Melancholie

Ich las neulich ein interessantes Buch über die Melancholie. „Die hohe Kunst der Melancholie“ hieß es und während des Lesens beschlich mich das Gefühl, Melancholie könne durchaus etwas Wertvolles, Bezauberndes, Wunderbares sein.

Ich hatte ganz einfach vergessen, wie es ist, wenn sie sich hinterrücks anschleicht, mit einem Male da ist, sich gleichsam, als möge sie: „Hallo, da bin ich!“ sagen zu mir setzt, obwohl ich sie nicht wirklich eingeladen habe.
Ja und ich hatte in der Tat verdrängt, wie es ist, wenn sie einen in düstere Gefilde zieht, lähmende Untätigkeit als Spur hinterlässt und einen gewissen Zorn entfacht ob ihrer bloßen und hemmenden Anwesenheit.

Natürlich braucht sie keine Einladung und schon gar keinen Grund, um es sich Augenblicke von kürzerer oder längerer Dauer bei mir bequem zu machen. Sie liebt vielmehr den gänzlich überraschenden Moment, um dann mit einem sadistischen Lächeln zuzusehen, wie man versucht, sich ihrer zu entledigen.
Sie hat viel zu tun, die Melancholie, so scheint es, denn selten schaut sie vorbei. Nie ist man gewiss, wann sie kommt, nie, wann sie wieder geht. Einen Zauber vermag sie über Vergangenes zu hängen, schwärzt die Gegenwart mit trüben Gedanken und verschleiert den Blick auf das Morgen.

Während es sich bei Hesse so wunderbar liest, man immer wieder Worte findet, die lebensweisend sind, so erstickt sie doch Phantasie im Keime und der stetige Drang, den ungebetenen Gast loszuwerden macht es schier unmöglich, mit anderen zu kommunizieren.

Unsichtbar ist sie, die Melancholie und den Gast anderen vorzustellen nahezu unmöglich.
Es bleibt, ihr die Hand zu reichen und es ihr so gemütlich wie möglich zu machen, um sich mit ihr auszusöhnen.
Genauso heimlich, still und leise, wie sie sich hineingeschlichen hat, findet sie dann ihren Weg auch wieder hinaus.

augenBloglich 20.04.2012, 18.34| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Umzugsblues

Kinderzimmerfußbodenbeläge werden generell überbewertet. Reiner, puristisch anmutender Estrich mit seiner unbehandelten rauhen Oberfläche ist auch sehr ansprechend und so hätte ich unseren Bauleiter auch wirklich nicht mit diesem entsetzten Blick - offenstehender Mund, unschöner Anblick inklusive - anstarren müssen, als er mir in einem Nebensatz erklärte, die Fußbödenbeläge hingen beim Zoll fest.

Sicher, davon hört man sehr oft, dass Fußbodenbeläge am Zoll festhängen.
Und vier Tage vor dem Umzug ist das auch nicht wirklich ein größeres Problem. Man entsinne sich: Das Zeitfenster ist üppig.
Ich stand kurz davor zu hyperventilieren, als das Wort "Möbeleinlagerung" fiel. Traumatisiert durch den meine Jugend begleitenden Spruch: "Stell dich nicht so an, anderswo sterben Menschen!" hielt ich mein Getue jedoch für reichlich übertrieben und wandte mich zunächst dem Elektriker zu.

Dieser wollte nun von MIR wissen, wie denn die Küchenspots eingebaut werden müssen.
Wir sprechen hier nicht von den Maßen, die wir bereits an die Abkofferung gezeichnet hatten, nein vielmehr über die Tatsache, wie man generell solche Spots einbaut.

Nun, mein freundlicher Hinweis darauf, dass er der Fachmann sei und ich nicht wirklich eine grundlegende Ahnung von Einbaumöglichkeiten von Spots hätte, ich aber davon ausgegangen sei, dass er als Fachmann das wüsste, veranlasste den guten Mann mir mitzuteilen, dass er zwar Fachmann sei, dies aber noch nicht so lange, dass er wüsste, wie man diese Spots einbauen müsste.

Wir fanden nicht wirklich zueinander, wahrscheinlich, weil mich innerlich noch die am Zoll hängenden Fußbodenbeläge beschäftigten, und so fragte ich, wann denn mit dem Abschluss der Elektrofeininstallation zu rechnen sei.
Dies aber, so sprach der noch nicht lang genug ausgebildete Fachmann, könne er nicht abschließend sagen, da wir ja so komplizierte Wünsche wie den Einbau der Küchenspots in die Abkofferung hätten.

Als ich erwähnte, dass wir in vier Tagen einzögen, kicherte der Mann hysterisch und ich wagte nicht, dieses männlich hysterische Kichern zu deuten.

Nachdem ich nunmehr feststellte, dass die Schiebetür, die hätte am Donnerstag der vergangenen Woche eingebaut werden sollen, immer noch den Flur versperrt, aber noch nicht eingebaut worden ist, fragte ich unseren gut durchorganisierten Bauleiter danach.
Heute, so versprach er mir, wird diese Tür noch eingebaut.
Und ich freute mich über diesen kleinen Tageslichtblick, nicht ahnend, dass abends um 20 Uhr immer noch keine Schiebetür eingebaut sein sollte......

Doch ich greife vorweg.
Freuen müssen hätte mich wohl auch die Tatsache, dass vor dem Haus nun wieder ein riesengroßes Loch vorzufinden ist.
In diesem Loch bemühen sich irgendwelche Menschen Schmutz- und Abwasserrohre zu installieren, was man sozusagen zuvor vergessen hatte.

Hinten aus dem, was mal unser Garten werden soll, lächelte mich der monströse, mittlerweile dschungelbewachsene Mutterbodenberg spöttisch an und ich dachte kurz darüber nach, mein Gehalt mit Dschungelführungen ein wenig aufzubessern.

Ich hatte mir einen Überblick über die Lage vier Tage vor dem Einzug gemacht:

* vor dem Haus ein großes Loch, von Pflasterung keine Spur
* im Haus ein Elektriker, der von MIR Hilfe erwartet - oh Gott
* Kinderzimmerfußbodenbeläge beim Zoll, kein Verlegen vor dem Einzug
* dschungelbewachsener Mutterbodenberg im Garten
* Schiebetüreneinbaumensch verschollen


Alles in allem ist das doch kein zu schlechtes Resümee.
Obwohl mir kurz danach war  laut zu schreien oder wahlweise zu heulen, verwarf ich diese Idee als wenig zielführend und führte weitaus lieber ein Gespräch mit dem Kreisgesundheitsamt wegen der töchterlichen Salmonelleninfektion.
Auch der heutige Besuch der Ambulanz wegen des töchterlichen Ambruchs wird da eher eine Abwechslung sein.....

Ich gehe davon aus, dass meine derzeitige Stimmungslage - ich möchte nicht von Stimmungstief sprechen, das wäre untertrieben - zum gängigen Umzugsblues gehört...

augenBloglich 13.12.2011, 05.37| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

In Sekundenschnelle

Ich besitze nicht unbedingt viele Talente, aber die, die ich mein eigen nennen darf dafür in außerordentlicher Qualität.
So bin ich beispielsweise in der Lage - und das in Sekundenschnelle - eine ganze Wohnung in ein undurchdringliches Chaos zu verwandeln.

Falls jemand schon immer den innigen Wunsch verspürt haben sollte, mir dies nachzutun, werde ich sehr gerne beschreiben, wie man vorgehen muss.....

Zunächst fiel mir gestern ein, dass ich bügeln müsste. Ich baute das Bügelbrett auf und umringte es mit drei großen Klappkisten voller Bügelwäsche.
Nun kam es aber so, dass mich der Anblick eben dieser Klappkistenwäsche enorm deprimierte und ich beschloss, Musik anzumachen, damit es ein wenig fröhlicher würde und auf dass meine Stimmung sich erhellte.

Auf dem Weg zum CD Regal, naja, Weg wäre übertrieben, da es genau über dem Bügelbrett hing, dachte ich mir aber dann, ich könnte doch besser sofort alle CDs in Umzugskisten packen.
Beim Versuch, eine CD aus dem Regal zu friemeln, kamen mir etliche hundert entgegen und überfluteten nun Bügelbrett und Boden.
Aufgrund dieser unschönen Tatsache, war ich leider gezwungen, das Bügeln zunächst zu verschieben.

Beim wirklich lobenswerten Versuch, die CDs nun in eine Kiste zu packen, fiel mir als erstes der Soundtrack von "Stadt der Engel" in die Hand und ich wollte nur mal rasch nachsehen, ob wir eigentlich den Film als DVD auch im Hause haben.....

Der Schrank mit den DVDs entpuppte sich jedoch als so interessant, dass ich meine Pläne umwarf und mich nun zuerst den DVDs widmete.
Die Idee, alle DVDs auf dem Boden zu verteilen, hielt ich zwecks Übersichtlichkeit für eine sehr gute und saß ich inmitten eines CD und DVD Meeres und schwelgte in nostalgischen Erinnerungen.

Nachdem die Nostalgie sich dann ein wenig abgenutzt hatte, holte ich einen Müllsack, um alle CDs und DVDs zu entsorgen, die nicht mehr gebraucht werden würden.
Dabei fiel mir auf, dass irgendjemand Erdnüsse im kompletten Schrank verstreut hatte und so wurschelte ich zunächst die Erdnüsse aus allen Ritzen, um diese zu entsorgen.

Ehrlich gesagt ist es mir schleierhaft, wie es geschehen konnte, aber irgendwie gerieten dabei alte Teller ins Rutschen und ich musste sie auffangen, ehe sie am Boden zersplitterten.
Also entsorgte ich nun erst einmal die alten Teller, die kein Mensch mehr brauchen würde und geriet kurzzeitig ins Grübeln darüber, in welchen Müll man  denn diese nun steckt.
Dabei fielen mir meine uralten Leonardo Gläser ins Auge und ich konnte es kaum fassen, dass die nach wie vor in meinem Besitz sind. Nein, waren, denn nun liegen sie in der Altglaskiste.
Also diese Gläser mit den winzig kleinen goldenen Möwen darauf, die zu Zeiten meiner Jugend absolut in waren.
Warum ich all diese Gläser, von denen übrigens keines mehr in Ordnung war, mit allen Sprüngen und herausgebrochenen Ecken und Kanten nicht schon längst weggeworfen hatte erschließt sich mir nach wie vor nicht.

Nachdem ich nun die erste Altglaskiste eröffnet hatte, bot es sich an, an dieser Stelle weiterzumachen und ich entleerte alle seit zehn Jahren auf dem Schrank stehenden und niemals verwerteten Flaschen mit unleckeren alkoholischen Inhalten.

Obwohl ich dazu in die Küche ging, stank die Wohnung anschließend wie eine Eckkneipe um Mitternacht und allein vom Atmen konnte man angeschickert werden.
Dafür war nun bereits die zweite Altglaskiste gefüllt und ich entschied mich eine dritte zu füllen, in dem ich alle Gläser, die der Wohnzimmerschrank zu hergab dort hineinfüllte.
Dabei überfiel mich nicht unbedingt ein Gefühl des Verlustes, da sämtliche Gläser irgendwie nicht zusammen passten, beschädigt waren oder diesen stumpfen Schlierenrand der Spülmaschine aufwiesen, der immer so schön belegt, dass die Besitzer zu faul waren, um mit der Hand zu spülen.

Immerhin hatte ich so in aller Kürze die eine Hälfte des Wohnzimmerschrankes geleert.
Um mich herum sah es mittlerweile so aus:



Mir kam der Spruch in den Sinn, nur ein Genie beherrscht das Chaos und ich setzte mich ersteinmal zu einer kurzen Essenspause an den Tisch, um auf das Genie zu warten.

Glücklicherweise weile ich an diesem Wochenende ja ganz alleine zu Hause, da sämtliche anderen Familienmitglieder sich entweder mit und bei den Großeltern vergnügen bzw. ziemlich auswärts arbeiten müssen.

Der Versuch, das Chaos auszusitzen misslang und ich wetterte kurzzeitig über die nicht anwesende Familie, die Unordnung, den Umzug, das neue Haus und das Leben an sich.

Überhaupt, wieso stand da noch die Suppe von gestern auf dem Couchtisch? Hatte ich meinen werten Kindern nicht immer und immer gepredigt und somit vermeintlich beigebracht, dass sie bitte ihren Kram selber abräumen sollen?

Nachdem ich kurz über die Schwierigkeiten der Erziehung sinnierte, beschloss ich konsequenterweise, die stinkende Suppe zu ignorieren und  stehen zu lassen bis die Esserin wieder daheim wäre, um abräumen zu können.

Allerdings fehlte mir der Tischplatz, da ich ja auch irgendwo noch die DVDs, CDs, das Geschirr und all den anderen Kram sortieren musste.

Ich stakste durch den bemüllten Boden und dabei fiel mein Blick auf unzählige leere Keksdosen. So Weihnachtsgedönsdosen, in die wir eigentlich immer unsere Weihnachtsplätzchen legen.
Da das Backen in diesem Jahr ausfällt, entsorgte ich die Dosen kurzerhand allesamt, was wie immer ein tief befreiendes Gefühl auslöste.

Auf dem Weg zu den Umzugskisten schaute ich noch rasch (mal eben) in die vier Schubladen des Gatten und entschied, den Inhalt komplett und unsortiert in eine Kiste zu packen.
Anders war dies auch gar nicht möglich, da der Inhalt aus ineinanderverschlungenen Kabeln, Drähten, Spielen, Lenkrädern und eben so einem Zeug bestand.
Nahm man ein Kabel hoch, leerte sich die Schublade wie von Zauberhand selber, da sämtliches anderes Gedöns daran hing.
Also propfte ich alles in eine Umzugskiste, die ich selbstverständlich beschriftete:

KRAM

Und natürlich den Namen des Gatten dahinter.
Mir mangelte es an Zeit, mich näher mit diesem Kram auseinanderzusetzen.
Voller Stolz schob ich die erste gepackte Kiste des gestrigen Tages in die Kistenecke.
Dabei kam mir die Idee, eine Kistenecke, eine Müllecke, eine Altglasecke und überhaupt so Ecken in der alten Wohnung einzurichten.

Leider zertrat ich unentwegt irgendwelche CDs und DVDs. Das hatte jedoch den einen Vorteil, dass ich sie sofort entsorgen konnte.
So füllten sich zwar die Müllsäcke, nicht aber unsere Kisten.

Außer natürlich die Altglaskisten:



Nachdem sich nun einmal eine Struktur abzeichnete, konnte ich nach und nach die Ecken füllen.



Während des Einfüllens der verbliebenen DVDs in eine Kiste, fiel mein Blick auf die Gardinen, die eigentlich nicht mit umziehen und ich nahm sie kurzerhand ab. Wusste dann natürlich nicht wohin damit und dachte mir, es sei eine gute Idee, sie zu waschen.
Dabei fiel mir auf, dass seit gestern nasse Wäsche in der Waschmaschine lag, die irgendwie muffelte, also ließ ich die Maschine noch einmal laufen und parkte die Gardinen kurzzeitig auf dem Boden vor der Waschmaschine.
Dies erschwerte zwar den Zugang zum Bad, aber mangels Ausgleichplatz blieben die Gardinen nun vorerst dort liegen.
Im Zuge der Gadinenabnahme füllte ich noch rasch eine Bilder- und Dekokiste. Immerhin befindet sich noch ein einziges Deko Teil in meinem Besitz, ein Riesendickmannkönig, der sozusagen schon alleine eine Kiste füllte.

Es ging voran.
Die Müllsäcke füllten sich zwar schneller als die Kisten, aber bald schon bot sich mir dieses Bild:




Während ich nun gestern voller Stolz diesen Anblick genoss, geht das Grauen nun in potentierter Form weiter, denn die Kinderzimmer warten noch auf mich.

Aber, so lernte ich ja eindringlich in den vergangenen Tagen, unser Zeitfenster ist im Grunde noch sehr groß.......

Gut, zwischendurch müsste nächste Woche nochmal der Armgips des Kindes abgenommen werden, ein paar beruflich bedingte Termine stehen auch noch an und die Kinder müssen - wie immer - geshuttelt werden, aber alles in allem liegen wir gut in der Zeit.
Hey, der Umzug ist doch erst fünf Tagen.


augenBloglich 11.12.2011, 07.17| (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram

Ansichten des Chaos

Da unser Bauleiter wie immer größere Koordinierungsschwierigkeiten hat, musste ich heute morgen um kurz vor sieben den Handwerkern aufschließen. Nachdem ich fast den Zaun unseres Nachbarn umgefahren wäre - man sollte doch besser die Handbremse ziehen, wenn man am Hang parkt - nutzte ich die Gelegenheit um ein paar Chaosfotos zu machen.



Im Flur steht immerhin schon die Schiebetür, die eigentlich gestern hätte eingebaut werden sollen.
Aber auch diesbezüglich haben wir ja, wie man mir mehrfach versicherte, ein ausreichendes Zeitfenster.

Der andere Kram auf dem Boden gehört dem Trockenmaurer oder heißt es Trockenbauer? Jedenfalls baut er gerade noch die Küchenabkofferung, die dann ja noch mit Spots versehen werden und angestrichen werden muss:



Im Wohnzimmer steht alllerei herum, so dass ich mich frage, wie die am Wochenende eigentlich die Grundreinigung vornehmen wollen?



Überhaupt sehen die Wände nicht so gelb aus, wie hier auf den Bildern, da das ursprüngliche sandfarbene Gelb ja bereits wieder überstrichen worden ist.



Ach ja, die Dachbodenleiter wandert jetzt seit Monaten von Zimmer zu Zimmer und steht offensichtlich immer irgendwem im Weg. Ich persönlich hätte ja Abhilfe geschaffen, indem ich sie eingebaut hätte, aber so erklärte man mir gerade, es fehle ein wichtiges Teil.
Gut, das fehlt ja nun ebenso schon seit Monaten und man hätte es sicher bestellen, kaufen oder auftreiben können.

Aber auch hier kam wieder der Hinweis auf das wirklich noch immens große Zeitfenster von fünf Tagen und man versicherte mir, am Einzugstag wäre die Treppe eingebaut.



Die Fugen wurden richtig verfugt, auch wenn das einige nervenaufreibende Diskussionen mit sich brachte.



Die Toiletten haben nun auch die gewünschte Höhe, dafür ein Schränkchen im Elternbad eher nicht:



Ich habe mittlerweile eine diesbezügliche Gelassenheit entwickelt und denke mir grundsätzlich nur noch: "Es gibt Schlimmeres!"
Hier hat es immerhin den Vorteil, dass ich an das oberste Fach komme ohne mich strecken zu müssen und dies vermutlich auch noch im hohen Alter, wenn ich bereits körperlich geschrumpft sein sollte.



Dieses Bad ist übrigens abnehmfreundlich konzipiert worden. Bei Zunahme wird das Zähneputzen ohne Anstoßen des Hinterteils am Wannenrand schon ein wenig schwierig.
Wir haben also an alles gedacht und können nun beginnen, schlank zu werden.





Das Mädelbad hingegen hat eine gewissen Weiläufigkeit.






Natürlich ist das weltschönste Zimmer meines:



Selbstverständlich irren alle jene, die das Zimmer ganz scheußlich finden. Gut, das sind jetzt alle außer mir, aber für den Geschmack meiner Familie fühle ich mich nicht verantwortlich.





Und überall, in jedem Winkel und in jeder Ecke liegt dieser kleisterklebende Staub und Dreck. Man hinterlässt Fußspuren, egal wohin man geht und mir persönlich ist es schleierhaft, wie dieses Haus in fünf Tagen sauber sein soll.

Nicht, dass ich mich groß darum kümmern, würde, das machen Fachleute, aber da ich gerne von meinen Putzfähigkeiten auf andere schließe sehe ich da deutlich schwarz.

Mir fehlen natürlich die Vergleichsmöglichkeiten und ich rede mir nun seit Tagen ein, dass das alles ganz normal ist.

Das Wochenende sollte im Zeichen des Packens stehen, ich warte nur noch eben auf den Motivationsschub.
Irgendwann wird der mich doch wohl ereilen, oder?

augenBloglich 10.12.2011, 08.30| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Inmitten des Chaos

Ich habe beschlossen, das um mich herum ausbrechende und existierende Chaos zu ignorieren, da ich es  - offensichtlich - nicht wirklich ändern kann.

Im Haus geben sich diverse Handwerker - von manchen Berufen hatte ich bislang nie etwas gehört - die Klinke in die Hand und ich stehe immer nur staunend da und frage mich, wie aus diesem Dreckhaufen ein bewohnbares Haus werden soll - zumindest in der knappen Woche, die uns bis zum Umzug bleibt.
Vorrangig ist eines: Dreck und Staub.

Und ich rede von sehr viel Dreck und einer Menge Staub.
Meine ersten Reinigungsversuche haben die Sachlage verschlimmert und so habe ich beschlossen, auch den Dreck zu ignorieren.

Ignorieren ist eine momentan sehr beliebte Praxis, wie ich täglich am Bau erleben darf.
Auch wenn man schriftlich und mündlich exakte Maße vorgibt, angibt und formuliert, neigen einige Handwerker dazu diese zu ignorieren.
Ich passe mich also lediglich den Handwerkern an, in der Hoffnung, dass mir das keine Mehrarbeit beschert, wie beispielsweise den Sanitärmenschen, die unsere Toiletten nicht wie gewünscht auf 47 cm anbrachten, sondern eine auf 40 cm, eine auf 42,5 cm und eine auf 41 cm.

Mein freundlich formulierter Einwand, dass mir bei einer Sitzhöhe von 40 cm, die Knie wohl eher im Auge hängen werden, wurde ebenso ignoriert wie mein Einwand, dass ich Schmerzengeld fordern müsste, wenn ich nicht mehr alleine von der Toilette käme.
In meinem Alter hat man ja gerne auch schonmal Rücken und bei 40 cm merkt man nicht nur den.

Also bauten die netten Sanitärmenschen heute alle drei Toiletten wieder ab, um sie nun exakt auf 47 cm anzubringen.
Nicht, ohne sich zu beschweren, dass das ja eine komplizierte Tätigkeit sei.

Ich habe mich wenig beliebt gemacht, als ich einwandte, man hätte sich genau diese komplizierte Arbeit ja ersparen können, wenn man die Toiletten sofort auf der gewünschten Höhe angebracht hätte.

Ein klitzeklein wenig beunruhigend finde ich ja auch die Tatsache, dass beide Kinderzimmer noch keine Böden haben.
Wir sprechen hier von jenen Böden, die wir bereits im August ausgesucht hatten.
Immerhin wurden die Böden dann doch schon in der letzten Woche ausgemessen und man sagte uns, Dienstag und Mittwoch würden sie verlegt.

In Anbetracht der Tatsache, dass wir am Freitag umziehen werden, erklärte man mir, das Zeitfenster sei noch sehr üppig.

Üppig scheint mir ein sehr relativer Begriff zu sein, aber ich halte es auch da mit dem beliebten Ignorieren.
Immerhin steht die Küche.
Als nicht sehr großer Küchenfreund ist es erstaunlich, dass ich diese Küche schon jetzt liebe.
Wobei es dabei weniger um die Küchentätigkeiten geht, die darin verrichtet werden können, als vielmehr um die Tatsache, dass die Küche einfach schön ist.
Also jetzt in meinem betrachtenden Auge.

Es fehlen noch einige Kleinigkeiten, die hoffentlich in Kürze angebracht werden, aber alles in allem passt es.

Auch das Schlafzimmer steht und passt und die Bäder sind so gut wie fertig.
Am Wochenende wird ein Reinigungstrupp durch das Haus geschickt und ich bin mehr als heilfroh, dass das zum Service dazu gehört und wir die Grundreinigung nicht selber durchführen müssen.
Bei meiner diesbezüglichen Talent- und Motivationsfreiheit wäre dies auch zum Desaster geworden.

Ein weiteres Desaster richtete ich an, als ich heute irrtümlicherweise den Versiegeler für den Türenmenschen hielt.
Da laufen aber auch derart viele Handwerker herum, dass man schnell mal den Überblick verlieren kann.
Der Versiegeler konnte mir meine geistreichen Türenfragen selbstverständlich nicht beantworten, dafür zeigte er mir stolz seine Versiegelungen und wollte von mir wissen, ob ich mit seiner Arbeit zufrieden sei.

Angesichts der Tatsache, dass ich nicht den Hauch eines Schimmers habe, wie eine optimale Versiegelung aussieht, habe ich einfach mal genickt.
Ich meine, so ein Nicken ist ja auch eher unverbindlich und kann alles mögliche heißen.
Vor allem kann MANN mir aber später nicht vorwerfen, ich hätte die Arbeit für gut befunden, wenn sie denn - eventuell - gar nicht gut ist.

Zudem wusste ich nicht einmal wohin genau ich schauen musste. Außer irgendwo am Boden. Was ja eine eher vage Richtungsangabe ist.

Um ehrlich zu sein können mir die Handwerker sowieso werweißwas erzählen, weil ich meistens nicht einmal annähernd weiß, wovon sie sprechen.
Ich versuche immer einigermaßen wissend zu schauen und möglichst nicht zu dümmliche Kommentare abzugeben.

Mir liegt da eher das Einkaufen neuer Sachen für das Haus: Lampen, die schon fast alle hängen, Gardinen und Haushaltskram, Möbel und überhaupt all sowas.

Heute wählten wir dann unser Außenpflaster - es ist ja unglaublich, wie viele Entscheidungen man treffen muss, wenn man so ein Haus baut - in der naiven Hoffnung, dass innerhalb der nächsten Woche nochmal wenigstens die Seite vor dem Haus gepflastert wird.

Schön auch, dass der Riesenberg Mutterboden immer noch hinter dem Haus liegt. Sollte Schnee fallen, haben unsere Kinder zumindest einen eigenen Rodelberg.
Gut, sie radeln entweder ins Wohnzimmerfenster oder in den Gartenzaun, aber man kann eben nicht alles haben.

Alles in allem hat das Ganze jetzt sowieso eine nicht zu stoppende und schon gar nicht durch mich zu lenkende Eigendynamik entwickelt, der ich jetzt einfach auch weiterhin gelassen zuschauen werde.

Nur die 100 Umzugskiste müsste ich am Wochenende füllen...

augenBloglich 09.12.2011, 16.10| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Der Fliesenleger

Der Fliesenleger scheint der irrigen Annahme zu unterliegen, er zöge mit in unser Haus.
Anders lässt sich das Ignorieren unserer Wünsche und das konsequente Fliesen nach seinen optischen Prioritäten nicht erklären.

Die Duschwand im Gäste WC ist eines von vielen Beispielen:



Nachdem wir ihn freundlich darauf hingewiesen haben, dass es sich um Fliesen mit Mosaikcharakter handelt, bei denen später lediglich die roten Mosaiksteine zu sehen sein sollen, wurde der gute Mann zunächst einmal patzig und erklärte uns, das müsste so.....

Und überhaupt verfugt er so, wie er meint, das müsse verfugt werden.
Unser freundlicher Einwand, dass wir ja später in dem Haus leben würden und nicht er und es folglich uns und nicht ihm gefallen müsste, ignorierte er.
Nicht, ohne vorher zu betonen, dass er schließlich der Fachmann sei und die Fliesen müssten so verfugt werden und nicht anders.

Nun haben mich die vergangenen Monate gelehrt, dass es relativ zwecklos ist, mit einigen Handwerkern Dinge ausdiskutieren zu wollen.
Es scheint so, dass die guten Menschen genau wissen, dass sie ihr Geld eh bekommen (über den Bauträger) und Höflichkeit, Freundlichkeit, Kundenorientierung sind noch nicht unbedingt bei jedem Handwerker angekommen.
(Glücklicherweise gibt es Ausnahmen!)

Also fuhren wir noch einmal in den "Fliesenladen", der sinnigerweise auch noch das Wort "Paradies" in seinem Namen trägt, um uns zu vergewissern, dass die Mosaikfliesen so verfugt werden sollten, dass man eben nur die roten Steine sieht.
Man bestätigte uns dies in dem Laden, zeigte uns nochmal eine Wand mit ähnlichen Steinen und wir waren beruhigt.

Nun sind wir also seitdem beruhigt, aber unsere Wand sieht nach wie vor aus wie oben.
Bauleiter und Fliesenleger wurden nun mehrfach informiert, allein, es geschah bislang mal genau rein gar nichts.

Wahrscheinlich kann der gute Fliesenleger sich einfach nicht überwinden ganz gegen seinen ureigenen, persönlichen Geschmack zu verfugen.
Selbiges im Elternband, wo mein nett vorgetragener Wunsch, die Unterwand der Badewannenseite noch mit einem Zierstreifen zu versehen helle Empörung auslöste.
Dann, so sagte uns der gute Mann, müsse er ja Fliesen schneiden.

Nun, ich kenne mich nicht wirklich aus, da ich mir noch nie weitere tiefergehende Gedanken über das Berufsbild des Fliesenlegers gemacht habe, aber ich unterlag bislang der Annahme, das genau sei sein Job.

Noch sind es ja sechs Wochen bis zum Einzug. Ein bisschen Zeit bleibt ja noch....

augenBloglich 06.11.2011, 09.20| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

So langsam wird es....



Fast fertig verputzt und mittlerweile gar mit Haustür versehen, hat man so langsam das Gefühl, es wird was....




Die falsch gelieferte Treppe wurde mittlerweile auch ausgetauscht:







Der Fliesenleger hat die Wände der drei Bäder bereits gefliest und die Heizung läuft.



Mädchen Dusche





unser Bad



Gäste Bad

Mittlerweile macht es wieder Spaß ins Haus zu gehen und die Feinplanungen vorzunehmen.

Zwischenzeitlich fand ich es recht grauslich als der Innenausbau begann.


 

augenBloglich 30.10.2011, 18.46| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Der sieben Wochen Countdown

Nachdem der Umzugstermin nun feststeht, fiel mir siedend heiß auf, dass es nur noch sieben Wochen hin sind bis zu genau jenem Tag.
Sieben Wochen, in denen hier einiges geschehen muss, um den Umzug so reibungslos wie möglich vonstatten gehen zu lassen.

Einhergehend mit dem Hausbau habe ich mich entschlossen, gnadenlos zu entrümpeln und nur so wenig wie möglich mitzunehmen.
Mich von Altem zu trennen, um Platz zu schaffen für Neues und im Zuge dieser Entrümpelung einfach Lebensballast abzuwerfen.

In vielerlei Hinsicht.

In praktischer Hinsicht sieht das so aus, dass ich bei meinen Büchern begonnen habe.

















Nachdem ich versucht hatte, die teilweise sehr gut erhaltenen und aktuellen Bücher mehreren Bibliotheken zu spenden, diese aber im Vorfeld eine Liste haben wollten (mit Titel, Autor und Erscheinungsjahr), habe ich mich entschlossen, den kürzesten und für mich einfachsten Weg zu wählen und die Bücher morgen zur Deponie zu bringen.

Ich befürchte, ich bekomme den Anhänger noch einmal voll.....

Die Bücher, die mir sehr am Herzen liegen, gebe ich nicht her und die sind bereits in fünf Kisten verstaut.



Aber nicht nur die Bücher müssen weichen, auch sämtlicher anderer in Laufe der Jahre angesammelter "Kram" geht gnadenlos zur Deponie.

Nahezu täglich konnte ich in der vergangenen Woche viele Säcke wegbringen und man stellt sich unweigerlich die Frage, ob man jahrelang im Müll gelebt hat?






Mit jedem Abtransport fühle ich besser und befreiter.

Ich habe Kisten und Kästen genommen und ohne weiteres Durchsehen entsorgt. Beginnt man erst einmal mit dem Durchsehen, findet man grundsätzlich immer etwas, von dem man nicht weiß, ob man es nicht doch noch einmal brauchen könnte....

Und letztlich landet es nur wieder in einer Kiste und wird nicht gebraucht.

Es hat etwas Klärendes, sich von alten Dingen zu befreien und ich hoffe, dass es mir gelingen wird, mein Vorhaben in der nächsten Woche zuende zu führen....




augenBloglich 30.10.2011, 17.50| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Der Handwerkerfurz

Zu behaupten, ich kenne mich mit handwerklichen Gepflogenheiten aus, das wäre vermessen. Mag also sein, dass es durchaus zum im wahrsten Sinne des Wortes duften Umgangston gehört, mitten im Gespräch derart laut und anhaltend zu furzen, dass  man Sorge hat, der Neubau könne einstürzen....



Ich wollte mich gerade dem Fenster einbauenden Handwerker vorstellen und kam genau bis: "Mein Name ist Schä......." Der Rest meiner Vorstellung ging allerdings in einem satten, lauten Furz - hier kann man wirklich nicht mehr von Pups reden - unter und ich hatte Mühe meinen  vor Erstaunen offenstehenden Mund zu schließen.

"Hoppla!" entfuhr es mir - eine ausgesprochen geistlose Bemerkung, aber angesichts des mich bereits umwabernden Gestankes (der Herr hatte eindeutig Ei zum Frühstück) fand ich meine Reaktion noch einigermaßen  erträglich.

Es folgten offensichtlich nötige Nachflatulenzen und ich geriet zunehmend in ein Stadium der Fassungslosigkeit.
Mein Gegenüber fand aber seine furchterregenden hintertürlichen Ausdünstungen wohl eher normal und fachsimpelte munter über das Verglasen weiter.

Ich machte mir bei der weiteren Begehung keine nachhaltigen Sorgen mehr über beschlagene Scheiben.
Ich kannte ja nun die Ursache.....


augenBloglich 23.08.2011, 18.28| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Es tut sich was...

Auch wenn es hier im Blog so ausschaut, als täte sich nichts, hat sich in den vergangenen drei Wochen eine Menge getan.

Momentan sieht das Haus so aus:





Die Fenster wurden eingebaut, das Dach gedeckt, die Bodenplatte abgedichtet.
Es fehlen vier Fenster, die wir nicht in glasklar sondern einem Glasmuster bestellt haben.
Die elektrischen Rollos sind mit den Fenstern eingebaut worden und wir haben uns drei Stunden mit dem Elektriker die Zeit vertrieben, um festzulegen, wo welche Steckdose und welcher Schalter hin soll.

Die Installateure verlegen momentan die Rohre. Unten im Gästebad sieht das schon aus:




Überall stehen und liegen nun hübsche Rohre herum:



Und es beginnt nun der Zeitpunkt, wo ich Mängel oder Fehler wirklich nicht mehr selber entdecken kann.
Gut, die fehlende Tür im Kinderzimmer zu bemerken, das war jetzt keine große Kunst.
Bei den Installationen fehlt mir jedoch wirklich jeglicher Plan und ich bin mittlerweile sehr froh, dass wir uns einen Sachverständigen an die Seite geholt haben.
Bei der letzten Begehung fand er einige Mängel, die wir im Dachstuhl niemals entdeckt hätten und die aufgrund seiner Intervention sofort behoben wurden.

Was wirklich extrem anstrengend und auch nervtötend ist, ist die Tatsache, dass man auf Angebote der Handwerker - sofern man den Standardbereich verlassen möchte - wochenlang warten muss.

Ein durchweg positives Erlebnis hatten wir jedoch am vergangenen Wochenende. Wir fuhren zur Bemusterung der Innentreppe und erstmalig konnte uns der Berater schlagmals sagen, wie viel unsere Wünsche zusätzlich kosten würden.
In zehn Minuten waren wir fertig.
So muss das gehen.

Der Badezimmermensch aber, den wir am Samstag aufsuchen werden, kündigte schon an, wir müssten bei drei Bädern mit mindestens drei Stunden rechnen....

Als ich ihm sagte, ich wolle nicht seine ganze Firma kaufen, erklärte er mir groß und breit wie wichtig Bäder seien und das dies ja praktisch eine Investition fürs Leben sei.

Ich bin mir nicht sicher, ob er auch von Waschbecken, Toiletten und Wannen sprach.
Nun gut, aber das kennen wir ja nun schon vom Türenmenschen, dessen Angebot übrigens von vorne bis hinten nicht mit unseren Absprachen übereinstimmte.

Kommentar des Chefs der Firma: "Ach ja, kann sein, ich habe nämlich nicht verstanden, was mein Mitarbeiter mir da aufgeschrieben hat!"

Sehr vertrauenserweckend.
Ich bin schon jetzt gespannt, welche Türen uns eingebaut werden.....

Ich nehme an, Svarowski lässt grüßen.





augenBloglich 23.08.2011, 18.15| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Richtfest

Da ich als Gastgeberin eine absolut unterdurchschnittliche Niete bin, war ich nervös. Nervös vor diesem Richtfest. Natürlich hatte ich alles organisiert und geplant und eingeladen und getan, aber die Tatsache, dass mich Feste, zu denen ich einlade immer nervös machen, trug dazu bei, dass ich neben mir stand.
Hinzu kam die Tatsache, dass am Morgen des Richtfestes - also am 3.08.2011 - noch rein gar nichts von einem gerichteten Dachstuhl oder Holz oder Zimmerleute oder sonstwas zu sehen war.....

Gut. Ich meine, zu ändern war es nicht und so tat ich einfach so, als sähe ich schon ansatzweise das, was mal der Dachstuhl werden sollte und organisierte weiter.

Was morgens um 9 Uhr noch traurig aussah, zeigte sich pünktlich um 16 Uhr dann aber doch so:



Man unterschätze niemals die Zimmerleute.....

Nach einem netten Richtspruch, nur die Schwiegermama erbarmte sich des Schnapses, kam auch ich nicht um das Nageln herum.



Überraschenderweise gab es keine Verletzten. Meine anschließende Ansprache zu den Gästen erwies sich als kurz und knapp:
Ich dankte fürs Kommen und verwies aufs Essen.

Der Rest rauschte aufgrund meiner Anspannung an mir vorbei. Ich kann nur hoffen, dass sich alle einigermaßen vergnügt haben.

Viele nette neue Nachbarn haben wir kennengelernt und ich habe gefühlte hundertmal unsere Räumlichkeiten erklärt.

Alles in allem habe ich mich hinterher gefragt, warum ich vorher eigentlich so nervös war?

augenBloglich 23.08.2011, 17.57| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Du hast immer die Wahl...

Wenn schon Richtfest, dann auch ein schönes. Das war unser Gedanke und so haben wir geplant und organisiert und eingeladen und gelesen......

Über kleinere Baupannen, wie die fehlende Tür oder aktuell eine mit einem Sturz versehene Einbuchtung für einen Rollokasten haben wir bislang munter hinwegsehen können, da ja ansonsten alles zügig und sorgfältig lief.

Nur die Sache mit dem Richtfest, also die scheint ihre Haken und Tücken zu haben.
Als ich letzte Woche unseren Bauleiter anrief und fragte, wann denn wohl das Richtfest sei, musste der sich erstmal mit den Zimmerleuten in Verbindung setzen.
Das tat er und nach mehreren Telefonaten hieß es also Mittwoch.

Nun ist Mittwoch heute.
Die lieben Freunde, Verwandten, alte und zukünftige Nachbarn sind eingeladen.
Für reichlich Essen und Getränke ist gesorgt, das Wetter soll mitspielen, nur.....
.... als wir gestern Abend Bierzeltgarnituren zur Baustelle brachten, sahen wir voller Entsetzen, dass sich rein gar nichts getan hat.
Ich meine nichts im Sinne von: GAR NICHTS.
Keine Zimmerleute in Sicht, kein Holz....

Nun hörte ich jedoch noch nie von einem Richtfest ohne gerichteten Dachstuhl.
Wahrscheinlich werden wir die ersten Menschen sein, die ein solches feiern müssen.

Nachdem mich eine kurzzeitige Panik übermannte, entschloss ich mich, es mit Humor zu nehmen.
Du hast immer die Wahl, Energie und Nerven in unnötige Aufregung zu investieren oder eine Sache so anzunehmen, wie sie nunmal gerade ist.

Wir feiern, ob mit oder ohne Dachstuhl, mit oder ohne Zimmerleute.
Machen wir halt eine Rohbauparty.

Oder so.
:-)


augenBloglich 03.08.2011, 07.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Absprachen und warum sie unsinnig sind

Man erinnere sich noch an den schweißtreibenden Besuch beim Innentürenmacher unserer Wahl. Lang und breit und in epischer Länge sowie mit der nötigen Penetranz entschieden wir uns für Türen und Klinken und Zargen und Griffe.
Der gute Mann schrieb sich all unsere Wünsche und Entscheidungen penibel auf, um uns wenige Tage später ein Angebot zu mailen, das eben selbige Wünsche und Entscheidungen gar nicht berücksichtigte.
Immerhin, man muss das Positive sehen, blieb es bei weiß lackierten Türen.

Als wir uns heute also erneut aufmachten, den Innentürenmacher aufzusuchen, konnte der sich schon gar nicht mehr erinnern, dass wir rechteckige statt ovale Griffe in der Schiebetür haben wollten und dass der Rahmen aus Alu statt aus Holz sein sollte, war auch bereits wieder in Vergessenheit geraten.

Wir erinnerten noch rasch an die drei Bäder und dass wir so ein Drehgedöns statt eines Schlüssels in diesen Räumen haben wollen und der Innentürenmacher war ganz verwirrt, weil er auch dies nicht mehr in seinem Angebot wiederfand, dafür drei Rosetten.
Rosetten.

Erst dachte ich ja, diese Drehdinger heißen Rosetten, aber Rosetten scheinen rein türmäßig doch etwas anderes zu sein.
Ich kann das jedoch nicht genau wiedergeben, da ich spätestens bei der epischen Erklärung zur Dehnungsfuge im Estrich abschaltete.

Dafür gefiel uns heute dann doch mal direkt eine andere Klinke, es gibt ja auch nur Hunderte zur Auswahl, und wir warten nun gespannt, was von unseren Wünschen nun im zu aktualisierenden Angebot denn zu finden sein wird.

Unsere Küche wurde kurz vor Unterzeichnung des Kaufvertrages auch auf einmal altweiß statt magnolie, aber bitte, wir sind nun schon - spätens seit der zugemauerten Tür - darauf spezialisiert alles zu kontrollieren und zu hinterfragen und wir erinnern die anderen immer wieder gerne daran, was wir gerne hätten....

Apropos hätten. Ich hätte ja nun gerne ein eigenes Zimmer für mich allein und dieses hat nach Beendigung der Maurerarbeiten nun auch schon sichtbare Formen angenommen:



Nicht groß, aber meins und es wird so schön werden, dass der Rest der Familie schon jetzt angekündigt hat, den Raum niemals zu betreten.
Nur weil ich ihn knallpink und fliederfarben streichen lasse.

Gewusst wie.
Ich werde die himmlische Ruhe genießen.

augenBloglich 30.07.2011, 14.17| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Dies wäre ihre Tür gewesen

Heute morgen, recht früh, fuhr ich zur Baustelle, um die Maurer zu fragen, wo denn wohl die Tür zum zweiten Kinderzimmer ist.
Auf meine freundliche Frage, schauten mich die beiden Herren verdutzt an und waren sich dann auch nicht mehr sicher, wo denn eigentlich wohl die Tür hin gemusst hätte.
Da ich die Baupläne dabei hatte, zeigte ich ihnen, dass es eine Mauer zu viel und eine Tür zu wenig gibt.
Ja, das sah man ein, da hätte man sich wohl irgendwie vertan.

Ich habe da vollstes Verständnis für, denn ich vertue mich schließlich selber auch sehr gerne in allen Lebensbereichen.
Und so eine halbe Mauer ist ja sicher auch schnell wieder abgerissen oder was immer dort jetzt geschieht.

Ich kann das Kind nun trösten, es muss ich doch keinen Rapunzelzopf wachsen lassen.

Da ich schon einmal da war, fragte ich auch gleich mal nach, wie denn so der Zeitplan aussähe.
Heute oder morgen werden die Maurer fertig, dann kämen die Zimmerleute.

Oha, bei Zimmerleuten läutete es direkt bei mir und ich hatte etwas von Richtfest im Ohr.
Nun wüsste man ja schon sehr gerne, wann das Richtfest in etwa stattfinden kann.
Also rief ich bei unserem Bauleiter an, der sich nun mit den Zimmerleuten in Verbindung setzen wird, um mich anschließend wieder zu informieren.
Bisschen kompliziert, das Prozedere.

Auch gut fand ich ein Telefonat mit dem Schreiner, der unsere Haustür anfertigen wird.
Ich bat um einen Termin, am liebsten am Samstag.

"Das geht nicht. Ich baue selber und bin Samstag auf meinem Bau."

"Ginge es denn am Freitag Nachmittag?"

"Nein, ich muss mein Dach abdichten!"

Ja, es scheint mir auch, als hätte der Gute etwas abzudichten. Wir konnten uns dann aber doch auf einen Freitag Termin einigen.

Der Innentürmensch, ich sag nur Svarowski, meldet sich direkt gar nicht mehr.
Ich nehme an, wir waren ihm zu anstrengend.

Heute geht es dann erstmal zu einer anderen Baustelle, ein wenig streichen, denn mein neuer Klassenraum muss ein wenig aufgehübscht werden.



augenBloglich 25.07.2011, 12.19| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Irritationen

Mittlerweile weiß ich also, dass diese sonderbaren Spalten der Dachkonstruktion dienen werden und nicht auf eine mögliche Umnachtung der Maurer zurückzuführen sind.




Ein Blick in die Konstruktionspläne gab Auskunft.

Nachdem sich die eine Irritation schnell klären ließ, wartete jedoch die nächste Irritation auf uns:



Dies wäre ihre Tür gewesen.
Also die Tür der Tochter, die Tür zum zweiten Kinderzimmer.
Warum auch immer da nun eine Mauer steht, eigentlich sollte dort die Kinderzimmertür hin.

Vielleicht gibt es logische Gründe, warum da jetzt diese halbe Mauer steht, allerdings würde mir kein einziger einfallen.

Die Pläne zeigen an dieser Stelle sehr deutlich die Tür und ansonsten hätte das Zimmer auch gar keinen Zugang.

Die Vorstellung, der vorpubertären Tochter mal die Tür zu verriegeln hat durchaus seine Reize, aber eine Kompletteinmauerung hatten wir sicherlich nicht vorgesehen.

Nun weiß ich auch, warum ich Ferien habe.
Montag morgen muss ich dann doch wohl die Maurer fragen.....

augenBloglich 23.07.2011, 17.16| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Glastür

Nachdem wir beim Türenkauf bzw. Aussuchen der Innentüren nicht so wirklich glücklich waren, haben wir eine Tür aus der Bauleistung herausgenommen und uns selber auf die Suche begeben.

Das Internet wies uns rasch darauf hin, dass hier in unmittelbarer Nähe eine Firma ansässig ist, die Glastüren vertreibt.
Dort waren wir gerade und kompetente Beratung und eine interessante Ausstellung haben den Besuch lohnenswert gemacht.
So kann es also auch gehen.

Entschieden haben wir uns für eine Pendeltür.


Foto: www.glaserei-werner-marburg.de

Details wie das Glasmuster und das Design des Griffes schweben uns auch schon vor.
Obiges Design kommt dem unseren schon sehr nahe.

augenBloglich 23.07.2011, 13.03| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Eine Woche auf dem Bau.......

Und schon ist wieder eine Woche herum.

Am Mittwoch, 13.07.2011 wurde bereits die Erdgeschossdecke gegossen. Wieder dabei der unabhängige Sachverständige, der aber diesmal sehr zufrieden war und keinerlei Mängel entdecken konnte.




Besonders wichtig: Der Wäscheschacht!




Bereits am nächsten Tag begannen die Mauerarbeiten in der 1. Etage.





Sonderbare Ausblicke:













Am Montag, 18.07.2011 begab ich mich dann mal mit Frau Möhrengemüse auf die Baustelle. Frau Möhrengemüse, ihrerseits sportlich, durchtrainiert und nicht mit Leiterängsten behaftet, war ruckzuck in der ersten Etage, während ich erstmal dauerhaft die Leiter begutachtete.

Ich meine, so ein zusammengeschustertes Teil ist wenig vertrauenserweckend und ehe ich mich mit all meinen Kilos darauf wage, das kann schonmal dauern....













Als ich es einmal hinauf geschafft hatte, musste Frau Möhrengemüse erstmal meine ausschweifenden Erklärungen zu sämtlichen noch nicht erkennbaren Räumen aushalten.
Anschließend verfiel ich in die Lamentiererei über die Größe der Räume.

Alles sieht viel zu klein aus.....

Frau Möhrengemüse ertrug mich und meine Ausschweifungen tapfer, ehe es wieder bergab ging.
Bergab gehen sollte.

Also ich meine, Frau Möhrengemüse war schnellstens unten, während ich so irgendwie keinen Zugang zur Leiter fand.
Man müsste sich ja quasi in der Luft drehen und dann rückwärts herunter steigen.
Dazu, so sagte mir mein Verstand, würde man aber ein sehr gutes Körpergefühl und vor allem den Hauch von Balance verspüren.
Ich verspürte vieles, aber selbiges nun nicht gerade.
Also stieg ich nicht auf die Leiter.

Frau Möhrengemüse wurde minimal ungeduldig, stand sie doch unten zwischen all diesen Eisenteilen und wartete.....
Und wartete....
Und wartete....

"Komm jetzt runter!", rief sie mir zu, aber das rief sich auch sehr leicht, wenn man sportlich und mit ausreichend Körperbeherrschung ausgestattet ist.
Im Grunde eine Frechheit, mir so etwas zuzurufen.
Ich rief irgendwas zurück. Kann sein, dass es wenig freundlich war, aber immerhin hing ich bereits mit einem Fuß vage in der Luft.
Nicht lange, ich zog ihn schnell zurück, aber ich kann keine gepflegte Koversation führen, wenn ich überlege, wie ich mich abseilen könnte....

Der Weg über das Außengerüst fiel mangels Leiter aus und so haderte ich noch kurz mit dem Schicksal, ehe ich irgendwann den folgenschweren Schritt wagte und - man glaubt es kaum, wenn man mich kennt - unversehrt unten ankam.

Im Grunde hätte mich tosender Applaus empfangen müssen und nicht eine gänzlich uninteressierte Frau Möhrengemüse auf der Suche nach einem Feuerzeug.

Baustellenbegehungen mit Frau Möhrengemüse sind immer sehr unterhaltsam und so trug ich ihr den fehlenden Applaus auch nicht nach.

Dienstag und Mittwoch kam ich tatsächlich nicht dazu, zur Baustelle zu fahren.
Erst heute wieder und da sah es dann so aus:
























Selbstverständlich habe ich die Teufelsleiter heute problemlos bezwungen.
Auch, wenn es wieder keinen Applaus gab.....

augenBloglich 21.07.2011, 20.06| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in:

Küchenkauf

Eine Küche ist eine Küche und somit für mich nicht weiter wichtig. Obwohl ich für mein Leben gerne esse  - man sieht es mir an - neige ich eher weniger dazu, zu kochen.
Im Grunde koche ich nur, weil meine Kinder ein Anrecht auf warme Mahlzeiten haben.
Dem komme ich nach, damit ich nicht gänzlich zur Rabenmutter werde.

Ansonsten ist die Küche ein sträflich vernachlässigter und missachteter Raum in unserer jetzigen Wohnung.
Im neuen Haus wird natürlich alles anders.
Die Küche wird ein Hingucker, ich koche weiterhin ungern, habe aber dann einen Tresen, an dem ich sitzen kann, um die jenigen zu beobachten, die kochen werden.
Diese jedoch müssen sich erst noch finden.

Ich hatte mir das so vorgestellt. Ich sitze, mehr oder weniger elegant, auf einem dieser lässigen Barhocker und genieße ein Glas Wein. Währenddessen führe ich eine gepflegte Konversation mit dem Gatten, der da an der Kochinsel vor mir kochen wird.

Der Gatte jedoch sagt: Dann kocht er nicht.

Er geht noch weiter und behauptet, meine unsachgemäßen Bemerkungen würden ihn irritieren.
Ich weiß nicht, welche Bemerkungen er meint, denn zum Kochen kann ich genau gar nichts sagen.
Aber vielleicht ist es ja genau das, was meine Bemerkungen unsachgemäß werden ließe.

Ich schweife ab, dabei wollte ich vom Küchenkauf berichten.

Im ersten Küchenstudio war ich begeistert. Das lag wahrscheinlich daran, dass es neu eröffnet wurde und Häppchen und Sekt gereicht wurden.
Der Verkäufer hätte mir höchstwahrscheinlich eine Eiche rustikal Küche andrehen können.
Glücklicherweise kam es nicht so weit.

Im zweiten Küchenstudio war ein Verkäufer, der mir mitteilte, ich hätte aber einen sehr subjektiven Geschmack.
Ich konnte ihn davon überzeugen, dass es ja rein subjektiv gesehen auch um meine Küche gehen würde und ich deshalb auch einen subjektiven Geschmack haben dürfte.
Wir kamen nicht zueinander, weil er mir so einen ollen Karusselschrank andrehen wollte, obwohl ich klar gemacht hatte, dass das in meiner Küche ein absolutes geht-gar-nicht-Element sei.

"Aber die sind doch so praktisch!"

Sicher, in anderen Küchen vielleicht, nicht in meiner.

Das dritte Studio musste der Gatte allein besuchen, da ich schon keine Lust mehr hatte.
Solche Entscheidungen muss man schnell treffen. Ich habe weder Lust noch Zeit, mich wochenlang mit Küchen auseinanderzusetzen.
Studio 3 verkauft wohl nicht gerne und meldete sich nie mehr bei uns......

Rein zufällig landeten wir dann in einem wunderbarn Küchenstudio mit einem Berater, der wirklich beriet.
So wurde denn aus meinem Vorsatz: Ja keine grifflose Küche meine Überzeugung:
Oh, wie prima, wir nehmen eine grifflose Küche.
Endlich mal jemand, der sein Handwerk verstand.

Ich überließ der Wahl der Elektrogeräte dem Gatten und bestand lediglich auf eine wunderbare, da optisch nette Keramikspüle mit so einem firlefanzigen Ausziehwasserhahnduschteil.

Braucht kein Mensch, macht aber eine Menge her.
Wenn ich ehrlich bin ging es mir nur um die Kochinsel, die Theke daran und die Barhocker.
Und die bekommen wir nun.

Die Küche wird also ein wahrer Hingucker und wer mag, darf auch darin kochen.
Ich buche schon jetzt einen Dauerplatz auf einem der Hocker.
Vielleicht wäre ich sogar bereit, nichts zu sagen, um den Koch nicht mit meinen unqualifizierten Bemerkungen unnötig abzulenken.
Das kostet dann aber mehr als ein Gläschen Wein....

augenBloglich 16.07.2011, 20.54| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

ferienreif

Kurz vor den Ferien neige ich dazu ferienreif zu werden. Man merkt das an winzigen Kleinigkeiten.
Gestern zum Beispiel erklärte ich meiner weltliebsten Freundin, Frau Möhrengemüse, am Telefon auf ihre Frage, wo ich denn sei:

"Links geht es zum Schwimmbad, geradeaus geht es nach rechts!"

Präziser hätte ich nicht darlegen können, wo ich mich gerade befinde.

Heute nun, in trauter Fortbildungsrunde, habe ich zunächst eine andere Teilnehmerin mit meinem zierlichen Popo vor einen Tisch gestoßen.
Dies hatte zur Folge, dass eine Wasserflasche vom Tisch fiel, zerbrach und der Inhalt sich in die Tasche einer weiteren Teilnehmerin ergoss.
Während ich nun eilfertig zu besagter nasser Tasche eilte, trampelte ich unterwegs erstmal die Füße eines anderen Teilnehmers platt.

Anschließend verlief eine ganze Stunde ohne weitere Vorkommnisse, ehe ich beim Mittagsbuffet einen Ärmel in der Salatsauce hängen hatte.
Das an sich wäre nicht weiter tragisch gewesen. Es handelte sich schließlich um meine Bluse und die kann ich ja beschmutzen, wie und wann ich mag.
Nicht, dass ich mögen würde, aber rein theoretisch kann ich ja, wenn ich mag.

Nun ist es ja so, dass ich beim Sprechen zum Gestikulieren neige.
Meistens kein Problem, außer dass es andere amüsiert.
Wenn man aber, so wie ich heute Mittag, eine Kelle mit Cocktailsauce in der Hand hält, dann in einen Wortschwall ausbricht und dabei in das erwähnte Gestikulieren verfällt,
kann es geschehen, dass die Sauce sich weitflächig im Speisesaal des Nobelhotels verteilt und unterwegs Hinterlassenschaften auf alle hinter einem Anstehenden hinterlässt.

DAS hat schon etwas maximal Peinliches und ich entschuldigte mich damit, dass ich wirklich ferienreif sei....

Frau Möhrengemüse würde nun in die Runde werfen, dass dies mitunter auch fernab jeder Ferien geschehen könnte, aber selbstverständlich wäre das eine maßlose Übertreibung.

Maßlos!


augenBloglich 13.07.2011, 19.41| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram

Baustelle gestern und heute

Gestern wurden die letzten Erdgeschossmauern vollendet:










Heute wurde eingeschalt (oder wie man das nennt):











augenBloglich 12.07.2011, 20.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Der Trockner, das Fenster und die Sache mit dem Zeitverständnis

Unser Trockner wird geknechtet.
Als Verfechterin des Allesindentrockerschmeißprinzips stehe ich jenseits aller Energiesparmöglichkeiten und Kleidung wird nur noch nach dem Kriterium trocknergeeignet ausgesucht.
Zum einen fehlt uns der Garten zum Trocknen im lauen Lüftchen, zum anderen aber auch die Lust des Auf- und Abhängens.
Oder nein, das klingt jetzt so, als sei ich Schuld an der Klimakrise.
Natürlich mangelt es lediglich nur an Zeit, die Sache mit dem Auf- und Abhängen regelmäßig zu praktizieren.

Nun ist der geknechtete Trockner kaputt.
Seit Monaten.
Wie es sich für ein teures Elektrogerät gehört, ging er unmittelbar nach der Garantiezeit kaputt.

Ein Trocknermensch kam, reparierte und nahm eine Menge Geld von uns.
Allein: Der Trockner trocknete immer noch nicht.

Der Trocknermensch kam, säuberte irgendwas und versprach, nun würde alles gut.
Allein: Es wurde nicht alles gut.

Ein anderer Trocknermensch kam, säuberte den Trockner und versprach, dass nun alles wieder perfekt trocknen würde.
Allein: Nichts trocknete.

Da kam der erste Trocknermensch noch einmal und verkündete, ich müsse halt beim Trocknungsvorgang das Fenster sperrangelweit öffnen.....

Das war der Moment, wo der Gatte mir die Verantwortung entriss und mal mit dem Trocknermenschen sprach.

Dieser kam also erneut, säuberte irgendwas (Ich wusste nicht, was man da alles so säubern kann) und sprach alsdann, er wäre mit seinem Latein am Ende.

Wir trockneten derweil im Wohnzimmer, auch schön.

(Übrigens werden die Handtücher steinhart, wenn man sie auf so einen Eumel von Wäscheständer hängt - aber das nur am Rande!)

Der Gatte fuhr also mal zur Trocknerfirma und sprach mit einem Trocknerchef.
Daraufhin wurde der Trockner vor zehn Tagen abgeholt und man versprach, wir bekämen ihn in zwei, drei Tagen zurück und natürlich würde er dann wieder trocknen....

Heute also ist der große Tag.
Ein weiterer Trocknermensch, ich habe den Überblick verloren, sprach, ich möge bitte um 14.30 Uhr zu Hause sein.
Also beeilte ich mich, sagte Termine ab und war um 14.30 Uhr zu Hause.

Allein: Kein Trocknermensch weit und breit.
Ich habe ja persönlich nichts gegen diese ganzen Trocknermenschen, sofern sie den Trockner denn endlich wieder zum Trocknen bringen würden, aber mein Zeitverständnis scheint ein anderes zu sein.

HALT.
Da klingelt es.

"Soll der etwa nach oben?"

"Ja, bitte."

"Hat uns keiner gesagt!"

Und schon steht unser wunderbarer Trockner wieder hier.
Allein: Im WOHNzimmer.
Nun ist es so, dass bei uns das Wohnzimmer Wohnzimmer heißt, weil wir darin wohnen und nicht waschen oder trocknen (außer, der Trockner ist kaputt und wir müssen so einen eumeligen Ständer aufstellen).

Meine Frage, ob denn der Trockner hier nun stehen bliebe wurde bejaht, woraufhin ich in einen langen Exkurs über die Trocknerfirma an sich, deren Trocknermenschen und meinen Unwillen dort jemals wieder zu kaufen verfiel.

Nun wird also gerade der Trockner ins Bad gebracht.

Die beiden Trocknermenschen fluchen und ich höre mysteriöse Geräusche.
Ich denke, die mysteriösen Geräusche könnten sich steigern, wenn ich gleich feststellen müsste, dass der Trockner immer noch nicht funktioniert.
Nicht, dass es mich überraschen würde.
Ich werde vorsichtshalber mal das Fenster sperrangelweit öffnen......

"Und der trocknet nun auch wirklich wieder?", frage ich freundlich.

"Anständige Frauen hängen die Wäsche auf!", erklärt mir da der Trocknermensch.

Als sowieso Unanständige habe ich daraufhin meine reagierende Wortwahl der Situation angepasst.

augenBloglich 11.07.2011, 16.05| (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram

Innenmauern

Freitag Mittag waren die Innenmauern fast komplett gemauert, es fehlen nur noch Reststücke, so dass man nun schon durch das Erdgeschoss gehen kann und ein Gefühl für die Größe der Räume erhält.



Das wäre der Blick durch das Fenster des Gästebads in Richtung Treppenaufgang und Hauswirtschaftsraum.



Zumindest das Gäste- bzw. eigentliche Musikzimmer wird groß genug.



Blick aus dem Wohnzimmer zum Musikzimmer und in Richtung Flur.



Dies ist ebenfalls der Blick aus dem Wohnzimmer, man sieht den Durchgang zum Flur in der Mitte, rechts daneben befinden sich das Hauswirtschaftsraum unddie Küche.
Links das Musikzimmer.



Noch können wir einmal durch das ganze Haus schauen.



Rückseite.



Ah ja, das wird sie, die neue offene Küche. Irgendwann mal.



Und wenn der Erdhügel weg ist, schauen wir vom Garten ins Grüne.





Und dann entdeckte ich, dass diese Ecke bitte doch viel zu winzig für eine Dusche ist.
Ich meine, wer möchte beim Duschen schon halb im Fenster stehen?
Also beklagte ich jammend diesen Zustand und war mir sicher, irgendwer hatte irgendwas nicht richtig vermessen, geplant oder gemauert.

Ts, muss man denn alles selbst kontrollieren?

Ein Blick in den Plan zeigte mir dann, dass an jener Stelle eine Dusche mit den Maßen 90 x 75 geplant wurde.

Glücklicherweise muss also doch niemand während des Duschens im Fenster stehen.
Vielleicht sollte ich mir die Bauzeichnungen doch einfach mal genauer ansehen!




augenBloglich 10.07.2011, 08.33| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Innentüren

Machen wir uns nichts vor, ich bin wahrscheinlich der Albtraum jedes Kundenberaters. Zumindest der heutige hat sicherlich ein paar graue Haare mehr, nachdem wir uns seine Innentüren angeschaut haben.
Türen sind mir im Grunde relativ egal.
Sie müssen weiß sein und eine Klinke haben - fertig.
Ich habe nicht vor, stundenlang im Haus zu sitzen und mich am Anblick irgendwelcher Türen zu ergötzen.
Gut, vielleicht müssen Sie mal den ein oder anderen pubertären Türenknall aushalten können, aber ansonsten sind es eben einfach nur Türen.

Nachdem der freundliche Berater uns die diversen runden, halbrunden, eckigen, halbeckigen und sonstwie geformten Rahmen, Zargen und ähnlichen Kram gezeigt hatte, verließ mich ja direkt mal die Lust.
Ich sah eine Tür, die sah gut aus, die nehmen wir.

So jedenfalls hatte ich mir das vorgestellt.
Rein in die Türenausstellung, Türen anschauen, Türen aussuchen, fertig.

Ach, was bin ich doch naiv.
Natürlich war es nicht so einfach, denn "ich führe meine Beratung immer nach einem bestimmten Raster durch und da wäre jetzt das Innenleben an der Reihe!"

Innenleben.
Nein, schon klar, ich wollte mich schon immer mal mit dem Innenleben meiner zukünftigen Türen auseinandersetzen.
Vor allen Dingen, und das war wahrlich faszinierend, haben die Innenleben dieser eventuell mal zukünftigen Türen sehr originelle Namen "Idealo" und "Premium" habe ich mir ja gerade noch merken können, die anderen Name waren derart originell, dass ich sie mir erst gar nicht merken konnte.

Ich stelle mir vor, wie ich zukünftige Gäste stolz durch unser Haus führe und darauf verweise, dass bei uns sogar das Innenleben der Türen einen eigenen Namen trägt.

Während ich dann auch mal eher direkt zum Ausdruck brachte, dass mich sowohl das Innenleben als auch all die anderen technischen Türendaten jetzt nicht soooo brennend interessierten, kamen wir auch schon zum nächsten Beratungspunkt.
Diesen mussten wir kurzzeitig unterbrechen, weil der Berater ob meiner Äußerung ein klein wenig pikiert reagierte und mir mitteilte, dass die Tür ein wertvolles Mübelstück sei.
Wir diskutierten dann kurz, aber heftig, die Notwendigkeit von Svarowskisteinen auf Türblättern und Klinken, ehe wir überein kamen, uns auf das Wesentlichste zu beschränken, nämlich die Türen an sich.

So weit so gut.
Weiße Tür, schlicht und fertig.

Nun gibt es weiße Türen und es gibt weiße Türen.
Mein ungeschultes Auge sah jetzt mal keinen Unterschied, aber natürlich gab es ihn, den Unterschied.
Nicht, dass er mich sonderlich interessiert hätte, aber, so wurde mir gesagt, ich müsse dreißig Jahre Freude an den Türen haben und sollte nun besser ein wenig interessierter sein.

Wenn ich jetzt schon keinen Unterschied sehe, so ist davon auszugehen, dass mein alterstrüber Blick in dreißig Jahren erstrecht keinen Unterschied mehr erkennt.
Aber ich verkniff mir diesen Kommentar, weil der Berater schon minimal gereizt wirkte.

Unverständlicherweise, denn ich hatte  mich nur lautstark darüber ausgelassen, dass ich Svarowskisteine auf Türklinken mehr als albern finde.

Die Wahl der Klinke oder des Beschlags oder wie immer das heißen mag überließ ich dann mal dem zukünftigen Hausherren, weil mir es eigentlich egal ist, womit sich so eine Tür öffnen lässt.
(Mal davon abgesehen, dass ich das Prozedere somit deutlich verkürzen konnte!)

Leider gerieten wir dann zu dem Punkt Schallschutztür. Immerhin weiß ich nun, welche Schallschutztüren es im Bundeskanzleramt gibt und auch, dass eine solche Tür in unserem Hauswirtschaftsraum jetzt übertrieben wäre.

Wobei ich schon immer mal Staatsgeheimnisse in unserem Hauswirtschaftsraum besprechen wollte.

Richtig heikel wurde es dann aber bei unserem gewünschten Glasflügelelement vom Durchgang Flur in den Wohnbereich.

Das, was uns da gezeigt wurde, entsprach nicht den Vorstellungen des zukünftigen Hausherren und dieser teilte seine Beobachtungen denn auch sehr direkt mit.
Da ich seine Meinung nicht unmittelbar teilte, aber auch über ein reges Mitteilungsbedürfnis verfüge, gerieten wir kurzzeitig in eine lebhafte, nun ja, nennen wir es mal Diskussion.

Dies wiederum beunruhigte den Berater sehr, denn er wusste nicht recht, auf wessen Seite er sich schlagen sollte.
Natürlich hätte er sich auf meine Seite stellen sollen, das wäre klüger und weiser gewesen, aber man kann jetzt auch nicht von jedem Mann eine solche Weisheit erwarten.
Und so schüttelte ich nur dezent den Kopf und warf hin und wieder meine maßgebliche Meinung in die Runde.

Letztlich, so stellte ich dann fest, lohnt sich eine Debatte über Türen wohl kaum.
Denn, wie ich eingangs bemerkte, es sind Türen.
Einfach nur Türen.

90 Minuten Türen.
Man kann auch alles übertreiben.

augenBloglich 08.07.2011, 18.14| (4/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Waldjugendspiele

Mir fehlt ja so ein bisschen, das muss ich offen gestehen, die Leidenschaft für die Natur. Damit die Kinder meiner Klasse unter meiner fehlenden Leidenschaft nicht leiden müssen, haben wir uns also zu den Waldjugendspielen angemeldet und uns zwei Wochen lang intensiv auf die Spiele vorbereitet.

Station 6 war der Renner. Die Kinder verfielen reihenweise in Verzückung, weil fünf oder sechs Herren mit fünf oder sechs Jagdhunden auf einer großen Wiese standen.
Nun ist es ja so, dass Hunde und ich in friedlicher Koexistenz miteinander leben können.
Dazu gehört vor allen Dingen die Tatsache, dass die Hunde nicht meinen, sie müssten mich beschnuppern, besabbern, anknabbern, anknurren oder gar beißen.
Mit Selbigem verschone ich die Tiere schließlich auch und es braucht kein Hund zu befürchten, dass ich in Verzückungsschreie ausbreche, wenn ich seiner ansichtig werde oder ihn gar streicheln möchte.

Also stand ich glücklich auf dieser Wiese und beobachtete meine Klasse, die ebenso glücklich mit den Hunden spielte, über die Wiese rannten, Stöckchen warfen und sich sonstwie mit den Tieren verlustierte.

Es schien so, als tät ich einem der Herren Leid, weil ich so gar keinen Hundekontakt hatte und so kam er mit seinem Hund zu mir und sprach mich an:

"Möchten Sie ihn auch mal streicheln?"

"Nein, danke!"

Ungläubigkeit bis Fassungslosigkeit in seinem Gesicht.

"Streicheln Sie ihn doch ruhig, der ist ganz lieb!"

"Ja, das glaub ich Ihnen, aber ich möchte den Hund nicht streicheln!"

"Haben Sie Angst? Der tut nichts, probieren Sie es mal!"

"Nein, ich habe keine Angst, ich möchte nur einfach keine Hunde streicheln!"

"Soll ich Ihre Hand führen?"

"Nein, danke, ich möchte Ihren Hund nicht streicheln!"

"Sie müssen keine Angst haben, sehen Sie mal, ich streichle ihn doch auch!"

"Ja, danke, aber ich mag Hunde einfach nicht streicheln!"

"Ja, aber probieren Sie es doch ruhig mal!"

"Ich möchte es nicht probieren, ich habe keine Angst, ich möchte nur schlicht und einfach keine Hunde streicheln, weil ich schlicht und einfach keine Hunde mag!"

So, jetzt war es raus.

"Aber sind Sie nicht die Lehrerin?"

"Ja."

"Und Sie wollen den Hund nicht streicheln!"

"Richtig."

"Aber der ist ganz lieb!"

"Ja, das sehe ich."

"Soll ich einen anderen Hund holen?"

"Nein, danke, ich bin einfach keine Hundestreichlerin!"

"Haben Sie solche Angst?"

"Nein, ich habe keine Angst. Ich mag einfach keine Hunde. Ich mag sie nicht, ich will sie nicht streicheln, ich will keinen Hund haben und ich möchte einfach nur hier stehen und keinen Hund streicheln müssen!"

"Aha. Aber Sie könnten es wenigstens mal versuchen! Was sind Sie denn nur für eine Lehrerin, wenn Sie die Hunde nicht streicheln?"

Das war der Punkt, an dem ich beschloss Feld, Hund und diesen Mann zu verlassen.

Hätte die Dame an der vorletzten Station mich gefragt, was ich denn für eine Lehrerin sei, ich hätte es verstanden.
Auf die Frage, was man denn aus Elsbeeren herstellen könnte, antwortete eine Schülerin:

"Cocktails!"





augenBloglich 08.07.2011, 06.24| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Schule

Legohausbautheorie

Als exzessive Legobauerin zu Kinderzeiten weiß ich natürlich, dass man Wände ineinander verzahnen muss, damit sie stabil werden.
Mit dieser kindlich-weiblichen Theorie konfrontierte ich dann auch direkt mal den zukünftigen Hausherren und bemängelte, dass offensichtlich erst die Außenmauern gebaut werden OHNE Innenmauern.
Nun können Männer ja dieses gequälte Lächeln in ihr Gesicht zaubern, bei dem man direkt den Eindruck erhält, man hätte etwas sehr Dummes gesagt.
(Nicht, dass ich selber annehmen würde, etwas Dummes gesagt zu haben, aber der Verdacht drängte sich tatsächlich auf.)

Nun scheint es so zu sein, als hätten die Maurer irgendwelche Metalldinger an jene Stellen gesetzt, an denen dann demnächst die Innenmauern grenzen.
Na wunderbar, das muss einem doch nur mal erklärt werden.

Heute zeigten sich die Erdgeschossaußenmauern dann bereits fertig:
























Mittlerweile kann man erkennen, wo die Innenmauern gezogen werden und es fällt mir so leichter, mich zu orientieren und mir die zukünftigen Räume vorzustellen.

Bisschen sparsam waren wir wohl beim Hauswirtschaftsraum. Ich vermute einen vagen Zusammenhang mit meinen hausfräulichen Aversionen......
Aber gut,  wo weniger Platz für Haushaltskram ist, kann natürlich auch nur sehr wenig Haushaltskram erledigt werden.
Und wenn ich es mir recht überlege, meine Legohäuser hatten niemals überhaupt nur irgendeinen Hauswirtschaftsraum.
Von daher erscheint mir meine Planung durchaus fortschrittlich.

augenBloglich 07.07.2011, 19.01| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

hingerissen und mitgerissen

Als ich heute die Baustelle erreichte, lag sie schon verlassen da, was mir ganz gut gefiel.
Ich tapere dort ja immer sehr unwissend herum, um irgendwelche Fotos zu machen und kann fachlich und thematisch keine wirklich fundierten Gespräche führen.
Unser zukünftiger Nachbar fing mich ab und fand das sehr toll, dass schon alle Anschlüsse gelegt seien. Da hätten andere Wochen drauf warten müssen.....

Ja, da wusste er mehr als ich, aber ich hörte fasziniert zu, als ich erfuhr, wann wem in der Siedlung welche Anschlüsse gelegt wurden und überhaupt.
Für mich hatten da in erster Linie mal Menschen die Straße aufgerissen....

Aber schön, dass wir nun offensichtlich auch schon irgendwelche wichtigen Anschlüsse im Haus haben.

Dieser Bauzaun übrigens flößt mir ja immensen Respekt ein und ich fühle mich jedesmal, als würde ich etwas Verbotenes tun, wenn ich unser eigenes Grundstück betrete.

Natürlich kommt hinzu, dass man, um auf elegante Art das Grundstück betreten zu können, besser schlank sein sollte.
Ansonsten kann es durchaus passieren, dass man sozusagen mit dem Zaun nahezu ins Haus fällt.
Ich gehe davon aus, dass mich niemand gesehen hat, ansonsten wäre der Spott wohl auf meiner Seite.

So eine Baustelle hat ja offensichtlich etwas grundsätzlich Unordentliches und ich finde es faszinierend, was da alles so herumliegt.






Ansonsten sah ich Fortschritte im Mauerwerk und bin hingerissen.



Die Tür vom Hauswirtschaftsraum in die Garage ist schon zu erkennen und das Fenster daneben gehört ebenfalls zum Hauswirtschaftsraum.



Das wird dann irgendwann mal unser Eingangsbereich.



Rechts vom Eingangsbereich kommt das Musik- oder Gästezimmer hin.



Tja, sehr übersichtlich alles.



Das ist der Blick auf die Außenwand des Wohnzimmers, gleich daneben das erwähnte Musikzimmer. Man benötigt eine Portion Phantasie, um sich das alles schon vorzustellen.



Blick aus dem hintersten Wohnzimmerwinkel ins Gästebad. Klar zu erkennen, oder?



Wenn ich irgendwann mal im Garten stehen werde und durch Wände sehen kann, wäre das der (Ein-)Blick.



Von hier sieht es aus, als wäre schon viel gemauert.
Alles in allem fühle ich mich nach wie vor so, als beträte ich fremdes Land und hätte mit dem Grundstück und dem Bau nichts zu tun.
Es ist alles noch sehr irreal und ich warte darauf, dass sich das ändern wird.

Schön auch, dass ich bei der Rückkehr auf die Straße erstmal den halben Bauzaun auf Nachbars Einfahrt flachgelegt habe und mich gleich dazu.

So lernen die Nachbarn mich direkt lebensecht kennen.
So ein Bauzaun lässt sich aber auch verdammt schnell mitreißen.
Unglaublich.

augenBloglich 05.07.2011, 18.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Straßenaufriss

Mittlerweile ist es also nun zur täglichen Gewohnheit geworden, mindestens einmal am Tag an der Baustelle vorbeizufahren. Nicht, weil ich irgendeine Ahnung hätte, nur um zu sehen, was sich getan hat.
Mir kommt es immer sehr seltsam vor, das Grundstück und die Baustelle zu betreten, während am Haus gewerkelt wird.

Heute Mittag wurde gemauert:






So von außen betrachtet waren einzig die verbauten Steine groß, alles andere erschien mir nach wie vor klein. Obwohl man meinen könnte, ich hätte mich mittlerweile an die Größe gewöhnt.

Da ich ungern fotografiere, während andere bei der Arbeit sind, war ich nur kurz dort, sprach kurz mit den Handwerkern und fuhr wieder.

Aber auch die Kinder sind neugierig - wohl aber mehr an dem Erdhügel hinter dem Haus interessiert - und so fuhren wir gerade eben noch einmal schnell an das andere Ende der Stadt.

Zwar waren die Maurer nicht mehr bei der Arbeit, aber uns überraschte eine aufgerissene Straße und mehrere schwer buddelnde Arbeiter.
Nicht einmal der korrekten Berufsbezeichnungen bin ich mächtig - Asche über mein Haupt.

Wenn man so von nichts eine Ahnung hat, überrascht einen im Grunde alles, was an so einer Baustelle geschieht.
















Immerhin bin ich nun durch unser zukünftiges Erdgeschoss geschritten und habe eine ungefähre Ahnung von dem erhalten, was uns dort mal erwarten wird.
Etwas auf dem Papier zu planen ist etwas gänzlich anderes, als es später real gebaut bzw. im Bau zu sehen.

Und überhaupt sah ich auf einen Blick, dass niemals eine Garage neben unser Haus passen würde.
Da mussten sich sämliche Vermesser oder sonstige Menschen ganz offenkundig vertan haben.
Die anwesende Freundin, eine Frau der Tat und nicht so zögerlich wie ich,  bat mal rasch um einen Zollstock und maß nach.

Nun ja, mit dem räumlichen Denken habe ich mich schon immer ein wenig schwer getan und so kann ich nun beruhigt davon ausgehen, dass die Garage locker Platz haben wird.
Wie schön!

augenBloglich 04.07.2011, 19.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Vom Acker zur Bodenplatte

An die drei Jahre dauerte unsere Planungs- und Findungsphase letztlich. Irgendwann stand fest, dass ein Hauskauf nicht das Richtige für uns wäre und wir entschieden uns nach vielen Diskussionen und Überlegungen für ein Grundstück in einer Neubausiedlung am anderen Ende unserer Stadt.



Und schnell begriff ich, dass Bauen vor allem eines bedeutet: Warten und geduldig sein.
Allein die Abwicklung des Grundstückskauf zog sich über Wochen. Einmal gekauft, wäre mir natürlich lieber gewesen, es ginge sofort los.

Während der Kauf im Mai stattfand, begannen die ersten Arbeiten Ende Juni.





Ein tolles Gefühl, zu sehen, dass nun etwas passiert. Ich gestehe, ich habe vom Bauen keine Ahnung. So gar keine. Und aus diesem Grunde haben wir uns auch entschlossen, ein unabhängiges Planungsbüro zu beauftragen, uns zur Seite zu stehen und Baustellenbegehungen mit uns gemeinsam zu absolvieren.

Die erste Begehung fand im Rahmen der Erstellung von Bewehrung und Bodenplatte statt.
Dinge, die mir persönlich nicht viel sagen, auch wenn man hier und da mal eine Suchmaschine bemüht hat.

Kleinere Mängel wurden festgestellt und sofort vor Ort behoben und schon zahlte es sich aus, einen unabhängigen Fachmann dabei zu haben.








Man hatte uns zuvor gewarnt, dass die Bodenplatte uns klein vorkommen würde.
Richtig.
Obwohl die Maße korrekt sind,  sieht die Platte doch irgendwie klein aus.
Mag aber auch sein, dass das an meinem unfachmännischen, weiblichen Auge liegt.
:-)

augenBloglich 03.07.2011, 11.09| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Unzufriedene Menschen

In letzter Zeit - besser gesagt in den vergangenen Monaten - traf ich vermehrt auf Menschen, die mit sich und ihrem Leben unzufrieden waren und sind.
Und all jenen Menschen war zu eigen, dass ihr stetes Denken und Handeln nur um die eigene Person kreiste.
Ich habe das zuvor noch nie in einem solchen Ausmaß erlebt.
Jedes Wort, jede Geste, jede Mimik und jedes Handeln eines anderen Menschen beziehen diese Menschen auf sich, ihre Person und ihre Handeln.

Es sind Gesprächskaperer, denen es gelingt, Gespräche jedweder Art zu kapern und zu ihrem Gespräch zu machen.

Ganz deutlich steht mir eine Situation vor Augen, in dem es einem lieben Menschen deutlich schlecht ging und dieser Mensch einfach mal ein offenes Ohr, einen Seelenstreichler, ein wenig Trost brauchte.
In größerer Runde versuchte dieser Mensch von seinen Sorgen zu berichten und kaum hatte er angefangen, sich seinen Frsut von der Seele zu reden, fiel ihm der Gesprächskaperer ins Wort und wusste von seinen eigenen, ähnlichen, aber natürlich weitaus wichtigeren Problemen zu berichten.

Gesprächskaperer haben immer grundsätzlich alles so oder ähnlich schon einmal erlebt und durchgemacht.
Und wenn nicht persönlich, so kann man doch sicher sein, dass ein ihnen nahestehender Mensch ähnliches oder gleichsames erlebt, durchlitten oder gemeistert hat.

Gesprächskaperer sind stets darauf aus, gelobt, hofiert und in ihrer Einzigartigkeit erkannt zu werden.
Sie merken nicht, wie sie ein Klima vergiften können, da sie ausschließlich um sich selber kreisen und kein Auge für die sie umgebenden Menschen haben.

Gesprächskaperer sind häufig ganz furchtbar unzufriendene Menschen, mit sich, ihrem Leben, ihren Lieben nicht im Reinen, unglücklich und voller Selbstzweifel.

Und sie sind furchtbar anstrengend, zeit- und nervraubend.

Die Grundsätzlichkeit des Negativen spricht aus jedem Wort. Alles ist schlecht und sie tragen das Leid der ganzen Welt auf ihren Schultern.

Ich finde es schwierig, mit solchen Menschen umzugehen.
Sie rauben mir Kräfte und Energie, die ich anderweitig besser und sinnvoller einsetzen könnte.
Andererseits fühle ich meist diese Verpflichtung, mich diesen Menschen anzunehmen, weil sie mir unsagbar Leidd tun, in ihrem egomanischen Elend.

Und es stellt sich immer auch die Frage: Wie wird man zu so einem Menschen?

augenBloglich 03.07.2011, 10.43| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Gedanken

Hausbau niemals

Leider gehöre ich zu jenen Menschen, die sich gerne eine gewisse Weile vehement gegen etwas aussprechen und dann rasch das Wörtchen "nie" benutzen.
Natürlich würde ich niemals ein Haus kaufen oder bauen, denn - so stand es für mich fest - das wäre der Inbegriff einer beginnenden Sesshaftigkeit und Unflexibilität.
Schließlich könnte es ja sein, dass ich nochmal umziehen, fortziehen oder ins Ausland gehen möchte.
Und dann so ein Haus "am Bein"?
Niemals.

Also beobachtete ich jahrelang wie wirklich jeder in unserer Umgebung sesshaft wurde und ein Haus baute oder kaufte.
Wir nicht.

Niemals, denn wie oben beschrieben, wie spießig, endgültig und überhaupt festlegend ist das denn bitte?

Zeiten ändern sich und glücklicherweise auch Standpunkte.
War ich vor Jahren noch überzeugte Nichthausbauerin, so bin ich nun der festen Überzeugung, dass genau jetzt und hier der richtige Zeitpunkt für ein eigenes Haus gekommen ist.

Für ein Haus und eine neue berufliche Position.
2011 als Jahr des Wechsels, des Aufbruchs, des Umbruchs.

Bleibt alles anders.......

augenBloglich 26.06.2011, 18.59| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Hausbau

Radikaler Wechsel

Was dem einen die neue Frisur, ist für mich das neue Layout.
Zeichen eines neuen Lebensabschnitts, Zeichen für einen Neubeginn.






augenBloglich 26.06.2011, 18.42| (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Das geht so nicht.....

Ich merke gerade, dass die Farben hier nicht mehr mein Zuhause sind. Das ROT, das Zweifelnde, das Tragische, das Drama ist nicht mehr das, was ich derzeit in mir trage und nach außen spiegeln möchte.

Mir ist nach klaren Farben, leuchtend Blau, hell, zuversichtlich.
Es muss sich etwas ändern.
Ich mache mich auf den Weg.

augenBloglich 26.06.2011, 17.57| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Rückkehr

Es ist Ewigkeiten her, seit ich hier regelmäßig schrieb. Nicht, dass es nichts mehr zu schreiben gäbe - das Gegenteil ist der Fall - aber mir mangelte es an Muße.
Nein, das ist so nicht richtig. Ich habe verlernt, mir die Zeit zu schreiben zu nehmen......

Vielleicht habe ich verlernt, mir für ganz viele Dinge die Zeit zu nehmen oder, positiver betrachtet, fand ein Prioritätenwechsel statt und ich nehme mir einfach nur zu viel Zeit für andere Dinge.

Zuerst waren es die eigenen Kinder, der Alltag, die Schule, später schwarze Löcher und das Herauskrabbeln aus diesen.
Dann gab es die Abnehmphase, die Phase der monatelangen Auseinandersetzung mit reinen Körperlichkeiten und dann kam mein Schweigen.

Nun wird es Zeit, zurückzukehren und einen neuen Abschnitt mit Worten zu begleiten.
Nicht wieder das Körperliche, obwohl ich es dringend nötig hätte, nein, andere Lebensbereiche stehen derzeit im Vordergrund.

2011 ist ein spannendes Jahr.
Wichtige persönliche und berufliche Entscheidungen wurden getroffen und in beiden Bereichen stehen neue Lebensabschnitte bevor.

Zeit, zurückzukehren und die ersten Schritte festzuhalten.
Ich freue mich darauf!

augenBloglich 26.06.2011, 17.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Wenn ein Stück Kindheit geht......

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass es immer irgendwie ganz besonders roch, wenn ich in die Wohnung meiner Großeltern kam.
Es war dieser bestimmte, altertümliche und dennoch heimelige Geruch. Dieser Geruch, bei dem man zunächst die Nase rümpfte und der einem bereits nach kurzer Zeit wieder vertraut war.

Ich liebte meine Großeltern so, wie Enkelkinder wahrscheinlich ihre Großeltern lieben.
Ich wusste genau, wann es Mausespeck gab und wie ich eine zusätzliche Mark erbetteln konnte.
Ich hörte an dunklen Abenden, in diesem vollgestopftem kleinen Wohnzimmer die Geschichten von früher und es war, als kamen meine Großeltern aus einer anderen Welt.
Es war spannend in diese Welt einzutauchen, aber nach wenigen Stunden, manchmal vielleicht Tagen, zog es mich zurück ins Hier und Jetzt.

Damals schämte ich mich dafür, dass meine Oma beständig "mir" und "mich" verwechselte und großen Wert darauf legte, dass an jedem Abend ein Apfel und eine Apfelsine gegessen wurde.
Der Apfel und die Apfelsine - das ist vielleicht das, was mich am meisten an meine Großeltern erinnert.

Heute ist meine Oma eingeschlafen.
Friedlich, so sagen sie, aber das sagen sie wahrscheinlich immer.
Sie ist eingeschlafen und nicht wieder aufgewacht und ich komme nicht umhin zu denken, dass es das Beste war in ihrem jetzigen Leben, in ihrem jetzigen Zustand.

Wobei das natürlich eine Anmaßung ist, entscheiden zu wollen, dass der Tod das Beste ist, was jemanden widerfahren kann.
Seltsamerweise fühle ich mich ihr jetzt viel näher als in den Jahren, in denen sie einfach wie tot dalag, aber ihr Herz noch schlug.
Ich bin nicht wirklich traurig.

Abschied genommen habe ich vor langer Zeit, das, was ich jetzt empfinde ist eher Wehmut.
Da ist ein letztes Stück meiner Kindheit gegangen.
Einfach so.

Sie hat schon lange nicht mehr nach Kindheit gerochen und sie konnte mir schon viele Jahre lang keinen Apfel mehr schälen.
Und die Geschichten ihrer Jugend waren lange verklungen.

Wie muss es sein, wenn man einfach nur noch irgendwo und irgendwie da ist, ohne das Leben zu fühlen, zu schmecken, zu riechen, zu leben.
Liegend in einem Bett, in einem Zimmer, umgeben von Fremden, die niemals Vertraute werden.

Sehen können ohne wirklich zu sehen.
Hören zu können ohne wirklich zu hören.
Da zu sein ohne wirklich am Leben teilnehmen zu können.

Seltsam, dass sie erst sterben musste, um mich daran zu erinnern wie es war an den Abenden meiner Kindheit.

Ich wünsche ihr von Herzen, dass es so sein wird für sie, wie Hesse in seinen "Stufen" schreibt:

"Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!"

augenBloglich 26.09.2010, 16.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Vergangenheit

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Marie
Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25