Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Gedanken

Glück

Wie oft habe ich schon nachgedacht in meinem Leben über dieses eine kleine Wörtchen und das, was es beinhaltet: Glück. Jetzt, in diesem Moment, in diesem Augenblick meines Lebens kann ich voll tiefster und innerster Überzeugung sagen, dass ich gelernt habe, das Glück meines Lebens zu sehen. Es wertzuschätzen, es bewusst wahrzunehmen, es zu genießen und es auch wieder loslassen zu können, für traurigere, unglücklichere Momente.

Das, was ich einst vom Glück erwartete, dieses Große, dieses Riesige, dieses Allumfassende - ich habe gemerkt, dass nicht dies mein wahres Glück ist und sein wird, sein kann.

Glück, das sind die winzigen Augenblicke, die einen wie warme Sonnenstrahlen durchleuchten, die einen wärmen und ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Die Momente, die einen niemand mehr nehmen kann, weil sie sich einbrennen in unser Herz und in unsere Erinnerungen. Weil wir von ihnen zehren, in den Augenblicken, in denen nicht die Sonne für uns scheint.

Ich habe nicht immer so empfunden. Vielleicht muss es einem eine Weile schlecht gehen, um genießen zu können, wenn Momente sorgenfrei und beschwingt über uns hereinbrechen.

Vielleicht beinhalten ja auch Sorgen und Nöte, Kummer und Ängste kleinere Glücksmomente, nur, wir haben noch nicht gelernt, sie zu sehen.

Ich bin glücklich - trotz (oder gerade wegen) all der Kümmernisse, die mich hin und wieder bedrängen, die ich nie ganz aus meinen Gedanken verscheuchen kann, aber die ihren Schrecken verloren haben, weil ich heute weiß, dass sie ein Teil von mir sind!

 

augenBloglich 14.11.2004, 12.57 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Worte

Es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, welche immense Bedeutung "Worte" hier im Netz, aber auch "draußen" im realen Leben haben. In der Virtualität jedoch mehr als alles andere, denn Worte müssen hier die Kraft haben, Bilder zu entlocken, Bilder entstehen zu lassen. Und es geschieht mir - glücklicherweise - immer und immer wieder, dass ich über kurze Sätze anderer Menschen stolpere und direkt eine Verbundenheit spüre, ein Verstehen, ein auf-gleicher-Welle-liegen.

Ich weiß, manche Menschen glauben an Auren, an das, was einen Menschen zu umgeben scheint. Ich glaube daran, dass Worte eine solche Aura haben können. Einen Lichterglanz oder aber einen düsteren Nebel, leichte beschwingte Tanzschritte, taufrische Frühlingsblumen oder dunkle, vom Regen nasse Erde.

Dass Menschen sich erkennen, dass Worte eine solch immense Ausstrahlung haben, das kommt mir persönlich sehr entgegen, ohne dass ich die Gefahr darin übersehen würde. Sicherlich können Worte auch blenden, in die Irre führen und täuschen. Ich bin mehr als froh, dass die Blender in einer verschwindend geringen Zahl unterwegs zu sein scheinen. dass ihnen die Mühe zu groß ist, großartige Wortkapriolen zu basteln.

Ich liebe Worte. Mit ihnen zu experimentieren und zu versuchen, mein ganzes großes Gedankenwirrwarr in sie hineinzustopfen, zu pressen, zu drängen.

Und noch schöner ist es, die Worte anderer Menschen  zu lesen und ganz einfach berührt zu sein !

augenBloglich 13.11.2004, 19.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL

über das Wissen hinaus

Es ist ziemlich gefährlich, sich als Leserin von van Däniken Bücher zu offenbaren. Die Blicke der Mitmenschen werden kritisch, zweifelnd und Du spürst förmlich, wie in den Hirnen Deines Gegenüber nach Deinem Schwachsinnspotential gefahndet wird. Nicht, dass mich das großartig stören würde, aber es wäre nett, mal jemanden zu finden, der sich dieselbe Blöße gibt und Spaß daran hat, die Bücher dieses Umsympathikus zu lesen.

In den üblichen Leseforen wird diese Art der Literatur verächtlich abgetan, Bildzeitungsniveau ist nichts dagegen und ich frage mich immer, weshalb das so ist ?

Der Mann mag unerträglich sein, sofern er redet, sich in den Medien präsentiert oder auf Fotos stolze bis bizarre Posen einnimmt, aber er kann mehr als unterhaltend schreiben und seine Ideen finde ich einfach - ja, wie finde ich sie ? - nachdenkenswert.

Ich habe großen Spaß daran, über mein eigenes Wissen hinaus zu denken, zu phantasieren, zu planen, zu erbauen, zu überlegen. Überschreitet man erst einmal die Grenze des Nichtwissens, geht über in den Bereich des Nurglaubens kann im Grunde doch viel mehr möglich sein, als wir uns in unserem beengten Gesichtsfeld vorstellen können.

Allein das ist doch das Faszinierende, das ungeheuer Spannende, das nicht wissenschaftlich Belegbare. Diese Welt des Überwissens, des Ideenschmiedens - ich liebe sie und ich würde mir wünschen, dass viel mehr Menschen bereit wären, sich auf Phantasien, Ideen und Glauben einzulassen.

Um wie viel reicher könnte es uns machen ? Wie viel bunter und farbenfroher unser Denken.

Aber nein. Kuriose Ideen, Schwachfug, Nonsens. Weil nicht sein darf, was wir nicht kennen ? Nicht wissen ? Nicht erahnen ?

Weil uns Fremdes Angst macht ? Oder weil wir nicht bereit sind, über unser Wissen hinaus zu denken ??

augenBloglich 07.11.2004, 20.09 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

achtlos

Gestern fehlte mir ein kleines Wort: achtlos. Ich habe das Gefühl, manchmal einfach zu achtlos mit anderen Menschen umzugehen. Auch mit ihren Gefühlen, ihren Denkweisen und Ansichten, ihren Ideen und ihrer Lebensweise. In diesen Augenblicken selber spüre ich das nicht - die Erkenntnis überfällt mich meist erst viel viel später - manchmal zu spät. Und dann schmerzt es, erkennen zu müssen, dass einem ein wichtiger Mensch nicht genommen wurde, sondern man ihn selbst hat ziehen lassen.

 

augenBloglich 04.11.2004, 16.10 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

über Menschen & Zeitpunkte

Manche Menschen sind leider in Augenblicken an meinem Leben vorbeigeschlichen, die nicht gerade ideal waren, um Bindungen entstehen zu lassen, Freundschaften zu vertiefen, Freundschaften WERT zu schätzen. Wenn ich zurück denke, fallen mir Menschen ein, die mir heute fehlen; Menschen, die ich einst verkannt habe, deren Wert ich unterschätzt habe, die ich im falschen Licht betrachtet habe oder so gar nicht erkannt habe. Menschen, die mit einem Male da waren, so ganz selbstverständlich und dann wieder fort, behandelt von mir mit Gleichmut oder gar Hochmut ?

Obwohl ich jemand bin, der daran glaubt, dass das Meiste so kommt, weil es so kommen muss, so kommen soll, glaube ich mittlerweile auch daran, dass Menschen und Zeitpunkte genau zueiander passen müssen, um zueinander zu finden, finden zu können.

Manchmal gelingt mir das tiefer sehen nicht, manchmal das weiter sehen, manchmal das überhaupt Sehen. Ich, selber ein mehr als unbequemer Mensch, tue mich schwer mit Gleichgesinnten, mit Menschen, die hinterfragen und kritisieren, analysieren und einer Sache auf den Grund gehen wollen. Wahrscheinlich bin ich angefüllt mit der Urangst, sie kämen an mein Innerstes heran, quetschten es aus mit heraus, nur um es irgendwann gegen mich zu verwenden.

Dabei gibt es nicht Schöneres, als einem seelenverwandten Menschen sein Innerstes zu öffnen, zu offenbaren, es zu teilen. Es zu lieben und lieben zu lassen.

Manchmal beschleicht mich das Gefühl, dass ich einst einen solchen Menschen zu schnell aus meinem Leben habe gehen lassen.....

Damals, zur falschen Zeit, am falschen Ort - obwohl vielleicht doch alles ganz richtig war.

 

 

augenBloglich 03.11.2004, 20.04 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

andere Menschen - andere Sorgen

Heute habe ich über Ebay ein Buch verkauft. In dem Buch berichten Frauen über ihre Krankheit: Brustkrebs. Ich habe keinen Brustkrebs, aber Frauen in meiner Familie. Aus diesem Grunde kaufte ich mir im vergangenen Jahr das Buch und auch, weil eine liebe Internet Bekannte ihren Bericht in dem Buch stehen hatte.

Nach dem Auktionsende kam eine liebe mail der Käuferin. Ob ich das Buch ausnahmsweise vor Zahlungseingang verschicken könnte. Es hätte "sie auch erwischt" und sie wolle die Berichte lesen, bevor sie nächste Woche in die Klinik muss.

Das ging mir unter die Haut.

Das machte mir schlagmals bewusst, wie kostbar unsere Gesundheit ist, wie achtlos ich mit ihr umgehe. Und es war, als wolle mir jemand mit aller Deutlichkeit vor Augen führen:

Da draußen gibt es viele andere Menschen. Menschen, mit Sorgen. Mit großen und kleinen Problemen. Menschen, denen es besser geht als dir, aber auch Menschen, denen es viel viel schlechter geht. Deren Sorgen lebensbedrohlich vor ihnen aufragen.

Und wenn ich könnte, wie ich wollte, ich würde diesen Menschen ihre Sorgen nehmen.

Stellvertretend für all die anderen werde ich an diese Frau denken. Meine Daumen drücken und ihr alles alles Liebe wünschen.

augenBloglich 25.10.2004, 20.13 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Rückzugsort

Lange Zeit blieb meinem ich der Rückzug in die warme Geborgenheit des eigenen Herzens verwehrt. Die Höhle, die sich jeder Mensch in seinem Innern erbaut, um darin zu liegen, sich zurückzuziehen, seine Wunden zu pflegen und heilen zu lassen. Dieser Ort war mit einem Male angefüllt mit Alltagskram und Gerümpel und mein ich schlicht müde und schlapp, lustlos und mit hängenden Schultern um diesen letzten Zufluchtsort herum.

Jammernd darüber, dass nun auch die letzte Möglichkeit verloren gegangen schien, in dem mein ich unmaskiert es selbst sein durfte.

Irgendwann kam mein kleines ich dann darauf, dass wohl niemand kommen würde, die Höhle, das Herz, die Zufluchtsstätte zu entrümpeln. Warum auch ? Es hatten ja schließlich keine fremden Menschen diesen Ort der Geborgenheit zugemüllt, dafür war schlicht mein ich verantwortlich.

Wütend auf sich selbst - sehr wütend - machte es sich an die Arbeit. Räumte auf, entrümpelte, sortierte, warf weg, schichtete um - erbaute sich alles in allem einen neuen, heimelig warmen Zufluchtsort. Eine kleine Höhle, in die nur es selbst passt. In der es liegen kann, liegen darf, waidwund, jammernd, weinend - aber immer auch erstarkend und zu Kräften kommend.

Mein ich hat wieder einen Rückzugsort. Es ist auf einem gutem Wege....

augenBloglich 25.10.2004, 06.49 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Schutzengel

Nein, ich würde nicht sagen, dass ich zur Mystik neige. Auch Esoterik ist kein Gebiet in dem ich mich zu Hause fühle. Genauso prallt die Modewelle Feng Shui an mir ab und ich glaube auch nicht daran, dass ein von meiner Tochter gemaltes Mandala, das ich unter ihr Bett pappe ihr dazu verhilft, besser zu schlafen. Besprochen Steine haben auch noch nie den Weg in unsere Wohnung gefunden und mit dem Auspendeln hab ich es ebenfalls nicht so.

Ich brauche meine Füße, um mit beiden Beinen fest am Boden zu stehen. Und dennoch....

Tief in mir schlummert die Gewissheit, dass es irgendwo und irgendwie in den nicht durchschaubaren Weiten des Glaubens einen klitzkleinen Schutzengel gibt, der mich in den letzten zwölf Monaten und auch bereits in den Jahren zuvor immer wieder sanft hoch gehoben hat, wenn ich im Dreck lag.

Der mir den Staub von der Kleidung klopfte und mir nicht gestattete müde und hoffnungslos liegen zu bleiben. Mit behutsamen Stuppsern wies er mir immer und immer wieder die richtige Richtung und gab mir stets das Gefühl, nicht allein zu sein.

Er oder es ist es, was immer wieder hoffnungsvolle Wärme durch mich fließen lässt und mir auch im tiefsten Loch ein kleines Lichtlein reicht.

Vielleicht nennen andere Menschen dies schlicht: Glauben!

augenBloglich 23.10.2004, 07.40 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Schubladen

Zur Ruhe kommen, das bedeutet auch, innere und äußere Ordnung zu schaffen. Vielleicht das härteste Stück Arbeit für mich in den letzten 12 Monaten. Offen stehende Schubladen sehen nicht nur chaotisch und unordentlich aus, sie animieren auch beständig dazu, über den Inhalt - der da so präsent liegt - nachzudenken.

Auch mein Herz besteht zum Großteil aus diesen Schubladen und mein Kopf sowieso. War es noch vor Monaten meine Art, alle Schubladen herauszuziehen, darin zu wühlen und offen stehen zu lassen, so gelingt es mir heute, nur jene Lade zu öffnen, die wirklich gerade, momentan, augenblicklich, aktuell geöffnet werden muss. Und anschließend wird sie geschlossen. Nicht verschlossen, aber geschlossen. Nicht: "Aus dem Auge - aus dem Sinn" eher zur rechten Zeit zugriffbar.

Kein Inhalt drängt sich in meine Überlegungen, der nicht gerade akut ist. das Wissen darum, dass es Schubladen mit wenig schönem Inhalt gibt macht keine Angst. Ich habe das "nach und nach Prinzip" endlich für mich entdeckt. Und noch besser: Ich lebe es.

Seitdem geht es mir wesentlich besser.

Es hilft mit, bei dem "zur-Ruhe-kommen" und ich kann tief Luft holen. Ein befreiendes Gefühl.

augenBloglich 22.10.2004, 08.02 | (0/0) Kommentare | TB | PL

nichts ist mehr so wie früher

Ich habe nicht gewusst, wie sehr es mir fehlen würde über das zu schreiben, worüber ich nun an dieser Stelle nicht mehr schreiben darf. Dass es hier so gähnend leer ist liegt nicht daran, dass es auch in mir gähnend leer ist - im Gegenteil. Ich quelle über. Stetig und beständig und suche nach einem Ventil, habe es noch nicht gefunden.

Selbstverständlich kann ich Emails schreiben. Das ist jedoch ganz und gar nicht dasselbe. Wenn ich hier schreibe, kommen Menschen her und lesen ganz und gar freiwillig meine Worte und Ergüsse.

Kommentieren sie oder auch nicht.

Schreibe ich Emails, bürde ich den Menschen meine Worte und Gedanken auf. Ungewollt. Schlimmer noch, so mancher könnte sich verpflichtet fühlen mir antworten zu müssen.

Ich kann den Blog natürlich weiterhin mit meinen Alltagslasten füllen. Aber, wie soll ich es nur beschreiben, so dass mich jemand versteht ?, aber ich bin hier nur noch halb. Oder geviertelt oder wie man es nehmen will.

Es fehlt ein großes Stück von mir und zwar genau jenes, für das mir Ohren fehlen. Es gäbe so viel zu berichten, so viel zu erzählen, zu reflektieren. In den letzten Wochen habe ich gemerkt, dass ich einfach kein wahrer Telefonmensch bin. Klar, ich rede gerne mit lieben Menschen am Telefon, aber es ersetzt mir - sonderbarerweise - ganz und gar nicht das Schreiben.

Anders ist es, wenn ich mit Menschen zusammen sitze und rede und höre und diskutiere. Vielleicht fehlt mir auch das ein wenig ?

Die letzten vier Wochen waren angefüllt mit Aktionen rund um meine Arbeit. Ich habe mich voller Elan und Schwung in den Neuanfang gestürzt und kann nur sagen, dass es mir diesbezüglich gut geht.

Ansonsten stehe ich doch immer noch genauso nackt da, wie schon vor Monaten. Man lässt mich weiterhin warten. Das zermürbt.

Ich muss so viele neue Wege finden, dass ich einfach noch nicht weiß, wie es hier an dieser Stelle weitergehen soll und kann.

Immer noch fühle ich mich wie amputiert. Ich hatte so gehofft, dieses Gefühl würde schneller verblassen...

augenBloglich 03.10.2004, 10.06 | (7/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

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Marie
Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25