Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Hausbau

Umzugsblues

Kinderzimmerfußbodenbeläge werden generell überbewertet. Reiner, puristisch anmutender Estrich mit seiner unbehandelten rauhen Oberfläche ist auch sehr ansprechend und so hätte ich unseren Bauleiter auch wirklich nicht mit diesem entsetzten Blick - offenstehender Mund, unschöner Anblick inklusive - anstarren müssen, als er mir in einem Nebensatz erklärte, die Fußbödenbeläge hingen beim Zoll fest.

Sicher, davon hört man sehr oft, dass Fußbodenbeläge am Zoll festhängen.
Und vier Tage vor dem Umzug ist das auch nicht wirklich ein größeres Problem. Man entsinne sich: Das Zeitfenster ist üppig.
Ich stand kurz davor zu hyperventilieren, als das Wort "Möbeleinlagerung" fiel. Traumatisiert durch den meine Jugend begleitenden Spruch: "Stell dich nicht so an, anderswo sterben Menschen!" hielt ich mein Getue jedoch für reichlich übertrieben und wandte mich zunächst dem Elektriker zu.

Dieser wollte nun von MIR wissen, wie denn die Küchenspots eingebaut werden müssen.
Wir sprechen hier nicht von den Maßen, die wir bereits an die Abkofferung gezeichnet hatten, nein vielmehr über die Tatsache, wie man generell solche Spots einbaut.

Nun, mein freundlicher Hinweis darauf, dass er der Fachmann sei und ich nicht wirklich eine grundlegende Ahnung von Einbaumöglichkeiten von Spots hätte, ich aber davon ausgegangen sei, dass er als Fachmann das wüsste, veranlasste den guten Mann mir mitzuteilen, dass er zwar Fachmann sei, dies aber noch nicht so lange, dass er wüsste, wie man diese Spots einbauen müsste.

Wir fanden nicht wirklich zueinander, wahrscheinlich, weil mich innerlich noch die am Zoll hängenden Fußbodenbeläge beschäftigten, und so fragte ich, wann denn mit dem Abschluss der Elektrofeininstallation zu rechnen sei.
Dies aber, so sprach der noch nicht lang genug ausgebildete Fachmann, könne er nicht abschließend sagen, da wir ja so komplizierte Wünsche wie den Einbau der Küchenspots in die Abkofferung hätten.

Als ich erwähnte, dass wir in vier Tagen einzögen, kicherte der Mann hysterisch und ich wagte nicht, dieses männlich hysterische Kichern zu deuten.

Nachdem ich nunmehr feststellte, dass die Schiebetür, die hätte am Donnerstag der vergangenen Woche eingebaut werden sollen, immer noch den Flur versperrt, aber noch nicht eingebaut worden ist, fragte ich unseren gut durchorganisierten Bauleiter danach.
Heute, so versprach er mir, wird diese Tür noch eingebaut.
Und ich freute mich über diesen kleinen Tageslichtblick, nicht ahnend, dass abends um 20 Uhr immer noch keine Schiebetür eingebaut sein sollte......

Doch ich greife vorweg.
Freuen müssen hätte mich wohl auch die Tatsache, dass vor dem Haus nun wieder ein riesengroßes Loch vorzufinden ist.
In diesem Loch bemühen sich irgendwelche Menschen Schmutz- und Abwasserrohre zu installieren, was man sozusagen zuvor vergessen hatte.

Hinten aus dem, was mal unser Garten werden soll, lächelte mich der monströse, mittlerweile dschungelbewachsene Mutterbodenberg spöttisch an und ich dachte kurz darüber nach, mein Gehalt mit Dschungelführungen ein wenig aufzubessern.

Ich hatte mir einen Überblick über die Lage vier Tage vor dem Einzug gemacht:

* vor dem Haus ein großes Loch, von Pflasterung keine Spur
* im Haus ein Elektriker, der von MIR Hilfe erwartet - oh Gott
* Kinderzimmerfußbodenbeläge beim Zoll, kein Verlegen vor dem Einzug
* dschungelbewachsener Mutterbodenberg im Garten
* Schiebetüreneinbaumensch verschollen


Alles in allem ist das doch kein zu schlechtes Resümee.
Obwohl mir kurz danach war  laut zu schreien oder wahlweise zu heulen, verwarf ich diese Idee als wenig zielführend und führte weitaus lieber ein Gespräch mit dem Kreisgesundheitsamt wegen der töchterlichen Salmonelleninfektion.
Auch der heutige Besuch der Ambulanz wegen des töchterlichen Ambruchs wird da eher eine Abwechslung sein.....

Ich gehe davon aus, dass meine derzeitige Stimmungslage - ich möchte nicht von Stimmungstief sprechen, das wäre untertrieben - zum gängigen Umzugsblues gehört...

augenBloglich 13.12.2011, 05.37 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Ansichten des Chaos

Da unser Bauleiter wie immer größere Koordinierungsschwierigkeiten hat, musste ich heute morgen um kurz vor sieben den Handwerkern aufschließen. Nachdem ich fast den Zaun unseres Nachbarn umgefahren wäre - man sollte doch besser die Handbremse ziehen, wenn man am Hang parkt - nutzte ich die Gelegenheit um ein paar Chaosfotos zu machen.



Im Flur steht immerhin schon die Schiebetür, die eigentlich gestern hätte eingebaut werden sollen.
Aber auch diesbezüglich haben wir ja, wie man mir mehrfach versicherte, ein ausreichendes Zeitfenster.

Der andere Kram auf dem Boden gehört dem Trockenmaurer oder heißt es Trockenbauer? Jedenfalls baut er gerade noch die Küchenabkofferung, die dann ja noch mit Spots versehen werden und angestrichen werden muss:



Im Wohnzimmer steht alllerei herum, so dass ich mich frage, wie die am Wochenende eigentlich die Grundreinigung vornehmen wollen?



Überhaupt sehen die Wände nicht so gelb aus, wie hier auf den Bildern, da das ursprüngliche sandfarbene Gelb ja bereits wieder überstrichen worden ist.



Ach ja, die Dachbodenleiter wandert jetzt seit Monaten von Zimmer zu Zimmer und steht offensichtlich immer irgendwem im Weg. Ich persönlich hätte ja Abhilfe geschaffen, indem ich sie eingebaut hätte, aber so erklärte man mir gerade, es fehle ein wichtiges Teil.
Gut, das fehlt ja nun ebenso schon seit Monaten und man hätte es sicher bestellen, kaufen oder auftreiben können.

Aber auch hier kam wieder der Hinweis auf das wirklich noch immens große Zeitfenster von fünf Tagen und man versicherte mir, am Einzugstag wäre die Treppe eingebaut.



Die Fugen wurden richtig verfugt, auch wenn das einige nervenaufreibende Diskussionen mit sich brachte.



Die Toiletten haben nun auch die gewünschte Höhe, dafür ein Schränkchen im Elternbad eher nicht:



Ich habe mittlerweile eine diesbezügliche Gelassenheit entwickelt und denke mir grundsätzlich nur noch: "Es gibt Schlimmeres!"
Hier hat es immerhin den Vorteil, dass ich an das oberste Fach komme ohne mich strecken zu müssen und dies vermutlich auch noch im hohen Alter, wenn ich bereits körperlich geschrumpft sein sollte.



Dieses Bad ist übrigens abnehmfreundlich konzipiert worden. Bei Zunahme wird das Zähneputzen ohne Anstoßen des Hinterteils am Wannenrand schon ein wenig schwierig.
Wir haben also an alles gedacht und können nun beginnen, schlank zu werden.





Das Mädelbad hingegen hat eine gewissen Weiläufigkeit.






Natürlich ist das weltschönste Zimmer meines:



Selbstverständlich irren alle jene, die das Zimmer ganz scheußlich finden. Gut, das sind jetzt alle außer mir, aber für den Geschmack meiner Familie fühle ich mich nicht verantwortlich.





Und überall, in jedem Winkel und in jeder Ecke liegt dieser kleisterklebende Staub und Dreck. Man hinterlässt Fußspuren, egal wohin man geht und mir persönlich ist es schleierhaft, wie dieses Haus in fünf Tagen sauber sein soll.

Nicht, dass ich mich groß darum kümmern, würde, das machen Fachleute, aber da ich gerne von meinen Putzfähigkeiten auf andere schließe sehe ich da deutlich schwarz.

Mir fehlen natürlich die Vergleichsmöglichkeiten und ich rede mir nun seit Tagen ein, dass das alles ganz normal ist.

Das Wochenende sollte im Zeichen des Packens stehen, ich warte nur noch eben auf den Motivationsschub.
Irgendwann wird der mich doch wohl ereilen, oder?

augenBloglich 10.12.2011, 08.30 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Inmitten des Chaos

Ich habe beschlossen, das um mich herum ausbrechende und existierende Chaos zu ignorieren, da ich es  - offensichtlich - nicht wirklich ändern kann.

Im Haus geben sich diverse Handwerker - von manchen Berufen hatte ich bislang nie etwas gehört - die Klinke in die Hand und ich stehe immer nur staunend da und frage mich, wie aus diesem Dreckhaufen ein bewohnbares Haus werden soll - zumindest in der knappen Woche, die uns bis zum Umzug bleibt.
Vorrangig ist eines: Dreck und Staub.

Und ich rede von sehr viel Dreck und einer Menge Staub.
Meine ersten Reinigungsversuche haben die Sachlage verschlimmert und so habe ich beschlossen, auch den Dreck zu ignorieren.

Ignorieren ist eine momentan sehr beliebte Praxis, wie ich täglich am Bau erleben darf.
Auch wenn man schriftlich und mündlich exakte Maße vorgibt, angibt und formuliert, neigen einige Handwerker dazu diese zu ignorieren.
Ich passe mich also lediglich den Handwerkern an, in der Hoffnung, dass mir das keine Mehrarbeit beschert, wie beispielsweise den Sanitärmenschen, die unsere Toiletten nicht wie gewünscht auf 47 cm anbrachten, sondern eine auf 40 cm, eine auf 42,5 cm und eine auf 41 cm.

Mein freundlich formulierter Einwand, dass mir bei einer Sitzhöhe von 40 cm, die Knie wohl eher im Auge hängen werden, wurde ebenso ignoriert wie mein Einwand, dass ich Schmerzengeld fordern müsste, wenn ich nicht mehr alleine von der Toilette käme.
In meinem Alter hat man ja gerne auch schonmal Rücken und bei 40 cm merkt man nicht nur den.

Also bauten die netten Sanitärmenschen heute alle drei Toiletten wieder ab, um sie nun exakt auf 47 cm anzubringen.
Nicht, ohne sich zu beschweren, dass das ja eine komplizierte Tätigkeit sei.

Ich habe mich wenig beliebt gemacht, als ich einwandte, man hätte sich genau diese komplizierte Arbeit ja ersparen können, wenn man die Toiletten sofort auf der gewünschten Höhe angebracht hätte.

Ein klitzeklein wenig beunruhigend finde ich ja auch die Tatsache, dass beide Kinderzimmer noch keine Böden haben.
Wir sprechen hier von jenen Böden, die wir bereits im August ausgesucht hatten.
Immerhin wurden die Böden dann doch schon in der letzten Woche ausgemessen und man sagte uns, Dienstag und Mittwoch würden sie verlegt.

In Anbetracht der Tatsache, dass wir am Freitag umziehen werden, erklärte man mir, das Zeitfenster sei noch sehr üppig.

Üppig scheint mir ein sehr relativer Begriff zu sein, aber ich halte es auch da mit dem beliebten Ignorieren.
Immerhin steht die Küche.
Als nicht sehr großer Küchenfreund ist es erstaunlich, dass ich diese Küche schon jetzt liebe.
Wobei es dabei weniger um die Küchentätigkeiten geht, die darin verrichtet werden können, als vielmehr um die Tatsache, dass die Küche einfach schön ist.
Also jetzt in meinem betrachtenden Auge.

Es fehlen noch einige Kleinigkeiten, die hoffentlich in Kürze angebracht werden, aber alles in allem passt es.

Auch das Schlafzimmer steht und passt und die Bäder sind so gut wie fertig.
Am Wochenende wird ein Reinigungstrupp durch das Haus geschickt und ich bin mehr als heilfroh, dass das zum Service dazu gehört und wir die Grundreinigung nicht selber durchführen müssen.
Bei meiner diesbezüglichen Talent- und Motivationsfreiheit wäre dies auch zum Desaster geworden.

Ein weiteres Desaster richtete ich an, als ich heute irrtümlicherweise den Versiegeler für den Türenmenschen hielt.
Da laufen aber auch derart viele Handwerker herum, dass man schnell mal den Überblick verlieren kann.
Der Versiegeler konnte mir meine geistreichen Türenfragen selbstverständlich nicht beantworten, dafür zeigte er mir stolz seine Versiegelungen und wollte von mir wissen, ob ich mit seiner Arbeit zufrieden sei.

Angesichts der Tatsache, dass ich nicht den Hauch eines Schimmers habe, wie eine optimale Versiegelung aussieht, habe ich einfach mal genickt.
Ich meine, so ein Nicken ist ja auch eher unverbindlich und kann alles mögliche heißen.
Vor allem kann MANN mir aber später nicht vorwerfen, ich hätte die Arbeit für gut befunden, wenn sie denn - eventuell - gar nicht gut ist.

Zudem wusste ich nicht einmal wohin genau ich schauen musste. Außer irgendwo am Boden. Was ja eine eher vage Richtungsangabe ist.

Um ehrlich zu sein können mir die Handwerker sowieso werweißwas erzählen, weil ich meistens nicht einmal annähernd weiß, wovon sie sprechen.
Ich versuche immer einigermaßen wissend zu schauen und möglichst nicht zu dümmliche Kommentare abzugeben.

Mir liegt da eher das Einkaufen neuer Sachen für das Haus: Lampen, die schon fast alle hängen, Gardinen und Haushaltskram, Möbel und überhaupt all sowas.

Heute wählten wir dann unser Außenpflaster - es ist ja unglaublich, wie viele Entscheidungen man treffen muss, wenn man so ein Haus baut - in der naiven Hoffnung, dass innerhalb der nächsten Woche nochmal wenigstens die Seite vor dem Haus gepflastert wird.

Schön auch, dass der Riesenberg Mutterboden immer noch hinter dem Haus liegt. Sollte Schnee fallen, haben unsere Kinder zumindest einen eigenen Rodelberg.
Gut, sie radeln entweder ins Wohnzimmerfenster oder in den Gartenzaun, aber man kann eben nicht alles haben.

Alles in allem hat das Ganze jetzt sowieso eine nicht zu stoppende und schon gar nicht durch mich zu lenkende Eigendynamik entwickelt, der ich jetzt einfach auch weiterhin gelassen zuschauen werde.

Nur die 100 Umzugskiste müsste ich am Wochenende füllen...

augenBloglich 09.12.2011, 16.10 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der Fliesenleger

Der Fliesenleger scheint der irrigen Annahme zu unterliegen, er zöge mit in unser Haus.
Anders lässt sich das Ignorieren unserer Wünsche und das konsequente Fliesen nach seinen optischen Prioritäten nicht erklären.

Die Duschwand im Gäste WC ist eines von vielen Beispielen:



Nachdem wir ihn freundlich darauf hingewiesen haben, dass es sich um Fliesen mit Mosaikcharakter handelt, bei denen später lediglich die roten Mosaiksteine zu sehen sein sollen, wurde der gute Mann zunächst einmal patzig und erklärte uns, das müsste so.....

Und überhaupt verfugt er so, wie er meint, das müsse verfugt werden.
Unser freundlicher Einwand, dass wir ja später in dem Haus leben würden und nicht er und es folglich uns und nicht ihm gefallen müsste, ignorierte er.
Nicht, ohne vorher zu betonen, dass er schließlich der Fachmann sei und die Fliesen müssten so verfugt werden und nicht anders.

Nun haben mich die vergangenen Monate gelehrt, dass es relativ zwecklos ist, mit einigen Handwerkern Dinge ausdiskutieren zu wollen.
Es scheint so, dass die guten Menschen genau wissen, dass sie ihr Geld eh bekommen (über den Bauträger) und Höflichkeit, Freundlichkeit, Kundenorientierung sind noch nicht unbedingt bei jedem Handwerker angekommen.
(Glücklicherweise gibt es Ausnahmen!)

Also fuhren wir noch einmal in den "Fliesenladen", der sinnigerweise auch noch das Wort "Paradies" in seinem Namen trägt, um uns zu vergewissern, dass die Mosaikfliesen so verfugt werden sollten, dass man eben nur die roten Steine sieht.
Man bestätigte uns dies in dem Laden, zeigte uns nochmal eine Wand mit ähnlichen Steinen und wir waren beruhigt.

Nun sind wir also seitdem beruhigt, aber unsere Wand sieht nach wie vor aus wie oben.
Bauleiter und Fliesenleger wurden nun mehrfach informiert, allein, es geschah bislang mal genau rein gar nichts.

Wahrscheinlich kann der gute Fliesenleger sich einfach nicht überwinden ganz gegen seinen ureigenen, persönlichen Geschmack zu verfugen.
Selbiges im Elternband, wo mein nett vorgetragener Wunsch, die Unterwand der Badewannenseite noch mit einem Zierstreifen zu versehen helle Empörung auslöste.
Dann, so sagte uns der gute Mann, müsse er ja Fliesen schneiden.

Nun, ich kenne mich nicht wirklich aus, da ich mir noch nie weitere tiefergehende Gedanken über das Berufsbild des Fliesenlegers gemacht habe, aber ich unterlag bislang der Annahme, das genau sei sein Job.

Noch sind es ja sechs Wochen bis zum Einzug. Ein bisschen Zeit bleibt ja noch....

augenBloglich 06.11.2011, 09.20 | (0/0) Kommentare | TB | PL

So langsam wird es....



Fast fertig verputzt und mittlerweile gar mit Haustür versehen, hat man so langsam das Gefühl, es wird was....




Die falsch gelieferte Treppe wurde mittlerweile auch ausgetauscht:







Der Fliesenleger hat die Wände der drei Bäder bereits gefliest und die Heizung läuft.



Mädchen Dusche





unser Bad



Gäste Bad

Mittlerweile macht es wieder Spaß ins Haus zu gehen und die Feinplanungen vorzunehmen.

Zwischenzeitlich fand ich es recht grauslich als der Innenausbau begann.


 

augenBloglich 30.10.2011, 18.46 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Der sieben Wochen Countdown

Nachdem der Umzugstermin nun feststeht, fiel mir siedend heiß auf, dass es nur noch sieben Wochen hin sind bis zu genau jenem Tag.
Sieben Wochen, in denen hier einiges geschehen muss, um den Umzug so reibungslos wie möglich vonstatten gehen zu lassen.

Einhergehend mit dem Hausbau habe ich mich entschlossen, gnadenlos zu entrümpeln und nur so wenig wie möglich mitzunehmen.
Mich von Altem zu trennen, um Platz zu schaffen für Neues und im Zuge dieser Entrümpelung einfach Lebensballast abzuwerfen.

In vielerlei Hinsicht.

In praktischer Hinsicht sieht das so aus, dass ich bei meinen Büchern begonnen habe.

















Nachdem ich versucht hatte, die teilweise sehr gut erhaltenen und aktuellen Bücher mehreren Bibliotheken zu spenden, diese aber im Vorfeld eine Liste haben wollten (mit Titel, Autor und Erscheinungsjahr), habe ich mich entschlossen, den kürzesten und für mich einfachsten Weg zu wählen und die Bücher morgen zur Deponie zu bringen.

Ich befürchte, ich bekomme den Anhänger noch einmal voll.....

Die Bücher, die mir sehr am Herzen liegen, gebe ich nicht her und die sind bereits in fünf Kisten verstaut.



Aber nicht nur die Bücher müssen weichen, auch sämtlicher anderer in Laufe der Jahre angesammelter "Kram" geht gnadenlos zur Deponie.

Nahezu täglich konnte ich in der vergangenen Woche viele Säcke wegbringen und man stellt sich unweigerlich die Frage, ob man jahrelang im Müll gelebt hat?






Mit jedem Abtransport fühle ich besser und befreiter.

Ich habe Kisten und Kästen genommen und ohne weiteres Durchsehen entsorgt. Beginnt man erst einmal mit dem Durchsehen, findet man grundsätzlich immer etwas, von dem man nicht weiß, ob man es nicht doch noch einmal brauchen könnte....

Und letztlich landet es nur wieder in einer Kiste und wird nicht gebraucht.

Es hat etwas Klärendes, sich von alten Dingen zu befreien und ich hoffe, dass es mir gelingen wird, mein Vorhaben in der nächsten Woche zuende zu führen....




augenBloglich 30.10.2011, 17.50 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Der Handwerkerfurz

Zu behaupten, ich kenne mich mit handwerklichen Gepflogenheiten aus, das wäre vermessen. Mag also sein, dass es durchaus zum im wahrsten Sinne des Wortes duften Umgangston gehört, mitten im Gespräch derart laut und anhaltend zu furzen, dass  man Sorge hat, der Neubau könne einstürzen....



Ich wollte mich gerade dem Fenster einbauenden Handwerker vorstellen und kam genau bis: "Mein Name ist Schä......." Der Rest meiner Vorstellung ging allerdings in einem satten, lauten Furz - hier kann man wirklich nicht mehr von Pups reden - unter und ich hatte Mühe meinen  vor Erstaunen offenstehenden Mund zu schließen.

"Hoppla!" entfuhr es mir - eine ausgesprochen geistlose Bemerkung, aber angesichts des mich bereits umwabernden Gestankes (der Herr hatte eindeutig Ei zum Frühstück) fand ich meine Reaktion noch einigermaßen  erträglich.

Es folgten offensichtlich nötige Nachflatulenzen und ich geriet zunehmend in ein Stadium der Fassungslosigkeit.
Mein Gegenüber fand aber seine furchterregenden hintertürlichen Ausdünstungen wohl eher normal und fachsimpelte munter über das Verglasen weiter.

Ich machte mir bei der weiteren Begehung keine nachhaltigen Sorgen mehr über beschlagene Scheiben.
Ich kannte ja nun die Ursache.....


augenBloglich 23.08.2011, 18.28 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Es tut sich was...

Auch wenn es hier im Blog so ausschaut, als täte sich nichts, hat sich in den vergangenen drei Wochen eine Menge getan.

Momentan sieht das Haus so aus:





Die Fenster wurden eingebaut, das Dach gedeckt, die Bodenplatte abgedichtet.
Es fehlen vier Fenster, die wir nicht in glasklar sondern einem Glasmuster bestellt haben.
Die elektrischen Rollos sind mit den Fenstern eingebaut worden und wir haben uns drei Stunden mit dem Elektriker die Zeit vertrieben, um festzulegen, wo welche Steckdose und welcher Schalter hin soll.

Die Installateure verlegen momentan die Rohre. Unten im Gästebad sieht das schon aus:




Überall stehen und liegen nun hübsche Rohre herum:



Und es beginnt nun der Zeitpunkt, wo ich Mängel oder Fehler wirklich nicht mehr selber entdecken kann.
Gut, die fehlende Tür im Kinderzimmer zu bemerken, das war jetzt keine große Kunst.
Bei den Installationen fehlt mir jedoch wirklich jeglicher Plan und ich bin mittlerweile sehr froh, dass wir uns einen Sachverständigen an die Seite geholt haben.
Bei der letzten Begehung fand er einige Mängel, die wir im Dachstuhl niemals entdeckt hätten und die aufgrund seiner Intervention sofort behoben wurden.

Was wirklich extrem anstrengend und auch nervtötend ist, ist die Tatsache, dass man auf Angebote der Handwerker - sofern man den Standardbereich verlassen möchte - wochenlang warten muss.

Ein durchweg positives Erlebnis hatten wir jedoch am vergangenen Wochenende. Wir fuhren zur Bemusterung der Innentreppe und erstmalig konnte uns der Berater schlagmals sagen, wie viel unsere Wünsche zusätzlich kosten würden.
In zehn Minuten waren wir fertig.
So muss das gehen.

Der Badezimmermensch aber, den wir am Samstag aufsuchen werden, kündigte schon an, wir müssten bei drei Bädern mit mindestens drei Stunden rechnen....

Als ich ihm sagte, ich wolle nicht seine ganze Firma kaufen, erklärte er mir groß und breit wie wichtig Bäder seien und das dies ja praktisch eine Investition fürs Leben sei.

Ich bin mir nicht sicher, ob er auch von Waschbecken, Toiletten und Wannen sprach.
Nun gut, aber das kennen wir ja nun schon vom Türenmenschen, dessen Angebot übrigens von vorne bis hinten nicht mit unseren Absprachen übereinstimmte.

Kommentar des Chefs der Firma: "Ach ja, kann sein, ich habe nämlich nicht verstanden, was mein Mitarbeiter mir da aufgeschrieben hat!"

Sehr vertrauenserweckend.
Ich bin schon jetzt gespannt, welche Türen uns eingebaut werden.....

Ich nehme an, Svarowski lässt grüßen.





augenBloglich 23.08.2011, 18.15 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Richtfest

Da ich als Gastgeberin eine absolut unterdurchschnittliche Niete bin, war ich nervös. Nervös vor diesem Richtfest. Natürlich hatte ich alles organisiert und geplant und eingeladen und getan, aber die Tatsache, dass mich Feste, zu denen ich einlade immer nervös machen, trug dazu bei, dass ich neben mir stand.
Hinzu kam die Tatsache, dass am Morgen des Richtfestes - also am 3.08.2011 - noch rein gar nichts von einem gerichteten Dachstuhl oder Holz oder Zimmerleute oder sonstwas zu sehen war.....

Gut. Ich meine, zu ändern war es nicht und so tat ich einfach so, als sähe ich schon ansatzweise das, was mal der Dachstuhl werden sollte und organisierte weiter.

Was morgens um 9 Uhr noch traurig aussah, zeigte sich pünktlich um 16 Uhr dann aber doch so:



Man unterschätze niemals die Zimmerleute.....

Nach einem netten Richtspruch, nur die Schwiegermama erbarmte sich des Schnapses, kam auch ich nicht um das Nageln herum.



Überraschenderweise gab es keine Verletzten. Meine anschließende Ansprache zu den Gästen erwies sich als kurz und knapp:
Ich dankte fürs Kommen und verwies aufs Essen.

Der Rest rauschte aufgrund meiner Anspannung an mir vorbei. Ich kann nur hoffen, dass sich alle einigermaßen vergnügt haben.

Viele nette neue Nachbarn haben wir kennengelernt und ich habe gefühlte hundertmal unsere Räumlichkeiten erklärt.

Alles in allem habe ich mich hinterher gefragt, warum ich vorher eigentlich so nervös war?

augenBloglich 23.08.2011, 17.57 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Du hast immer die Wahl...

Wenn schon Richtfest, dann auch ein schönes. Das war unser Gedanke und so haben wir geplant und organisiert und eingeladen und gelesen......

Über kleinere Baupannen, wie die fehlende Tür oder aktuell eine mit einem Sturz versehene Einbuchtung für einen Rollokasten haben wir bislang munter hinwegsehen können, da ja ansonsten alles zügig und sorgfältig lief.

Nur die Sache mit dem Richtfest, also die scheint ihre Haken und Tücken zu haben.
Als ich letzte Woche unseren Bauleiter anrief und fragte, wann denn wohl das Richtfest sei, musste der sich erstmal mit den Zimmerleuten in Verbindung setzen.
Das tat er und nach mehreren Telefonaten hieß es also Mittwoch.

Nun ist Mittwoch heute.
Die lieben Freunde, Verwandten, alte und zukünftige Nachbarn sind eingeladen.
Für reichlich Essen und Getränke ist gesorgt, das Wetter soll mitspielen, nur.....
.... als wir gestern Abend Bierzeltgarnituren zur Baustelle brachten, sahen wir voller Entsetzen, dass sich rein gar nichts getan hat.
Ich meine nichts im Sinne von: GAR NICHTS.
Keine Zimmerleute in Sicht, kein Holz....

Nun hörte ich jedoch noch nie von einem Richtfest ohne gerichteten Dachstuhl.
Wahrscheinlich werden wir die ersten Menschen sein, die ein solches feiern müssen.

Nachdem mich eine kurzzeitige Panik übermannte, entschloss ich mich, es mit Humor zu nehmen.
Du hast immer die Wahl, Energie und Nerven in unnötige Aufregung zu investieren oder eine Sache so anzunehmen, wie sie nunmal gerade ist.

Wir feiern, ob mit oder ohne Dachstuhl, mit oder ohne Zimmerleute.
Machen wir halt eine Rohbauparty.

Oder so.
:-)


augenBloglich 03.08.2011, 07.19 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25