Tag erleben, den ich nicht von frühmorgens bis spätabend durchplanen muss. Möchte meinen Kopf frei haben von Kindersorgen, Familienorganisation und Haushalt.

Es gibt diese Tage, an denen mir keine Sekunde für mich bleibt. Stets und ständig ein Kind am Beine klebend. Selbst auf die Toilette verfolgt. Es gibt diese Augenblicke, in denen ich mir Ruhe wünsche und Alleinsein. In denen ich die ganze Verantwortung ablegen möchte wie einen zu schwer gewordenen Rucksack.

Es gibt diese Tage, an denen ich heulen könnte, wenn ein gefülltes Kakaoglas von der Spüle fällt und alles, aber auch wirklich alles mit Kakaospritzern übersät ist. Es ist diese Kleinigkeit, die das Fass dann zum Überlaufen bringt. Die mich sehnen lässt nach meinem alten Leben.

Heute ist so ein Tag. Umgeben vom steten Mamagebrüll der Kinder, einen fiesen fetten Haufen Arbeit vor der Brust, kein Licht am Horizont, nur grau in grau. Die Sehnsucht danach, aus der Tür gehen zu können, sie ins Schloss fallen zu lassen und nicht zurück blicken zu müssen.

Es sind Augenblicke in denen die Sehnsucht überquillt. In denen ich mich aus mein Leben, hinein in ein anderes wünsche. Und das Bewusstsein. dass es nur ein kleiner Augenblick ist, ein kurzer Moment, macht das Wissen darum, dass so vieles verloren ist  nicht besser.

Es ist einfach ein Kinder und Küchen Koller. Ich weiß, das geht vorbei. Aber augenblicklich sitze ich drin. Tief und fest und ich wünschte, ich könnte einmal nur, ein einziges Mal gehen, die Tür ins Schloss fallen lassen und ICH sein dürfen. Keine Mama. Nicht die Ehefrau. Nicht die Lehrerin. Keine Rolle erfüllend. Nur ganz pur ICH.

Ich wünschte, der Moment käme bald!

augenBloglich 24.02.2005, 17.02| (5/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Elfjähriger terrorisiert ganzes Stadtviertel

 

Die hiesige Tageszeitung schreibt heute: 

 Wenn Max (Name von der Redaktion geändert) in der Nähe ist, holen Eltern ihre Kinder ins Haus. Max ist erst elf Jahre alt, aber er schafft es, ein ganzes Marler Stadtviertel zu tyrannisieren.

Von Heinz-Peter Mohr

Max lässt sich von anderen Kindern die Schuhe ablecken. Max zwingt sie, ihren Freunden ein blaues Auge zu schlagen. Falls sie es nicht tun, droht er, sie übel zu verprügeln. Max demoliert Fensterscheiben, Max bricht in Scheunen ein, Max traktiert drei 16-jährige Mädchen mit einem Schlagstock.

Zur Rechenschaft gezogen werden kann Max noch nicht. Strafmündig sind Jugendliche erst ab 14 Jahren. "Wenn ich mir vorstelle, wie er mit 17 drauf sein wird, dann habe ich richtig Angst", sagt eine Mutter, die verständlicherweise anonym bleiben will.

Mehrfach hätten Eltern dem Jugendamt die Situation geschildert, doch nichts sei geschehen. Dem widerspricht Jugendamtsleiter Volker Mittmann. Zu Max will er zwar aus Gründen des Datenschutzes nichts sagen. Aber wenn dem Jugendamt derart drastische Fälle bekannt werden, dann werde es tätig, versichert er.

Das könnten Außenstehende allerdings oft nicht erkennen. Es sei denn, die Stadt hole Kinder aus ihren Familien und bringe sie im Heim oder in Wohngruppen unter. "Aber gerade das wollen wir vermeiden. Nur wenn Eltern es mit der Erziehung nicht mehr schaffen, ist der Sorgerechtsentzug die letzte Möglichkeit", betont Volker Mittmann.

In Gruppen soziales

Verhalten lernen

Zunächst sucht der allgemeine soziale Dienst des Jugendamtes Kontakt zu den Familien und klärt, wie er helfen kann. Erziehungsbeistände oder Familienhelfer beraten die Eltern zum Beispiel in vier bis acht Stunden pro Woche.

Manche Jugendliche werden nach der Schule bis zum Abend von Pädagogen betreut. In angemieteten Wohnungen machen sie ihre Hausaufgaben und lernen dort in Gruppen mit Gleichaltrigen soziales Verhalten.

Der Jugendamtsleiter stellt klar: "Wenn Eltern den Eindruck haben, dass wir nichts tun, dann sollten sie sich an mich wenden. Das können sie auch anonym
tun."

................................................................

Manchmal überfällt mich beim Lesen solcher "Nachrichten" einfach nur eine beklemmende Sprachlosigkeit!

augenBloglich 24.02.2005, 16.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: WeltSchmerz

Schnee

Eine hauchdünne, ganz zarte Schneedecke liegt auf den Straßen und schon geht nichts mehr. Hier, im tiefen Westen. Man könnte meinen, der fallende Schnee lasse gleichzeitig das Autofahrerhirn schmelzen. Nicht nur, dass die stets und immer sommerbereiften nun in Panik verfallen, ob der paar Flöckchen Schnee, nein, auch die winterbereiften bleiben lieber direkt stehen, steigen aus und fragen ihre Nachfahrenden, warum denn wohl der Räumdienst noch nicht da war.

Es liegt Schnee, also bleibt man besser an grünen Ampeln stehen. Sicherlich, wahrscheinlich braucht man eine Bedenkpause, um sich der Entscheidung: Schneeketten oder nicht? zu stellen, aber ob es gerade die grüne Ampel sein muss?

Noch besser: Autobahnabfahrten. Hier geht es bergab. Und es liegen drei zarte Schneeflocken auf der Straße. Besser man fährt mit angezogener Handbremse.

Das Blinken vermeidet man besser, wenn Schnee liegt. Es ist ja auch ein wenig zu schwierig, sich auf den Schnee und etwaiges Blinken zu konzentrieren. Das verstehe ich durchaus  und was spricht gegen die Annahme, dass der Hinterfahrer Gedanken, explizit ABBIEGGEDANKEN nicht sollte erahnen können?

Zeit für das Freikratzen der Scheiben kann man selbstverständlich schlecht erübrigen. Schließlich kann man während des Fahrens die Nase an die Innenscheibe pappen und sich krampfhaft bemühen, durch ein 2 x 8 cm großes Guckloch die Umgebung zu erahnen. Hier greift dann auch endlich der Trick mit der angezogenen Handbremse. Abgesichert sein ist alles.

Setzt dann noch leichter Schneefall ein, ist die Panik unüberboten. Nichts geht mehr. Die Scheibenwischer werden auf Sturm gestellt und noch mehr Nasen pappen an noch mehr Innenscheiben.

Ehrlich,  da kann man von Rekord sprechen, wenn man für den Arbeitsweg am Morgen statt 20 Minuten nur 45 benötigt.

*arrgl*

 

augenBloglich 24.02.2005, 14.55| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

Tagesbeginn

Tage, an denen um sechs in der Früh das Telefon klingelt sind in der Regel "schlechte" Tage. Tage, an denen die Mitteilung in der Früh mit einer zusammenbrechenden Kinderbetreuung zu tun haben sind in der Regel noch schlechtere Tage. Ganz übel aber, wenn dann noch keine Milch mehr im Haus ist, meine einzige "saubere" und gebügelte Bluse mit einem Male ominöse Fettspritzer an nicht vertuschbaren Stellen aufweist, die Kinder sich bereits um kurz nach sechs an den Haaren ziehen, es wie hulle schneit, mein eines Kind es nicht mehr bis zur Toilette schafft, mein anderes versehentlich sein Müsli über Eckbank und Küchenboden kippt, dann nochmal das Telefon klingelt und ich keine andere Bluse finde........

Definitiv: Ich möchte wieder ins Bett!

augenBloglich 23.02.2005, 06.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram

Lesen? Oder nicht?

augenBloglich 22.02.2005, 16.17| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher

dick

"Sie sind ganz schön dick!"

"Ja."

"Wie kommt das?"

"Ich esse zu viel, zu ungesund, zu unkontrolliert und treibe keinen Sport!"

"Weshalb?"

Ich nehme an, genau DAS ist die Schlüsselfrage!

augenBloglich 22.02.2005, 12.14| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: körperlich

Wasserfarben

Es ist mir unerklärlich, aber wenn unsere Mädel mit Wasserfarben malen, zieht es genau diese Farben magisch zu mir hin. Nicht, dass ich davon etwas merken würde. Sie fallen zwar über mich her, dies aber leise, lautlos und heimtückisch. Ehrlich, ich kann die mir selbst auferlegte Bannmeile einhalten und mir trotzdem sicher sein, am Ende des Tages Wasserfarbe an meinen Socken, meinen Blusenärmeln, meiner Haut, ja gar an meiner Unterwäsche zu finden. Dezente Spitzer im Gesicht gehen gerne mal als Pickel oder Sommersprossen durch, der Rest wirkt eher immer, na, sagen wir mal, angeschmutzt.

Diese magische Wirkung übe ich nicht nur auf die Wasserfarbe unserer Kinder, nein, auch auf Kleidungsknitter und sämtlichen anderen Schmutz aus. Eine frisch gebügelte Bluse sieht nur solange einigermaßen gebügelt aus, wie sie am Bügel hängt. Die Technik des knitterfreien Anziehens ist noch nicht bis zu mir durchgedrungen und so friste ich mein Dasein knittrig.

Mit dem Schmutz ist das auch so eine Sache. Schließlich stehe ich nicht mitten im Zimmer und brülle: "Schmutz, falle über mich her!" Nein, dieser Schmutz kommt mal von hier, mal von dort, so gänzlich uneingeladen zu mir und pappt sich - frecherweise - an meine Kleidung. Hier mal ein kleiner Fleck, dortmal ein größerer. Mit etwas Glück landet einer in einer Knitterfalte und fällt nicht weiter auf.

Ich bin immer und stets besudelt und weiß nicht warum?

Mich umschwebt die Aura des Knuddelschmuddel und dabei wäre ich doch so gerne mal blütenweiß rein!

augenBloglich 22.02.2005, 12.12| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram

sms

Ich werde wirklich alt. Termine kriege ich schon lange nicht mehr auf die Reihe, am besten, ich schreibe mir wirklich alles kleinschrittig auf. Gerade erreicht mich die sms einer sehr guten Freundin: ....holst du mich dann gleich ab?......... Nun, sagen wir mal so. Ich war schon entschmückt und im Legergammellook. Ganz auf Kinder zu Bett bringen, Computer, selber ins Bett gehen eingestellt. Ehrlich gesagt konnte ich mich nichtmal mit großer Mühe daran erinnern, warum ich sie hätte abholen sollen. Meine diesbezügliche Nachfrage klärte rasch, dass ich für heute Abend zugesagt hatte, an einer Schmuckparty teilzunehmen.

Ich habe keinen blassen Schimmer, was mich dort erwarten wird. Ich brauche keinen Schmuck. Ich will ins Bett. ABER, ich werde gleich los fahren......

augenBloglich 21.02.2005, 18.42| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

ungeschickt

Wer mich manchmal beobachtet, denkt sicherlich, er erlebt gerade eine Realsatire. Es gibt ungeschickte Menschen und sehr ungeschickte Menschen. Und es gibt mich.

Als ich heute Mittag Lena und Sophia abholte, öffnete ich mit Schwung die Wagentür, stieg aus und riss erstmal die ganze Ladung Autoseitenfachfüllung  mit auf die Straße. Da gerade eine Menge Autos anrollten, sammelt ich beflissen alles wieder ein. Dabei fiel mir zunächst ein Autokratzer erneut hinunter und flog unter mein Auto. Beim Reinstopfen all der Sachen in das Wagentürseitenfach, fielen jede Menge Sachen erneut auf die Straße. Halb unter dem Auto und selbstverständlich im Matsch liegend, angelte ich meinen weltbesten Eiskratzer unter dem Wagen hervor, nur, um ihn erneut zu verlieren.

Auch beim dritten Mal gelang es mir nicht, den Eiskratzer aufzuheben und sorgsam zu verstauen.Dieses eigenlebige Teil fiel mir insgesamt noch fünfmal herunter.

Dreckig und völlig fertig konnte ich anschließend endlich meine Kinder abholen.

Ich möchte nicht wissen, was die aus dem Fenster guckenden Menschen so gedacht haben mögen......

augenBloglich 21.02.2005, 16.24| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

es geht, es geht :-))

Mein ewiger Dank gilt CeKaDo.

:-)

augenBloglich 21.02.2005, 14.39| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges

Prinzessin

5.35 Uhr, verschlafenes ICH im Bett. Quietschfidele kleine Mädchen vor diesem Bett. Höllenlautstärke und dann Lenas seufzende Worte:

"Ach, wird Zeit, dass wir eeeendlich ein Schloss finden und ich Prinzessin werden tann. Dann bin ich reich und muss niemals niemals arbeiten dehn!"

augenBloglich 21.02.2005, 06.42| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

ähem

Man sollte dann doch auch einen Link dazu setzen....

zaubereinmaleins.de

augenBloglich 20.02.2005, 20.16| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges

äugeln ??

Okay, nachdem ich diesem lieben Menschen unlängst schon auf die Nerven gegangen bin, frage ich jetzt noch mal hier ganz zaghaft an, ob jemand Lust hat, ein in den Anfängen steckendes "Projekt" anzuschauen und mir zu sagen, was okay ist und was nicht?

Ihr dürft über meine Rechtschreibfehler herfallen und auch sonst ganz gnadenlos sein.

*g*

Ich habe übrigens keinen blassen Schimmer, wie die Seite bei anderen aussieht. Ich schau sie mir immer mit einer Bildschirmauflösung von 1024 X 768 (es ist ja schließlich nicht so, dass ich meine höchsteigene Bildschirmauflösung nicht kennen würde *g*) an.

Verlinkt ist noch nicht viel, ich stecke ja in den ersten Zügen, und der dazu gehörende Blog ist sozusagen noch gähnend leer.....

Außerdem muss ich die Rubrik Downloads löschen, wenn ich nicht bald verstehe, wie das funktioniert.

Aber ich bin ja durchaus lernfähig.

;-)

 

augenBloglich 20.02.2005, 20.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges

Frau weiß sich selbst zu helfen

Gerade gefunden:

 

Wenn Sie eine Datei (Zip-Datei o.ä.) zum Downloaden für die Web-Nutzer bereitstellen wollen, öffnen Sie das Web im Explorer und wählen im Menü „Datei" den Punkt „Importieren" aus. Klicken Sie die Datei an und wählen Sie „Datei importieren". FrontPage fügt die Datei in Ihr Web ein; im Editor können Sie auf einer Seite den Link auf diese Datei einfügen.

Hinweis für .exe Dateien:
Ein Windows NT/2000 Webserver interpretiert eine .exe Datei als ausführbare Datei. Stellen Sie also eine .exe Datei immer in einem Verzeichnis zur Verfügung, das als nicht ausführbar gekennzeichnet ist.

Erstellen Sie hierzu in Frontpage einen neuen Ordner mit dem Namen "downloads". Klicken Sie nun mit der rechten Maustaste auf den Ordner und wählen Sie Eigenschaften. Deaktivieren Sie nun die Optionen "Das Ausführen von Programmen zulassen" und "Ausführen von Scripten zulassen".

 

Nix kapiert.

augenBloglich 20.02.2005, 20.01| (4/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges

download ?

Ich müsste jetzt rasch mal lernen, wie um Himmelswillen ich denn Dateien zum Download anbieten kann ???

augenBloglich 20.02.2005, 19.58| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges

Ende aus - Mickey Mouse

Neee, was ein unbefriedigendes Ende. Ich mag es so gar nicht, wenn eine Autorin die Spannung auf die übelste Spitze treibt, dann nur einen Handlungsstrang zuende führt und einen weiteren im Nichts enden lässt. Boooah, das ist mehr als fies. Ganz in Seifenopermanier, damit man sich ja die nächste Sendung anschaut / das nächste Buch kauft.

Mo Hayder liegt nun in der Ecke.

Spannend war's, aber das mit dem Ende nehme ich ihr übel.

augenBloglich 20.02.2005, 15.43| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher

nochmal Mo Hayder

Uah, gegen Ende hin wird das Buch arg spannend, das muss ich gestehen. Nur leider komme ich derzeit kaum zum Lesen - schade eigentlich. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, die Autorin überspitzt es ein wenig mit ihrem stets und ständig strauchelnden Inspector Caffery. Ich meine, Protagonisten, die ebenso wie wir ihre Schwächen haben, sind ja durchaus sympathisch, aber ein Ermittler, der seine eigene Lebensgefährtin vergewaltigt ist denn doch starker Tobak und auch Cafferys sonstigen - nahe der Kriminalität angesiedelten - Machenschaften animieren nicht unbedingt dazu, den Kerl so richtig und wirklich zu mögen.

Ab und an hatte ich den Eindruck, die Autorin war oder ist Charles Bukowski Fan, was an sich ja nicht zu verurteilen ist, auf Dauer dann aber in ermüdenden Alkoholprozessen ausartet.

Dennoch ist es ein Buch, das ich immer ungerner aus der Hand lege und dessen Ende ich entgegenfiebere. Was dafür spricht, dass die Autorin, rein schreibtechnisch gesehen, große Fortschritte seit "Der Vogelmann" gemacht hat.

Nichtsdesto trotz bleibt es nicht in meinem Regal. Ebay ? Oder doch lieber buchticket?

 

augenBloglich 20.02.2005, 11.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Bücher

Abendgebet

Lena möchte abends immer beten. Mittlerweile spricht sie ihre selbst formulierten Gebete:

"Lieber Dott, dante für den schönen Tag und unser tägliches Brot und dass wir ein Zuhause haben und du auf die armen Tinder achtest. Lieber Dott, bleib schön brav!"

augenBloglich 20.02.2005, 09.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

minimieren

Manchmal möchte ich mit aller Macht diesen Ideenüberfluss aus meinem Kopf heraus bekommen. Ich versuche meine Gedanken und Ideen zu minimieren. Zu reduzieren und auf überblickbare, überschaubare und machbare Größe zu bringen, aber es gelingt mir nicht.

Der Griff zu Hammer und Meißel liegt nahe. Heraushämmern, was nicht von selbst den Weg ins AUS erfährt.

Diese Masse macht es unmöglich, sich auf EINES zu konzentrieren. Erst jetzt weiß ich, wie unsere Töchter sich in ihrem übervollen Kinderzimmer fühlen (müssen)!

augenBloglich 19.02.2005, 17.07| (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken

attraktive Lehrer - attraktives Lernen ?

Was muss ich da in aller Herrgottsfrühe im Radio hören ? Ein CDU Landtagsabgeordneter macht sich seine "qualifizierten" Gedanken zu deutschen Schulen und kommt zu folgendem Schluss:

Deutsche Schulen müssen sich attraktiver nach außen hin präsentieren. Das beginnt mit den Lehrkörpern. Zu viele "runzlige Omas und Opas" liefen in deutschen Schulen herum, "alt und verbraucht, die Kindern direkt die Lust am Lernen nehmen". Dann die "zahlreichen übergewichtigen Hausfrauen und Mami Typen an deutschen Grundschulen", deren "Fettleibigkeit" nicht nur eine "optische Schande", sondern zudem "lernhemmend wirken würde."

"Wer als Lehrer übergewichtig durch die Schule latscht wirkt abschreckend auf Schüler, dem kann man nur mit Gehaltsabzug entgegenwirken!"

Er führte weiter aus, dass auch die Altökos, "mit Birkenstock und dicken Wollsocken" an deutschen Schulen nach wie vor nicht ausgerottet seien und plädierte für eine Anzugspflicht (mit Krawatte) für deutsche männliche Lehrkörper und eine adäquate Uniformierung für weibliche Lehrkräfte.

Übergewichtige Lehrer sollten suspendiert werden, an deren Stelle arbeitslose und attraktivere Junglehrer eingestellt werden.

Die Gedankengänge liefen dann noch ein wenig weiter in die Richtung und mündeten in dem Satz:

"Gegen Pisa kommen wir mit diesen schon allein optisch verherenden Pädagogen nicht an!"

Auf die Frage des Moderators, ob sich denn nicht vielleicht etwas in der Lehrerausbildung ändern müsse, antwortete der gute Mann:

"Die Lehrer müssen sich ändern. Das ist das Hauptmanko!"

 

Gut, dass ich jetzt Bescheid weiß!

 

 

augenBloglich 19.02.2005, 06.23| (12/9) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken

Stöckchen

Mich erinnert das Ganze zwar arg an apportierende Hunde, aber liegen lassen mag ich das "Stöckchen" dann doch nicht, das mir da zugeworfen wurde.

;-)

1. Wieviele gigantische Bytes an Musik sind auf deinem Computer gespeichert?

Bitte, diese Frage ist bei einer Frau, die bis gestern nichtmal ihre Bildschirmauflösung kannte so gänzlich verschwendet. Ich war noch nie in der Lage Bytes und Gigabytes von Kilobytes (gibt es die ???) zu unterscheiden......

2. Die letzte CD, die du gekauft hast...

Bryan Adams "Room Service"


3. Welches Lied hast du gerade gehört, als dich der Ruf ereilte?

Amiel "Another fucking love song"

4. Fünf Lieder, die mir viel bedeuten oder die ich oft höre.

1. the Cure "a forest" - Jugenderinnerungen

2. R.E.M "Bang & blame" - laut und gut zum Abreagieren

3. Police  "Message in a bottle" - viele viele Erinnerungen........

4. Sisters of mercy  "Dominion" - Reste meiner "Gruftie" Zeit

5. Bryan Adams "When You're gone" - mein "Heullied"


5. Wem wirfst du dieses Stöckchen zu (3 Personen) und warum?

Niemanden, weil ich Apportieren nicht wirklich mag.

;-)

augenBloglich 18.02.2005, 19.35| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges

Nachtrag

Es entbehrt übrigens nicht einer gewissen Peinlichkeit, wenn Frau gefragt wird, was für einen Monitor sie hat und selbige Frau kompetent mit: "Einen großen!" antwortet und sich gleichzeitig outet, die eigene (bzw. die des eigenen Monitors) Bildschirmauflösung nicht zu kennen.

Zum Glück kann mir das (jetzt nicht mehr) passieren.

;-)

augenBloglich 17.02.2005, 21.25| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

html und dieses ganze Teufelszeug ;-)

Ich habe leider nicht wirklich viel Ahnung von all diesem Website Gebastle und dem html Kram. Ich kann hier ein bisschen was und da ein bisschen was, aber das alles beläuft sich auf ein ungesundes Halbwissen, das zu viel Murks führt. Zudem setze ich mir dann grundsätzlich Dinge in den Kopf, die weit über meinen Fähigkeiten liegen - oft führt das zwangsläufig zum Scheitern und so freue ich mich um so mehr, wenn liebe Menschen sich einfach so die Zeit für mich nehmen und mir helfen.

Die Idee einer neuen Internetseite kam mir ja schon neulich und spontan legte ich ein wenig los. Eine meiner augeprägtesten Fähigkeiten ist es, sich im Detail zu verhangeln. So habe ich es mir in den Kopf gesetzt, dass die Links dieser neuen Seite bitte beim Darüberfahren mit der Maus kursiv werden sollen. (Nicht, dass das irgendeinen Nutzen hätte, ich habe es mir nur einfach in den Kopf gesetzt!)

Im Grunde kein Problem, da mein treues Frontpage das alles wie von selbst macht - nur: Wenn mein treues Frontpage das macht, sieht man  es hinterher nicht. Weder mit dem IE noch mit Firefox (mehr Auswahl habe ich nicht und will ich auch nicht haben *g*).

Also setzte mein stures Hirn es durch, dass ich solange die Weiten des Netzes abgesucht habe, bis ich eine idiotensichere Erklärung für irgendso einen CSS Style sowieso gefunden habe. Nö, ich habe ich nicht wirklich verstanden worum es da geht, aber ich ein wenig im Quellcode herum gewuselt und nun werden meine Links kursiv. Egal, ob andere das mögen: Ich kann das nun und darum geht's!

;-)

Immerhin sind es diese kleinen Lernerfolge, die so ein paar Glückshormone ausschütten. Wer weiß, was ich noch so alles lerne.......? 

augenBloglich 17.02.2005, 21.23| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

wenn die Organisation zusammen kracht

Manchmal steckt einfach der Wurm drin. Diese ganzen Familienorganisatorischen Belange funktionieren nur in einem engmaschigen Netz ganz vieler lieber Menschen. Zwei davon befinden sich zur Kur - wohlverdienterweise. Einer dieser lieben Menschen liegt krank danieder. Und schwupps, schon gerät man ins Trudeln. Nichts läuft mehr glatt, alles ist mit wilden Telefonaten und neuen exakten Planungen verbunden.

Hier noch eine Krankheit, dort noch ein Arzttermin. Nichts geht mehr. Derzeit. UFF.

augenBloglich 16.02.2005, 14.32| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

es führen viele Wege hierher ;-)

Zum Beispiel dieser hier:

Warum+sind+Tischtennisbel

 

Ach so, das war nicht meine Suche. Herzlich Willkommen also, Tischtennisbelägeunwissende(r)!!

augenBloglich 15.02.2005, 12.14| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Vergangenheit

trügerische Ruhe

Ich wehre mich vehement gegen das Vergessen. Das, was ich mir da im Juli letzten Jahres habe widerfahren lassen, vesinkt mehr und mehr in Erinnerung und ich dabei ist mir doch vollends bewusst, dass etwas kommen muss, etwas kommen wird. Sieben Monate sind vergangen und ich wähne mich in einer trügerischen Sicherheit. Und genau das ist das Fatale. Der Schlag wird in einem Moment, in jenem Augenblick erfolgen, in dem so ganz und gar nicht (mehr) damit rechne und das ist der Grund, warum ich mich gegen das Vergessen wehre und tagtäglich damit rechnen möchte, dass "etwas" im Briefkasten liegt.

Ich habe natürlich aus dieser ganzen Sache gelernt. Berufliche Interna bleiben seitdem in mir verschlossen. Zu Beginn fiel mir das so unendlich schwer. Das Schreiben darüber half mir, viele Situationen zu verarbeiten, auch zu reflektieren. Ich schrieb hier, dass ich mich amputiert fühle, es bitter finde einen wichtigen Lebensaspekt außen vor lassen zu müssen.

Mittlerweile bin ich hineingewachsen in das "Amputiertsein". Eine neue berufliche Umgebung macht es mir relativ einfach, zu verschließen, was verschlossen sein sollte. Es wäre gelogen, wenn ich schriebe, es würde mir nicht fehlen, das Schreiben DARÜBER. Aber es tut weniger weh als noch vor sieben Monaten.

Nur die Angst ist dieselbe. Die Angst vor den Konsequenzen, vor dem, was "man mit mir machen wird"!

Und irgendwie wünschte ich, ich könnte mich darauf vorbereiten. Doch mehr, als es mir immer und immer wieder in Erinnerung zu rufen, mir bewusst zu machen, dass ich in einer trügerischen Ruhe lebe, mehr vermag ich momentan nicht zu tun.

 

augenBloglich 15.02.2005, 12.03| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken

Konjunktiv

Der Konjunktiv ist eine ziemlich geniale Erfindung. Versetzt er mich doch beständig in die Lage, mir genau jene Situation herbeizuwünschen, die gerade aktuell so nicht vorhanden ist. Ich meine, hätte ich einen Mann, der Wert auf den Valentinstag legen würde, könnte ich darüber lamentieren, dass dieser Tag doch nur den Blumenläden Freude bringe etc. Ich könnte darauf hinweisen, dass im Grunde doch jeder Tag Valentinstag sei.

So jedoch, könnte ich den nicht geschenkten Blumen nachtrauern. Ich könnte mir vorstellen, wie es sei, einen romatischen Mann zu Manne zu haben. Wie ein Blumenmeer in unserer Wohnung sich machen würde. Oder besser noch, wie gut - wie verdammt sehr gut - die liebvoll ausgesuchten und schnöde gekauften Pralinen schmecken würden!

Ich mag den Konjunktiv. Egal, was kommt, er lässt mich meckern. Das könnte durchaus seinen Reiz haben.....

 

augenBloglich 14.02.2005, 19.39| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken

das dritte Kind

Ich habe mich mit dem Gedanken an ein drittes Kind sehr schnell angefreundet. Ehrlich, so ein drittes Kind macht alles nur einfacher. Es schafft sozusagen einen gesunden Ausgleich, stellt eine Art Balance her.

Das dritte Kind kann sich in der Regel auch viel besser benehmen, als die zwei zuvor. Es sitzt wie eine Eins am Essenstisch, es hört, wenn man ihm etwas sagt, es stänkert nicht herum und macht so gut wie keine Arbeit. Sehr angenehm.

Am dritten Kind hat man nur Freude.

Die Tatsache, dass das dritte Kind niemals das eigene sein darf, sollte an dieser Stelle selbstverständlich nicht unerwähnt bleiben.

Das dritte Kind ist immer "nur" eine Freundin oder ein Freund der eigenen Kinder. Es bleibt eine Weile, benimmt sich bilderbuchmäßig und man gibt es am Abend wieder ab.

Herrlich!

augenBloglich 14.02.2005, 14.13| (2/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

unter Piraten

Ich bewege mich heute sozusagen ausschließlich in Piraten Sphären und wenn ich noch ein wenig weiter fleißle, steht eine komplette Piraten Werkstatt und kann ab morgen zum Einsatz kommen.

Beim Pirateln gerade gefunden:

augenBloglich 13.02.2005, 14.04| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram

Blitzidee

Ich kann es nicht fassen. Seit Wochen beschäftigt mich die Umgestaltung des brachliegenden "Gedankenlandes" - nur allein: Ich kann mich nicht aufraffen. Beruflich starte ich gerade bei zwei aufwändigen Projekten durch, nehme das dritte in Angriff. Privat hätte ich da auch noch das ein oder andere zu erledigen, mal ganz zu schweigen von den Alltagslasten, -pflichten, -freuden.

Während ich hier also gerade ein wenig arbeite, kommt mir spontan die Idee, dass ich gerne etwas in Richtung Lerntipps, Buchtipps, Softwarerezensionen und Grundschullernen allgemein machen würde.

Gänzlich unausgereift das Ganze, aber was mache ich? Klicke mich direkt durch den bluelion Warenkorb, rechne kurz gegen und ordere.

;-)

Und schon sind meine Gedanken nur noch mit dem "Neuen" beschäftigt. Ganz wie immer. Dinge anfangen, 100 Prozent geben, sich von Neuem ablenken lassen.

Mal sehen, wohin mich das führen wird!

augenBloglich 13.02.2005, 12.42| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Übung macht den Meister

augenBloglich 13.02.2005, 11.13| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges

Schneeflocken selbstgemacht

Zwischen Arbeit und ARBEIT nutze ich die (im Grunde nicht zur Verfügung stehende) Zeit und bastle mir online ein paar Schneeflocken:

Mein Erstlingswerk ist noch nicht ganz ausgereift, die Schere online zu händeln noch ein wenig ungewohnt....

Aber Spaß macht es!

;-)

 

Auch mal Schneeflocken basteln?

augenBloglich 13.02.2005, 11.08| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges

Mo Hayder

Ich lese in bestimmten Rhythmen und weiß nicht zu sagen, warum das so ist. Mal kann ich wochenlang Historisches lesen, danach monatelang wieder Stefan Zweig - Hesse sowieso immer - aber auch mal eine Weile Krimis und Thriller oder anderes. In der Krimi und Thriller Phase befinde ich mich gerade - die Krimilust taucht in regelmäßigen Abständen bei mir auf. Ich mag es, wenn Bücher zwar spannend, aber vom Niveau her am Rande der Badewanne angesiedelt sind - das unterhält mich, lenkt mich ab, schenkt mir entspannende Stunden.

Auf die Bücher von Mo Hayder wurde ich im buchticket Forum aufmerksam. Obwohl ich mich meist in denselben Genres bewege, lasse ich mich innerhalb dieser Grenzen gerne auf neue, mir bislang unbekannte Autoren ein.

Ich kaufte mir also "Der Vogelmann" und "Die Behandlung" von Mo Hayder. Während ich das Zweitere gerade lese, habe ich den "Vogelmann" schon vor geraumer Zeit ausgelesen.

 "Der Vogelmann" begeisterte mich so gar nicht. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, die Charaktere der "Geschichte" seien noch nicht ausgereift und zuende gedacht. Mir kam es so vor, als gehe die Autorin erste, stolpernde Schritte, selbst noch nicht recht wissend, welche Richtung sie hier und dort einschlagen sollte. Ich wurde bis zum Schluss nicht warm mit den Menschen des Buches und fand die guten Kritiken so ziemlich überzogen und übertrieben. Vergleiche mit Minette Walters und Elizabeth George schienen mir mit jeder Buchseite abwegiger. Es kam keine Erzählung in Fluss und mir kamen viele Buchstellen sehr unbeholfen vor.

Nach dem Lesen habe ich das Buch direkt bei buchticket eingestellt und binnen Minuten war es weggetauscht.

Es dauerte, ehe ich zur "Behandlung" griff. Eher aus dem Zwang heraus: Jetzt hast du es gekauft, jetzt musst du auch hinein schauen. Meine Erwartungen gingen in Richtung: Zehn Seiten lesen, für schlecht befinden, nicht weiter lesen, bei buchticket tauschen.

Aber manchmal kommt es anders als man denkt. Von Anfang an zog mich die Geschichte in ihren Bann. Die Protagonisten des ersten Bandes, die Ermittler oder besser ein Ermittler hatten Fuß gefasst, seine "Macken" waren mir nun vertraut. Das Einlassen auf das Geschehen und die Menschen ging problemlos und rasch. Ich habe das Buch noch nicht ausgelesen, kann also nur davon berichten, wie es mir jetzt, bis etwas zur Hälfte des Buches ergeht.

Schon trauere ich dem Schnelltausch von "Der Vogelmann" nach, denn ich bin ja so jemand, der gerne vollständige Reihen besitzt, wenn auch ein Buch der Reihe mies ist....

Auch jetzt noch bin ich der Ansicht, dass Mo Hayder keinesfalls in die Riege einer Minette Walters, einer Elizabeth George passt, aber das muss sie ja auch nicht.

Ich finde man liest ihren Büchern schon heraus, dass sie noch am Anfang steht. Ziemlich ungeschickt daher auch von ihr, dass sie in "Die Behandlung" mehrfach namentlich den Mörder aus "Der Vogelmann" erwähnt. Jemand, der mit diesem zweiten Werk beginnt, wird so kaum die Lust verspüren zu ihrem Erstling diesbezüglich zu greifen. Nichts ist schlimmer, als wenn man einem Thriller das Ende vorweg nimmt.

Ich denke, das muss Frau Hayder noch lernen. Ich bin mir sicher: Sie wird das schnell lernen.

Und ich warte bis zum Ende des Buches, ehe ich mich entscheide, ob ich mir den "Vogelmann" wieder besorge oder aber "Die Behandlung" in die Tiefe von buchticket versenken werde!

augenBloglich 12.02.2005, 19.39| (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher

Rotwein

Es war eine ausgesprochen unausgereifte Idee, beim samstäglichen Mittagessen ein Glas Rotwein zu trinken. Nun komme ich nämlich in keinster Weise mehr auf Touren und dümple hier so vor mich hin, statt zu arbeiten.....

augenBloglich 12.02.2005, 12.41| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

unbeantwortete Fragen

Manche mails beantworte ich dann doch nicht. So eine wie diese hier, gerade eben bekommen:

"Leute, die jeden Furz und jeden Schiss im Netz ausbreiten haben selber einen fetten Schiss im Hirn. Deine Seite strotzt vor Scheiße. Fehlt dir ein Klo?"

 

augenBloglich 11.02.2005, 17.49| (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Küche, Kinder, Kamikaze

Ein toller Titel. Habe ich gerade entdeckt, aber noch nicht hinein gelesen:

Küche - Kinder - Kamikaze

Gut schonmal den Anfang:

"Man darf schon gelegentlich daran denken, die Kinder aus dem Fenster zu werfen, nur tun darf man es nicht."

(unbekannte Mutter)

 

 

Vielleicht ist mein Humor seltsam, aber ich finde das witzig.

;-) 

augenBloglich 11.02.2005, 17.44| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges

Vorsicht bissig!

Ich habe nichts gegen Fleichereifachverkäuferinnen. Ich hatte nichts gegen sie und ich werde auch in Zukunft nichts gegen sie im Allgemeinen haben, gestehe aber, dass mich gerade ein wenig Unmut plagt, wenn ich da an eine konkrete Dame dieser Spezies denke.

Es ekelte mich leicht, als ich besagte Dame heute hinter der Fleischtheke stehen sah. Während des Wartens beobachtete ich, wie sie mehrmals genüsslich in der Nase bohrte - t i e f  bohrte - und das, was sie als Fundstücke mit herauspuhlte an ihrer Schürze abwischte. Die unbehandschuhte nasenerfahrene Hand wurschelte mal gerade in der Nase, dann schnell wieder an Schürze und Fleisch herum und mir schauderte ein klein wenig.

Als sie dann einen fetten Monsterpopel ans Tageslicht zerrte, diesen auf der Fingerspitze haftend interessiert und ausgiebig betrachtete, nahm mein Brechreiz überhand und das muss man meinem Gesicht auch angesehen haben:

"Watt gibtet, junge Frau?" wurde ich nun von der popelnden Dame direkt angesprochen und ich quetschte heraus: "Nichts, ich warte, ich möchte lieber von ihrer Kollegin bedient werden!"

"Bei der sind 500 Gramm auch nur'n Pfund!" rechnete mir Frau Popel vor und ich schenkte mir die Antwort.

Die andere Fleichereifachverkäuferin hatte ich zumindest noch nicht beim Popeln beobachten können. Ich wurde prompt und höflich bedient und zu guter Letzt bekamen Lena und Sophia ein Stück Fleischwurst.

Da ich zu jenen antiquiert denkenden Müttern gehöre, die ihre Kinder durchaus gezielt darauf hinweisen, dass an entsprechender Stelle das kleine Wort "Dankeschön" fällig wäre, sagte ich ein entsprechendes, kleines, von Erfolg gekröntes Sprüchlein auf.

Frau Popel, die uns beobachtet hatte, äußerte nun in einem recht empörten Ton:

"Meine Güte, junge Frau, die armen Kinder. Watt solln die für son Stück Wurst danke sagen. Datt is ja schlimmer als wie son plissiertes Hündchen [meinte sie dressiert?]. Sie gehörn wohl auch zu den Müttern, die immer alles besser wissen tun?!"

Und während mir mal wieder spontan keine treffende Erwiderung einfiel, wandte sich Frau Popel der nächsten Kundin zu und verkündete:

"Furzen dürfen se nicht, rülpsen dürfen se nicht, danke sagen müssen se. Wo bleibt denn da der Spass am Leben?" sprachs und popelte genüsslich weiter.

Meine Kinder sind sowas von arm dran.

 

augenBloglich 11.02.2005, 17.39| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

30 Euro

Gott, ich fahre wirklich wie ein Blindfisch durch die Gegend. Alle Welt sieht die beiden Polizisten schon aus der Ferne und tritt auf die Bremse. Nur ich, ich düse weiter mit 70 die Landstraße entlang, genau wissend, dass da gleich auf einer 500 Meter Strecke 50 ist. Och, ich sehe auch die beiden Polizisten, aber nicht, dass mein Hirn in diesem Augenblick schaltet, nö.

Erst als der eine mir fast vor das Auto springt merke auch ich, dass irgendetwas nicht stimmt.

Und nun ärgere ich mich schwarz über die 30 Euro, die mich das gekostet hat. Allerdings: selbst Schuld. Da gibt es nichts.

augenBloglich 11.02.2005, 13.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

die Erfahrung wirst du auch noch machen

Heute Mittag vor dem Kindergarten. Eine kleine Müttergruppe steht wartend vor dem Eingang. Ich geselle mich dazu, ein seltenes Gastspiel, da ich es normalerweise nicht schaffe, Lena und Sophia abzuholen. Heute endet das Schulhalbjahr und somit der Unterricht eher, ich kam also rechtzeitig.

Prompt wurde ich von einer Mutter angesprochen:

"Ich hab mir das nochmal überlegt, was du da neulich Abend zu dem Zahlenlandprojekt gesagt hast!" begann sie ihren Monolog - übrigens kenne ich die Dame nicht, doch das nur am Rande - "Man merkt wirklich, dass du keine Ahnung von der Materie hast und deine Kinder noch nicht in der Schule sind!" führte sie ihren ausschweifenden Monolog fort "Sonst wüsstest du nämlich, dass Lehrer eigentlich nur eines sind: faule Arschlöcher. Die Erfahrung wirst du auch noch machen, deshalb sei froh, dass der Kindergarten was tut. Sind die Kinder erst in der Schule, bleibt alles an dir hängen. Da kümmert sich kein Schwein. Aber Hauptsache die sacken fett ihre dicken Bezüge ein. Na, du wirst schon sehen. Und hast du mal was von Pisa gehört. Ich sag nur: Mach dich mal schlau, dann weißt du Bescheid!"

In diesem Moment wurde die Tür geöffnet und unsere Wege trennten sich. Äußerst schade, ich hätte gerne noch weiter zugehört. Man lernt doch nie aus, oder ?

 

augenBloglich 11.02.2005, 12.58| (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

ein sozusagen dickes Gürtelproblem

Trotz einiger, verschwinden geringer, Kilos weniger, bin ich durchaus noch als dick zu bezeichnen. Nichtsdestotrotz rutschen mir, seit geraumer Zeit, sämtliche Hosen. Nicht, dass mich das sonderlich stören würde. Langsam, aber beharrlich rutschen mir alle Jeans stückchenweise den po herunter, so dass ich mir vorkomme wie jenes junge Volk, das den Reißverschluss um die Knie baumeln hat.

Da es sich jetzt aber nicht unbedingt sooo gut macht, wenn man beim Bücken unfreiwillige Einblicke gewährt, ging ich heute auf Gürtelsuche.

Naiv wie ich war, stellte ich mir das Vorhaben so vor: Hinfahren zum Einkaufszentrum, nach einem Gürtel Ausschau halten, gucken ob er passt, kaufen, heimfahren. Es ergaben sich da ein bis mehrere Verzögerungen, insbesondere in dem Bereich: "gucken ob er passt".

Nein, mir hat nicht das Gucken Schwierigkeiten bereitet. Das mit dem Passen war dann schon schwieriger, da es hier in allen Läden lediglich Gürtel für schmaltaillierte gibt. [Übrigens ist es nicht wirklich witzig, sich einen Gürtel umzulegen und zu merken, dass beide Seitenenden auf der Hüfte enden!]

Die Verkäuferinnen, alle eher bei besagten schmaltaillierten angesiedelt, waren mir auch nicht unbedingt eine große Hilfe: "Warum kaufen Sie nicht einfach Hosen, die passen?" wollte die eine wissen, während eine andere wagemutig verkündete: "Bei Ihrer Figur ist das doch eh egal?" Sie ließ offen, ob sie nun die rutschenden Hosen oder die fehlenden Gürtel meinte.

Selbstverständlich fand ich irgendwann einen Gürtel. Ich muss nicht extra betonen, dass das Teil grottenhässlich ist, oder? Allein der überzeugende Preis von 3,90 Euro und die tiefe Verzweiflung, die mich zu diesem Zeitpunkt schon befallen hatte, ließen mich diesen Gürtel kaufen.

Fortan trage ich also einen schwarzen, Minimakramee ähnlichen, abgrundtief hässlichen, aber immerhin schwarzen Gürtel und überlege, ob ich wohl eine Marktlücke entdeckt habe?

augenBloglich 10.02.2005, 15.52| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: körperlich

nur noch zwei Tage

Wochenende! Wo bleibt das Wochenende? Gut, der Rosenmontag war frei, aber ich fühle mich sowas von fertig. Zuhause alle krank, beruflich unter Strom und mir selber tausend Projekte um die Ohren werfend. Ich plädiere für den sofortigen Wochenendanfang! JETZT!

augenBloglich 10.02.2005, 06.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

traurig

"Weißt du?" erklärte mir heute ein Kindergartenkind aus Lenas Gruppe "Meine Mama, die wollte mich nicht mehr, jetzt wohn ich bei meiner Tante. Aber mein Onkel, der will mich auch nicht mehr. Aber mein Papa auch nicht. Aber das ist ja auch nicht mein richtiger Papa, weil, den kenn ich ja nicht. Weißt du, mich will keiner. Darf ich denn wohl mal mit zu euch?"

Und ich hätte heulen können.......

augenBloglich 09.02.2005, 19.37| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: WeltSchmerz

noch so ein Kindergartenbrüller

Der heutige Brief, den Lena aus dem Kindergarten mit nach Hause brachte, hat mich dann doch erstmal zu lautem Lachen animiert. Nachdem wir im Dezember bereits schriftlich darauf hingewiesen wurden, dass wir uns grobe Körperverletzung zuschulden kommen lassen, wenn wir unsere Kinder mit Husten und Schnupfen in den Kindergarten schicken und somit andere Kinder der Gefahr einer Ansteckung ausetzen, hieß es heute, Lebensmittel dürften nur noch dann mit in den Kindergarten mitgebracht und an andere Kinder verteilt werden, wenn man ein amtliches (kostenpflichtiges) Gesundheitszeugnis mit einreicht.

Ich werde Lena und Sophia darauf hinweisen, dass sie ihren Kindergartenfreunden immer direkt ein Gesundheitszeugnis unter die Nase halten, wenn sie während des Frühstückens munter Essenstausch spielen. Desweiteren essen meine Kinder ab sofort nur noch von jenen Kindern mit kostenpflichtig, aktuellem Gesundheitszeugnis. Ohne dem geht bei uns gar nichts mehr.

Dieser Blog übrigens ist keim- und ansteckungsfrei. Bei Bedarf maile ich gerne mein Gesundheitszeugnis.

augenBloglich 09.02.2005, 19.35| (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

Dankeschön!

Besucherzahl Ihres DesignBlogs bis heute:18000

augenBloglich 09.02.2005, 14.38| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges

Letter James

Ich bin gerade irgendwo (enjoyland ?) darüber gestolpert:Letter James!

Genau das Richtige für meinen Spieltrieb! Genial!

augenBloglich 09.02.2005, 11.34| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: InterNETTiges

Morgenstund hat Gold im Mund

augenBloglich 09.02.2005, 06.02| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram

Jingle Bells und Ostereier

Keine Frage, ich bemühe mich stets, meine Einkäufe so zu legen, dass ich unsere beiden wohlerzogenen Töchter nicht mit nehmen muss. Weniger, weil ich sie nicht mag, als vielmehr der Tatsache wegen, dass sie es schaffen, mit sämtlichen hundert anderen einkaufenden Menschen auf die ein oder andere, mehr oder minder peinliche Art Kontakte zu knüpfen.

Heute, da gab es keine Chance, ließ es sich nunmal nicht vermeiden, dass wir zu dritt bei Feinkost Albrecht einfielen. Fielen trifft es sehr genau, da Lena der Ansicht war, es mache Sinn und Spaß die kleine Schwester mal direkt vom Eingang bis zu den Kaffeepaketen zu schubsen. Das daraufhin ertönende, wohlgemerkt markerschütternde Geschrei der kleinen Schwester zog schon einmal mindestens vier ältere Damen an, die wir fortan nicht wieder abschütteln konnten.

Lena, sehr kommunikativ, erklärte den tüddeligen, aber durchaus niedlichen Damen ersteinmal, dass ohne Sex ja keine Babys kämen und Sex absolut "tein slimmes Wort ist". Auf die diskrete Frage unserer Ältesten: "Hast du auch manchmal Sex?" bekamen sämtliche betagten Damen hektische rote Flecken am Hals. Wobei ich mir jetzt durchaus kein Urteil darüber erlauben möchte, ob diese Flecken in Hinblick an wunderbar Erlebtes oder aufgrund der Indiskretheit der Frage zustande kamen. Entschuldigend lächelnd schob ich, Sophia an einem Bein klebend, mit diesem Riesenteil von Einkaufswagen von dannen und hörte nur mit halben Ohr auf die Weisheiten besagter Damen.

Während Sophia irgendwann die Eier entdeckte und der Meinung war, wir bräuchten welche,. hing Lena mittlerweile selig singend am Einkaufswagen, schuckelte selbigen dergestalt hin und her, dass schonmal der ein oder andere Einkaufsgänger ein paar Räder in die Haxen bekam. Das entschuldigende Lächeln war bereits eh in meinem Gesicht fest gefroren, so machte es dann auch nichts, dass Sophia voller Elan eine Packung Eier in den Wagen schmiss und wir daraufhin ca. 30 Minuten damit beschäftigt waren das schmierige und glibberige und durchaus eklige Eiweiß-Eigelb-Gemisch vom dreckigen Supermarktboden aufzuwischen. Lena kommentierte das besserwisserisch und erklärte allen Vorbeihastenden:

"Oh Mann, das war meine tleine Schwester, die macht NUUUUUUR Mist. Ehrlich. Dabei hat die Mama schon so oft desagt, sie soll das nicht, aber sie macht das immer wieder und nun ham wir den Salat!"

Und zu uns gewandt:

"Mann Sophia, die Mama hat ja echt nur Arbeit mit dir. Immer muss die Mama putzen, putzen, putzen - oooohhh!"

Der Erheiterungseffekt lag eher auf Seiten der Vorbeihastenden, weniger auf der meinigen, aber ich mochte die Szene jetzt nicht noch durch ein: "Halt einfach mal den Mund, Kind!" aufwerten. Irgendwann ging Lena dazu über lautstark Jingle Bells zu singen, was uns erneutes Publikum einbrachte. Glücklichweise war unsere Putzorgie in diesem Moment beendet und wir huschten rasch in den nächsten Gang. Grober Fehler. Wer konnte ahnen, dass dies der Gang des Osterhasen sein würde? Bunte Eier, Schokohasen, alles da, was zu so einem Osterfest gehört. Lenas Finger zeigte aufgeregt auf die fertig gefärbten Eier, während ihr immer noch Jingle Bells über die Lippen kam. Sophia hingegen eilte zu den Eiern und war schlichtweg hingerissen: "Mama, wenn ich die in den Wagen schmeiß, dann dehn die nicht taputt, nee?" Nun, mein Bedarf dies zu erproben war gedeckt und so verbat ich unseren beiden Einkaufenden die Eier auch nur anzurühren. Dies quittierte Lena mit dem Geschrei: "Booaah, Mama, wir triegen aber auch wirklich nie was!" was sämtliche jugendschützenden Menschen unseres Dorfes auf den Plan rief, die mir nun missbilligende Blicke zuwarfen und Lena und Sophia bemitleideten: "Och, kauft die Mami euch denn gar   nichts? So eine strenge Mami habt ihr!" Dies ließ Sophia so jedoch nicht stehen und verkündete: "Nein, wir ham ja dar tein Deld!"

Schön, dass unser Dorf nun auch unsere finanziellen Verhältnisse kennt.

Besonders interessant wird es übrigens immer im Kassenbereich. Warum auch immer, aber unsere beiden liebreizenden Töchter toben und balgen da gerne mal herum ohne Rücksicht auf Regale, Mitmenschen oder gar zerbrechliche Waren.

Wenn sie sich nicht gerade darum streiten, wer welche Dinge auf's Band legen darf, sind sie damit beschäftigt Berge von Toilettenpapier anzuschleppen oder noch besser: Küchentücher. Das alles wird schwungvoll in den Wagen geworfen und selbstverständlich weigert man sich, das Zeugs wieder wegzubringen. "Wir tönn das dut debrauchen, Mama. Denk mal dran, wie du zuhause immer schlabberst!"

Einige Diskussionen und böse Worte später ist unser Einkaufszeugs wieder auf ein übersichtliches Maß geschrumpft, dafür habe ich nun zwei Freundinnen verloren:

"Das ist unsere Mama!" erklärt Lena einem greisen Mann "Aber die is nicht unsere Freundin. Die ist zu uns immer soooo böse!"

"Ja, denau!" bestätigt die kleine Schwester und guckt mich böse an. Ich sehe den Greis schon gedanklich die Nummer des Jugendamtes im Telefonbuch nachschlagen.

Schön dann jedoch immer der Moment, in dem die Freiheit ruft. Die Schiebetüren öffnen sich, auf dem weiten Parkplatz verlaufen sich die Menschenmassen, zwei kleine Mädchen fallen da so gar nicht auf.

Noch weniger die Mutter, die sich schwört, das war das letzte Mal mit den beiden im Supermarkt.

augenBloglich 08.02.2005, 20.21| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

Hoch lebe Pisa!

Was erfahre ich da gerade eben, sozusagen nebenei, am Rande eines thematisch anders gelagerten Telefongesprächs.

"Ach ja, und neben dem Matheprojekt lernen die Kinder nun auch Englisch hier!"

Und schon höre ich sie förmlich vor mir, die jubelnden und kreischenden Elternmassen, die ihre Sprösslinge sozusagen schon  mit Windelpopo am Gymnasium anmelden möchten. Was spielt es schon für eine Rolle, dass niemand im Kindergarten eine adäquate Ausbildung diesbezüglich inne hat. Hauptsache die Kinder lernen. Und zwar möglichst ALLES und möglichst SCHNELL und möglichst FRÜH.

Früh, das ist das Zauberwort. Da stürzen sich die Eltern gerne drauf, lasen sie doch irgendwo, dass Kinder unbedingt früh mit einer Zweitsprache anfangen müssen. Dass Kinder nur dann unbedarft damit umgehen.

Und überhaupt, man vergesse nie den allesumjubelnden Satz: "Watt soll datt schon schaden?"

Zum Glück bin ich ganz ruhig. Ich bin die Ruhe selbst. Ich finde es hervorragend, dass der Kindergarten meiner Töchter sich so engagiert. Gut, sie basteln nicht, sie kneten nicht, sie malen  nicht, sie pampen nicht, aber dafür können die Kinder bald perfekt rechnen und Englisch sprechen.

Ich gehe davon aus, dass wir Lena unmittelbar am Gymnasium einschulen. Die Grundschule schenken wir uns. Was soll das Kind dort auch lernen ?

 

augenBloglich 08.02.2005, 12.47| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

Wer die Wahrheit sucht

 

Die Rezensionen, die ich über das neue Werk von Elizabeth George gelesen hatte, waren größtenteils vernichtend. Schlimme Verrisse bei Amazon, Durchwachsenes auf der krimi-couch und viel Negatives sonstwo in den Weiten des Netzes.

Selbstverständlich hielt mich das nicht davon ab, dieses Buch zu lesen. Ich habe bislang alles von Elizabeth George gelesen und mich immer mehr als gut unterhalten gefühlt. Also nahm ich die 726 Seiten vor drei Tagen lustvoll in Angriff.

Gerade ausgelesen, habe ich das Buch zu den anderen Werken der Autorin ins Regal gestellt und wundere mich nun über die derben Verrisse und die harsche Kritik.

Es gibt nicht viele Autoren, die das Talent besitzen richtig gut zu erzählen. Die neben ihren vielschichtigen Protagonisten eine Reihe von Nebenfiguren so gekonnt in eine Geschichte einfließen lassen können, dass Leben und Lebensumstände unterschiedlichster Menschen kunstvoll ineinander verflochten werden. Ich bin schon der Ansicht, dass Erzählen eine Kunst ist. Es reicht nicht, einfach nur bloße Worte zu Sätzen zusammenzufügen, ein paar Grausamkeiten detailliert zu schildern oder eine bizarre Idee in einen Roman zu pfropfen. Eine Geschichte muss fließen, sich ineiander fügen, den Leser hineinbugsieren, nahezu zaubern in fremde, ferne Welten. In andere Zeiten, an andere Orten und in die Gefühlswelten von Menschen, die so gar nichts mit einem selbst gemein haben oder gerade eben doch.

Elizabeth George kann das. Und sie kann das verdammt gut. Im Vergleich zu den "Rennern" der Thriller Szene setzt sie sich mit leisen, stillen, um so mehr gekonnten Tönen durch und vielleicht ist es genau das, was die Kritik auslöst.

Zu wenig Blut, zu viele Geschichten? Ich würde das Buch nicht spannend nennen. Nicht im Großteil. Es wird - gegen Ende hin - auf rund 20 Seiten unverhofft sehr spannend, aber das ist es nicht, was die Handlung, das Erzählen, die Geschichte ausmacht.

Die Menschen in den Büchern von Elizabeth George entwickeln sich beständig weiter und das ist es, was ich liebe. Mir fehlen Inspector Lynley und Barbara Havers nicht, weil ich mir sicher bin, sie in einem der nächsten Werke wieder finden zu können. Ich hatte auch nicht die Erwartung bluttriefende, ekelerregende Details lesen zu können. Mich fasziniert da viel eher, der nebensächlich geschilderte, geradezu beiläufige Mord eines Sohnes an seinen Vater, der erfolgen muss, zwangsläufig als Konsequenz eines Denkmusters und der in einem Nebenbei geschieht, das erst recht aufmerksam macht.

Es sind die Gedanken und Gefühlswelten der einzelnen Personen, die Elizabeth George perfekt und äußerst eindringlich zu schildern vermag. Das geistige Auge braucht sich nicht sonderlich anzustrengen, um die Menschen, die einzelnen Personen vor einem erstehen zu lassen. Man schlüpft in die Geschichte, ohne einen Übergang zu spüren und allein das beweist das große Talent der Autorin.

Nein, ich würde sie niemals einreihen in die Autoren, deren Anspruch noch ein wenig höher liegt. Ich würde sie jedoch völlig herausheben aus dem derzeitigen Thriller Einerlei dieser Tage und wenn ich mir eine Scheibe abschneiden könnte, vom schriftstellerischen Talent, ich würde dies hemmungslos tun.

Mir hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen. Und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Werk der Autorin!

augenBloglich 07.02.2005, 18.15| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher

Berliner

Ich wurde heute genötigt. Es geschah in der Früh, in einer kleinen, hiesigen Bäckerei. Traditionell gibt es bei uns am Rosenmontag nämlich "Berliner" zu essen. Tarditionell irgnorieren wir ansonsten Karneval. Doch das war nicht das Thema. Die Nötigung. Also gut. Vier Personen. Macht vier Berliner. Die Teile sollten Stück 79 Cent kosten. Das ist ja schon einmal frech - wie ich finde. Darum wurde ich genötigt. Denn 10 Berliner kosteten hingegen lediglich 2,99 Euro. Ich musste nicht mal nachrechnen, dass es sich hier um eine bedeutende Ersparnis handeln muss.

Ich habe allerdings nicht die geringste Ahnung, wer nun die 10 Berliner essen soll!?

augenBloglich 07.02.2005, 10.44| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

*fluch*

Okay, ich arbeite jetzt seit Jahren mit Photo Paint und habe immer noch nicht heraus bekommen, wie man um eine simple Grafik einen Rahmen bekommt!

*fluch*

augenBloglich 06.02.2005, 11.38| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Anleitung zum Unbeliebtmachen in 10 Minuten

Diese Anleitung wurde in jüngster Zeit erprobt und führt zu unbedingtem Erfolg, wenn man sich exakt an die einzelnen Details hält. Bitte lassen Sie auch Kleinigkeiten, wie die Gesichtsmimik, nicht außer acht.

Gehen Sie - erstmalig - zu einem Infoabend in den neuen Kindergarten Ihrer Kinder. Erzählen Sie niemanden, wer Sie sind und auch keinesfalls was Sie beruflich machen. Lächeln Sie dezent und liebreizend jede Mutter und jeden Vater an, der Ihnen dort im Eingangsbereich begegnet und kommentieren Sie das Gedränge und Geschubse an der Tür mit: "Immer mit der Ruhe!" Ignorieren Sie in jedem Fall die hasserfüllten Blicke, die Sie nun von mehreren Seiten treffen.

Betreten Sie den ausgewählten Raum des Infoabends und nörgeln Sie ein wenig murmelnd vor sich hin, wenn Sie feststellen, dass trotz vorheriger schriftlicher Anmeldung Ihrerseits und der anderen Teilnehmer keinesfalls ausreichender Sitzplatz für selbige Teilnehmer zur Verfügung steht und Sie auf einer unbequemen Heizung Platz nehmen müssen.

Harren Sie, nett und unverbindlich lächelnd, der Dinge, die da kommen mögen. Vergewissern Sie sich kurz mittels Ihrer Einladung, dass es an diesem Abend um ein Matheprojekt des Kindergarten gehen wird und beantworten Sie die Frage Ihrer Ihnen unbekannten Sitznachbarin: "Wozu hasse denn die Einaldung mit?"  mit den Worten "Aus Interesse!" Wundern Sie sich an diesem Punkt nicht über das alberne Gekicher Ihrer Sitznachbarin, sondern lächeln Sie weiter unverbindlich in die Runde.

Hören Sie sich im folgenden duldsam und still die Vorstellung des besagten Matheprojektes an. Nehmen Sie gelassen wahr, dass eine einzige Kindergärtnerin an einem Wochenendseminar geschult wurde, den gesamten Stoff des ersten Schuljahres nun in acht Wochen mit den Vier- bis Sechsjährigen Kindern des Kindergartens durchzuarbeiten.

Verkneifen Sie sich in jedem Fall Hustenanfälle, unpassende Lacher und kritische Ausrufe. Hören Sie einfach zu und rollen Sie höchstens mal dezent mit Ihren Augen, wenn die Entzückungsschreie der Miteltern in Ekstase geraten.

Schütteln Sie hin und wieder missbilligend den Kopf, wenn das vorgestellte (tausende von Euro kostende Material) so gänzlich didaktisch vom Ruder läuft, aber bewahren Sie Ruhe. Ignorieren Sie Ihren anschwellenden Hals und unterdrücken Ihre explosionsgefährdeten Gefühle.

Schauen Sie sich einfach an, was Ihre Kinder in den nächsten Wochen alles lernen werden. Nehmen Sie zur Kenntnis, dass es zunächst in die Zahlenhäuser gehen wird. Wundern Sie sich auf jeden Fall leise und nicht lautstark darüber, dass das Einserhaus von zehn Bewohnern bewohnt wird (Schwein, Kuh, Tannenzapfen etc.). Stellen Sie sich vor, wie dementsprechend das Zehner- bzw. gar das Zwanzigerhaus aussehen wird.

Rechnen Sie sich im Stillen den Platzbedarf aus, als Ihnen erklärt wird, dass es zu jedem Haus geometrische Figuren geben wird, die mit 50 cm langen Stöcken zusammen gesteckt werden. Rasten Sie nicht aus, wenn Sie entdecken, dass die "geometrische Figur" vor dem Einerhaus aus einem einfach dahin gelegten Stab besteht. Einem Stab mit zwei Enden, aber das wird selbstverständlich kein einziges Kind irritieren.

Betasten Sie, wie die anderen Eltern,  Würfel, die mit Ziffern beklebt und anhand ihres Gewichtes unterschieden werden müssen bzw. können. Ignorieren Sie die euphorischen Ausrufe und sinnentleerten Kommentare einiger anderer Eltern und stellen Sie sich (nur im Stillen) die Frage, welcher Zusammenhang zwischen einer schweren Sechs und einer leichten Eins besteht. Fragen Sie sich unbedingt (und wieder im Stillen), wie Sie Ihrem Kind später vermitteln möchten, dass sechs Federn leichter sind als ein Goldbarren.

Werden Sie unbedingt ganz ruhig, als man Ihnen mitteilt, dass die Kinder auch direkt mit einem Zahlenstrahl arbeiten. Äußern Sie sich nicht dazu, dass man Ihnen vorführt, wie das Kind auf der Eins zu stehen hat, einen Schritt nach vorne geht, eins zählt und auf der Zwei landet. Stellen Sie fest, dass die Null fehlt, äußern Sie das aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Fangen Sie an mit Ihrer anderen Sitznachbarin, zufällig beste Freundin mit gleichem Berufsbild, heimlich zu tuscheln.

Betasten Sie Ihren anschwellenden Hals als es munter in der fehlerhaft komplizierten Didaktik weiter geht und Sie merken, dass die vorzustellende Dame nicht wirklich den Überblick zu haben scheint. Schlucken Sie einmal schwer, als Sie dann noch erfahren müssen, dass die Kinder auch direkt das Schreiben der Ziffern lernen, ohne Hilfestellung und "so wie Kinder das eben möchten".

Bislang mussten Sie sich relativ passiv verhalten. Am Ende des Vortrages jedoch beginnt langsam aber sicher Ihr Einsatz.

Auf die Frage: "Hat noch jemand eine Frage dazu!" halten Sie zunächst schnell Ihre uferlos rollenden Augen auf, als eine Mutter fragt: "Schaffen Sie das Programm denn bis zu den Sommerferien, dann kommt mein XXX doch zur Schule!" fragen Sie dann mal - ganz höflich - inwieweit das Zahlenlandprojekt auf die gängige Grundschulpraxis abgestimmt wurde? Quittieren Sie die Antwort: "Das weiß ich nicht!" mit einem gekonnten Hochziehen der Augenbrauen. Nun werden Sie höchstwahrscheinlich gefragt: "Sehen Sie da Probleme?" was Ihnen die Gelegenheit bietet, immer noch sehr freundlich, auf die Dinge hinzuweisen, die Sie als problematisch empfinden.

Nehmen Sie daraufhin nur leicht irritiert zur Kenntnis, dass ein aufbrausendes Gemurmel im Saal entsteht und die feindlichen Bicke der anderen Eltern Sie nun massiv attakieren. Beantworten Sie die hysterisch gestellte Frage einer Mutter: "Hast DU überhaupt schon Kinder in der Schule?" wahrheitsgemäß mit "Nein!" und lassen Sie sich dann belehren, dass in der Schule "sowas alles nicht gemacht wird!", "die Lehrer sich kein Stück kümmern", "nur in der Sonderschule mit so sinnreichem Material gearbeitet wird", "die Kinder in der Schule nur Arbeitsblätter heingeklatscht kriegen", "die Null in der Schule auch nicht wichtig ist", "und Du wohl noch nix von Pisa gehört hast".

Lasse die Aufruhr münden in dem von allen anderen bejubelten Satz: "Schaden kann datt unsern Kindern nix!" Gehen Sie in sich und bleiben Sie still. Halten Sie  sich in jedem Fall zurück, überlassen Sie das weitere Argumentieren Ihrer besten Freundin und lächeln Sie wieder nichtssagend.

Fragen Sie eventuell noch einmal kurz nach, ob auch beabsichtigt ist die Rechenzeichen einzuführen und wundern Sie sich nicht als Sie erfahren, dass selbstverständlich mit Minus und Plus agiert wird, aber dass das ja nicht extra eingeführt werden muss.

Fangen Sie  an die Minuten zu zählen, bis Sie hinaus dürfen. Lassen Sie sich noch schnell von einer Mutter belehren, dass sie sich bestens auskenne, da ihre Tochter schon im ersten Schuljahr sei und sie genau wüsste, dass die Kinder in der Schule nur Zahlen hingeklatscht bekämen. Machen Sie sich genau dann noch unbeleliebter durch die Frage:

"Auf welcher Schule ist denn Ihre Tochter?"

Die Antwort der Mutter: "Auf einer sehr guten!" müssen Sie jetzt unbedingt und unachtsamerweise mit "So gut kann die Schule nicht sein, wenn Sie den Kindern nur Arbeitsblätter hinklatscht!" quittieren.

Ich sage Ihnen, spätestens dann sind Sie die allerunbeliebteste Person des Raumes.

augenBloglich 06.02.2005, 08.15| (6/3) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

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Marie
Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25