Tierfreund=Menschenfreund

Mir war durchaus bewusst, dass es gewagt ist, an dieser Örtlichkeit so frei heraus auszusprechen, dass man nicht Tierchens bester Freund ist. Das hab ich nun davon. Ein anonymer (was sonst) Tierfreund wies mich per mail daraufhin, dass

".......meine Erfahrungen zeigen, daß Menschen, die Tiere hassen, auch Menschen hassen und so auch Gott verachten. Hast du schon überlegt eine Therapie zu machen? Deine Abneigung muß Wurzeln haben und so wie du über Tiere sprichst, verachtest du die Schöpfung!"

 

augenBloglich 09.03.2005, 08.57| (4/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Schmunzelwertes

das trotzende Kleinkind am frühen Morgen

Ich weiß nicht wie andere Menschen das sehen, aber 4.56 Uhr ist für mich der ganz frühe Morgen. Sozusagen der frühmorgendliche Frühmorgen, den ich normalerweise gerne schlafend verbringe.

Nun, hier und da, dann und wann, kommt etwas dazwischen und das mit dem Schlafen klappt dementsprechend um diese christliche Stunde dann nicht mehr so ganz.

Mal ist es der hysterische Gockel vom Nachbarn, mal ist es eine auf dem Boden kugelnde Dreijährige. Doch egal WAS es auch sein mag, es trägt nicht dazu bei eine positive frühmorgendliche Stimmung bei mir zu erwecken.

4.56 Uhr also. Mit einem kreischt etwas. Es kreischt laut und markerschütternd [<-- das kommt davon, wenn man zu viel Mo Hayder und Tess Gerittsen liest - man denkt in thrillrigen Adjektiven] und vor allen Dingen kreischt es durchdringend und pausenlos.

Da es in Ermangelung meiner Atemluft derzeit nicht möglich ist aus dem Bett zu springen und leichtfüßig nachzuschauen, was denn da los sein mag, quälte ich mich ächzend hoch und schlurfte gemählich zum Ort des Grauens. Weit musste ich nicht schlurfen, denn unsere Tochter hatte es sich auf dem Esszimmerboden, auf halben Wege zwischen Kinder- und Schlafzimmer, "gemütlich" gemacht und schrie sich dort, auf dem Boden wütend, die Kehle heiser. Leider war es mir nicht möglich zu verstehen, was unser Kind mir mitteilen wollte, aber da ich weder Blut, noch Erbrochenes, noch andere Körperflüssigkeiten entdecken konnte, die zügiges Einschreiten vonnöten gemacht hätten, stieg ich das Kind ignorierend zunächst über sie hinweg, um mich auf einen Stuhl zu setzen. (Ganz alte Frau, ich weiß!)

Ich kam nicht umhin, die Beweglichkeit unseres Kindes zu bestaunen. Die Beine spiralförmig durch die Luft schleudernd, den Rücken dabei in Bodenberührung, mit den Armen wilde Schwenkerbewegungen vollführend und dabei wirklich beängstigende Geräuasche von sich gebend, wand sie sich am kalten Boden und ich verstand ihren Wortschwall nach wie vor nicht.

Die Erfahrung lehrte mich, dies als "kleinen Anfall einer trotzenden Dreijährigen" einzustufen und so erwog ich meine Möglichkeiten. Egal was ich tun würde, es wäre falsch. So viel stand fest.

Ich entschied mich, mein Kind in die Arme zu nehmen, um es zu beruhigen. Da endlich konnte ich aus dem strampelnden Etwas die Worte: "ICH BIN MÜDE!" erhören. [Na sowas, ich gar nicht!]

In meinen Armen tobte der Kampf weiter und meine Idee, im Bett weiterzuschlafen, wurde glattweg verworfen. [Es ist selbstverständlich eine sehr abwägige Idee, sich ins Bett schlafen zu legen, wenn man müde ist und ich kann die Empörung meiner Tochter ob dieser meiner Idee natürlich nachvollziehen!]

"Ich bin müde!", jammerte das Kind herzzerreißend und gleichzeitig "Ich will nicht schlafen. Nicht schlafen. Nicht ins Bett. Ich will nicht!" Sagen wir mal so: Wir standen da nun vor einem kleinen Problem.

Blitzschnell durchkämmte mein müdes Hirn die Alternativen:

1. Kind ins Bett verfrachten, zudecken, ins eigene Bett huschen: schlafen

2. Kind mit ins Elternbett nehmen, zudecken: schlafen

3. Kind liegen lassen, selber ins Bett huschen: schlafen

Meine Alternativen klangen eigentlich ALLE sehr gut, sie hatten nur allesamt den kleinen Haken: Sie würden nicht funktionieren.

Möglichkeit 1: Kind würde im eigenen Bett weiter toben und das andere Kind wecken. Beide Kinder würde zusammen weiter toben.

Möglichkeit 2: Kind würde es sich im Elternbett bequem machen und dann anfangen weitschweifige Geschichten zu erzählen und somit das weitere Schlafen der Eltern zu verhindern wissen.

Möglichkeit 3: Ich würde wach im Bett liegen und mich fragen, ob ich eine Rabenmutter sei?

[Natürlich ist das keine wagemutige und undurchdachte Theorie, sondern geschätzte Erfahrungswerte einer ungeschätzten Praxis.]

Ich entschied mich dennoch für Möglichkeit 2, in der Hoffnung, das Kind würde durch die mütterliche Nähe beruhigt und der Schlaf würde es übermannen. Zudem mangelte es an weiteren Alternativen und die Vorstellung wieder im warmen Bett zu liegen zog mich nahezu magisch an.

Ich denke, es war so gegen 5.45 Uhr als Sophia endlich einschlief. Nachdem sie mir das Märchen von Rotkäppchen erzählt hatte, die Geschichte von Arielle, das Rumplestilzchen Zeugs und noch so allerhand Literarisches. Ich kann mich an die Uhrzeit so genau erinnern, weil just in diesem Moment der Wecker schrillte.

"Muss ich schon aufstehen?", fragte mich meine bessere Hälfte während Sophia lautstark schnarchte.

"Mach was immer du willst!", knurrte ich ungnädig zurück und stellte mich dem Tag.

augenBloglich 09.03.2005, 08.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

Abenteuer Haustier

Natürlich muss man sorgsam erwägen, ob es sinnvoll ist, nicht nur sich, sondern der gesamten Außenwelt einzugestehen, dass man kein ausgesprochener Tierliebhaber ist. Insbesondere von Frauen, dazu noch in meinem Beruf, wird das nahezu als berufliche Qualifikation und Grundvoraussetzung eingestuft.

Fakt jedoch ist, dass Tiere für mich in erster Linie mit Dreck, Arbeit und Gefahr verbunden sind - mal deutlich überspitzt formuliert - und ich immer sehr froh bin, wenn ich solchige nur von Ferne sehe.

Glücklichweise, oder eventuell gerade deswegen, bescherte mir das Schicksal diverse Allergien, die die Anschaffung jedweden Haustieres von vorneherein vereiteln. Ein Umstand, mit dem ich sehr gut leben kann, da ich weder Zeit, noch Lust noch Nerven für die Betüddelung, Pflege und Liebe zu einem Haustier hätte.

[Jaja, das kostet mich jetzt wahrscheinlich Sympathiepunkte bei allen Tierfreunden, aber das ist ein kalkulierbares Risiko!]

Unsere Mädel jedoch befinden sich in jener kindlichen Phase, in der das Halten eines Haustieres eine Quelle reinen Glücks zu sein scheint und so wird kein Wunsch drängender und häufiger und mitleidheischender vorgetragen.

Konsequenz ist alles und nie fällt es mir so leicht wie in diesem Punkt: "Nein!"

Nun gibt es da aber noch den Opa. Der Mann, der mir, als ich in der kindlichen Haustiererfüllungsglücksphase war, meinen diesbezüglichen Wunsch stets mit einem dem meinigen recht ähnlich klingenden "nein" abschlug.

Opa nun versprach unseren Kindern: "Ihr bekommt einen Hasen!" Nun kennt ein Vater ja seine Tochter und so schränkte Opa direkt ein: "Der wohnt dann bei uns im Garten!"

So weit. So gut. Hase, das ist ja nun ein recht weitläufiger Begriff für jemanden wie mich. Zunächst verbinde ich damit, rein klischeehaft und nicht vom Wissen her genährt, ein hoppelndes, Möhren futterndes Wesen.

Immerhin weiß ich, dass es Zwergkaninchen, Kaninchen und Hase gibt. (Auch Zwerghasen?) Aber natürlich habe ich keinen blassen Schimmer von diesen Tieren und den Unterschieden zwischen diesen Tieren.

Nun könnte man meinen, das solle ja auch nicht meine Sorge sein, wenn das Häschen (oder was auch immer) doch eh im Garten der Großeltern haust.

Richtig. Nur, meine Eltern - denen ich das von Herzen gönne - fahren ein bis zwanzig Mal im Jahr - durchaus auch sehr spontan - in den kürzeren bis längeren Urlaub und dreimal darf man raten, wem dann die Häschenpflege obliegen wird?

Genau. Ich sehe es kommen. Die Panik wird mit mir sein. Ein Hase und ich. Das kann nicht gut gehen. [Heute morgen erwähnte Lena doch tatsächlich nebenbei, dass Opa zwei Häschen kaufen würde, weil sie lieber ein weißes und Sophia lieber ein braunes haben möchte. Meinen Vorsschlag dann doch ein weiß-braun-geschecktes zu kaufen wurde verächtlich verworfen. "Der Opa macht das schon!"- Genau DAS ist meine Befürchtung!]

Und überhaupt, wie hält man die Hasen klein?

augenBloglich 08.03.2005, 08.56| (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram

Bono for president

Washington - Rocksänger Bono von der irischen Gruppe U2 ist als neuer Präsident der Weltbank ins Gespräch gebracht worden.

 

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augenBloglich 07.03.2005, 19.50| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Schmunzelwertes

der MUSS Katalog

Ich bin wirklich ausgesprochen froh darüber, dass jeder [außer mir] genauestens zu wissen scheint, was ich "muss".

"Sie müssen sich unbedingt schonen!", erklärt mir die Ärztin, "zusehen, dass Sie beruflich kürzer treten, mehr an sich denken!"

"Du musst jeden Tag raus, Kind, jeden Tag. Das sag ich Dir seit Jahren. Die Kinder nehmen und dann an die Luft. Das muss man. Das musst Du. Und mehr Obst musst Du essen, aber das sag ich Dir ja auch seit Jahren!", weiß meine Mutter.

"Kind, Du musst zusehen, dass Du Eure Wohnung ein bisschen in Ordnung hältst!", meint mein Vater

"Schatz, Du musst heute unbedingt meine Schwarzwäsche waschen!", beauftragt mich meine bessere Hälfte.

"Mama, du musst noch Sams mit uns spielen!", behaupten die Mädels.

"Bügle uns, Du musst uns bügeln!" schreit mich der Wäschehaufen unentwegt und gnadenlos an.

"Susanne, ich hab es dir schon so oft gesagt, Du musst die Teller abspülen bevor du sie in die Spülmaschine stellst!" mäkelt meine Ma.

"Sie müssen mit ihren Kräften besser haushalten!" ist ein lieber Kolleginnentipp.

"Mama, du musst Milch einschütten!" erwartet Lena.

Sophia hingegen: "Mama, du musst Tribbelwasser holen!"

"Schatz, du musst unbedingt mal wieder Reibeplätzchen machen!"

"Kind, du musst mehr auf die Armaturen im Bad achten!"

"Du musst abnehmen.!"

"Du musst mehr raus mit den Kindern, mehr raus!"

"Du musst dir Zeit für dich nehmen!"

"Du musst auch mal hören, wenn man dir was sagt!"

 

Ich habe den Katalog ins Altpapier geworfen. Soll er doch dort verrotten!

augenBloglich 07.03.2005, 14.53| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

Briefe in die chinesische Vergangenheit

Wer auch immer das Cover entworfen haben mag, er oder sie schwebte gerade wohl in rosaroten Sphären. Nichtsdestotrotz hat mir der Anfang dieses Buches heute Morgen das Warten beim Arzt versüßt. Ich hätte mir dieses Buch niemals gekauft, ich wäre nie auf die Idee gekommen es zu lesen, wäre es im Forum von buchticket nicht so hoch gelobt worden Nun denn, ich ertauschte es und heute morgen fiel mir ein, dass es noch auf meinem SUB liegt. Besser: irgendwo in meinem SUB. Da "Das Mädchen mit dem roten Mantel" doch eher schwere und vor allem nicht leicht verdauliche Buchkost ist, entschied ich mich, etwas Heiteres mit in die Praxis zu nehmen. Leid sieht man vor Ort schon immer ausreichend.

Ich werde dieses Buch lieben - so viel steht fest. Allein die ersten Seiten haben mich köstlich amüsiert, unterhalten, abgelenkt. Die Zeit verging wie im Fluge.

Allerdings ist es mir schleierhaft, wie man auf die genial verrückte Ideen kommen kann:

Ein Mandarin aus dem China des 10. Jahrhunderts versetzt sich mit Hilfe eines »Zeit-Reise-Kompasses« in die heutige Zeit. Er überspringt nicht nur tausend Jahre, sondern landet auch in einem völlig anderen Kulturkreis: in einer modernen Großstadt, deren Name in seinen Ohren wie Min-chen klingt und die in Ba Yan liegt. Verwirrt und wißbegierig stürzt sich Kao-tai in ein Abenteuer, von dem er nicht weiß, wie es ausgehen wird. In Briefen an seinen Freund im Reich der Mitte schildert er seine Erlebnisse und Eindrücke, erzählt vom seltsamen Leben der »Großnasen«, von ihren kulturellen und technischen Errungenschaften und versucht Beobachtungen und Vorgänge zu interpretieren, die ihm selbst zunächst unverständlich sind.

augenBloglich 07.03.2005, 12.35| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher

neues Wort aufgeschnappt

 

grenzdebil

[Muss ich mir merken!]

augenBloglich 07.03.2005, 12.21| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Wortschöpfungen

Zwangsauszeit

Die nette Ärztin gerade eben zog erst ein bedenliches Gesicht, ehe sie mir verkündete, ich hätte eine fiese, fette Lungenentzündung. So weit fortgeschritten, dass sie mich am liebsten in der Klinik sähe, von wegen Ruhe und stressfrei und so.....

Es geht mir nicht gut, das ist richtig, aber so lange ich mich nicht großartig bewege geht es schon einigermaßen.

Jedenfalls wurde mir jetzt eine zweiwöchige berufliche Zwangspause auferlegt. Ich soll mich auf das Sofa legen und ruhen, ruhen, ruhen und natürlich genesen.

So weit die Theorie.

Selbstverständlich lege ich mich gleich auf das Sofa. Und dann ruhe ich, bis der Kindergarten zuende ist. Was dann kommt, werden wir sehen......

augenBloglich 07.03.2005, 11.15| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: körperlich

ich egoistische böse Frau, ich

Ich bin krank. Ich streue Bazillen, Viren und weißdergeier was sonst noch um mich herum aus. Mein virenverseuchtes Husten wird selbst mit vorgehaltener Hand Kreise ziehen. Ich werde andere Menschen anstecken, die Krankheit verbreiten. Und dennoch: Ich werde gehen!

Seit Monaten war ich nicht mehr raus. Seit Ewigkeiten nicht mehr gemeinsam mit meiner besseren Hälfte.

Zu Weihnachten bekamen wir Karten für eine nahegelegene Variete Show. Gute Freunde ebenfalls. Mich interessiert das Variete nicht. Aber es gibt dort leckeres Essen. Und: Ich bin raus. Ich bin nicht zu Hause. Ich bin kinderlos. Ich sehe mal etwas anderes. Ich kann mich ungestört unterhalten.

Meine Welt dreht sich wieder.

Es ist mir gänzlich egal, wen ich alles anstecken werde. Ich lass mir diesen Abend nicht nehmen. Auch nicht durch so olle Viren. Durch die schon gar nicht. Neee.

augenBloglich 06.03.2005, 15.15| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Pssst!

Ich verrate noch etwas. Es scheint, als blieben unsere Kinder bis morgen bei Oma und Opa.

:-)

augenBloglich 06.03.2005, 13.31| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

zwanzigeins

Pisa treibt die dollsten Blüten. So viel steht fest. Irgendworan muss es ja liegen, dass wir nicht richtig prickelnd abgeschnitten haben. Gründe finden sich ausreichend. So viel steht ebenfalls fest.

Zum Beispiel die Deutsche Zahlensprechweise. Ist sie ein Grundübel des Deutschen Schulsystems? Nun, ich vermag das nicht zu beurteilen, habe mich aber gerade bei zwanzigeins kundig gemacht.

Interessant dort, die Briefe an das Kultusministerium und deren Antworten.

Ich stelle mir gerade vor, was hier im Falle einer Umbenennung los wäre. Man denke nur daran, dass bis heute einige Menschen nicht in der Lage sind - und sein möchten - die Neue Rechtschreibung zu praktizieren.

Mir scheint das Chaos vorprogrammiert.

 

augenBloglich 06.03.2005, 11.37| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Wissen

Baudolino

Jetzt habe ich schon manches Mal bei buchticket einen richtigen "Schatz" ergattern können. Gestern kam hier eine wunderschöne Hardcover Ausgabe von Ecos "Baudolino" an. Das Buch sieht aus wie neu.

Es liegt nun ganz zuoberst auf meinem SUB.

augenBloglich 06.03.2005, 10.27| (3/2) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher

Kopfkarussell

Mitten im Schreiben einer mail musste ich mir gerade eben die Nase putzen. Mit einem Male spürte ich, wie in meinen Ohren etwas mit dem "Druck" passierte und mirnichtsdirnichts drehte sich alles. Da war kein Halten mehr. Wie irre kreiste das Zimmer um mich herum, der Rechner, sogar einzelne Körperteile und ich gestehe, ich geriet in Panik. Zwar sagte ich mir ständig: "Ganz ruhig" vor, war aber im Begriff hysterisch zu werden, denn nichts empfinde ich als schlimmer, als Schwindel, diese Haltlosigkeit, dieses beständige Drehen, schneller werdend und dieses keinen festen Punkt mehr zur Orientierung zu haben. Zudem hatte ich den Eindruck, ich müsste mich jederzeit übergeben. Mein ganzes Bestreben galt dem, mich aus dem Arbeitszimmer zu entfernen und irgendwie ins Bad zu gelangen.

Eigentlich damit beschäftigt, meinen Atem unter Kontrolle zu bringen und zu halten, war dieser Schwindel jetzt eindeutig zu viel und mir entglitt die Kontrolle. Das war ein ganz furchtbares Gefühl. Ich wankte  - irgendwie - ins Bad, stützte mich an Wänden und sonstwo ab und fragte mich, was da mit mir und meinem Kopf passiert.

Hätte ich die nötige Luft gehabt, hätte ich geschrien, aber so setzte ich mich einfach auf den Boden und versuchte mich zu beruhigen. Erneutes Schnupfen brachte nicht den gewünschten "Druckausgleich" (??) und so blieb mir nur: abzuwarten.

Irgendwann, es erschien mir, als seien Stunden vergangen, dabei müssen es wenige Minuten gewesen sein, klickte es im rechten Ohr und das Kreisen wurde langsamer, nahm ab.

Mir ist immer noch übel. Ich wage auch nicht, noch einmal zu schnupfen und die Panik verlässt meinen Körper auch nur langsam.

Himmel, war das ein furchtbares Gefühl.

augenBloglich 06.03.2005, 07.38| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: körperlich

kinderlos

Es ist so schön, einmal nicht von quietschfidelen und fordernden Kindern aufgeweckt zu werden. Es ist so schön, nicht gleich Wünsche und Bedürfnisse stillen zu müssen. Es ist so schön, in einer ruhigen Wohnung zu erwachen und tun zu können, was man möchte, ohne Rücksicht auf irgendwen nehmen zu müssen.

Die Kinder scheinen tatsächlich bei ihren Großeltern geschlafen zu haben. Ich kann kaum glauben, dass nicht doch ein "Ich will zurück" Anruf erfolgte, dass sie BEIDE wirklich dageblieben sind.

Und ich, ganz Rabenmama, ich genieße das so sehr. Den Morgen ganz für sich haben zu können ist für mich das größte Geschenk. Es ist nicht, wie bei anderen, der Abend. Am Abend bin ich müde, ausgelaugt, groggy. Morgens aber, morgens öffnet sich mir das weite Feld von vielen Gedanken und Möglichkeiten.

Ich genieße das.

augenBloglich 06.03.2005, 06.48| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

asthmatische Gedanken

Mein asthmatisches Gekeuche treibt mich aus dem Bett. Das Liegen verschlimmert die Atemnot, ich bemühe mich krampfhaft, den Sauerstoff in meinen Körper und vor allem auch wieder hinaus zu bekommen. Jeder Atemzug ist schweißtreibend, schmerzhaft und mühsam. Natürlich weiß ich, was ich zu tun habe. Aber das Wissen darum macht es nicht weniger anstrengend aufzustehen, die wenigen Schritte keuchend zu gehen. Husten schüttelt mich. Es ist, als müsste ich mir etwas aus der Seele husten, das noch viel zu fest sitzt, um an die Oberfläche zu gelangen.

Zum zigsten Mal in meinem Leben frage ich mich, ob mein Gewicht etwas mit dem Asthma zu tun hat und zum zigsten Male rufe ich mir ins Gedächtnis zurück, dass ich bei 30 Kilo weniger kaum jemals Asthmaprobleme hatte.

Dies allein sollte Grund genug sein, endlich abzuspecken, aber der Gedanke wird augenblicklich weggehustet.

Ich kenne das Fiepen und Piepen schon, die unangenehmen Geräusche, die es verursacht, wenn man um Luft ringt. Sitzend geht es einfacher. Geht es leichter. Nur keine Bewegung zu viel machen.

Ich nehme es hin, wie ich vieles hinnehme. Im Bewusstsein, etwas verändern zu können, wenn ich nur endlich aktiv werden würde. Dann wieder überfällt mich der Gedanke: Es ist nur der aktuelle Infekt, das Fieber, der eitrige, hartnäckige Schnupfen. Der zusitzende Kopf.

Es ängstigt mich längst nicht mehr, das Hinein- und Herauspressen der Luft, des Atems. Die Furcht vor meinem Ersticken haben lediglich die Menschen, die hilflos zusehen, wie ich beengt und krampfhaft bemüht atme. Sie lassen sich nicht so leicht beruhigen, diese Menschen, mag sein, der Eindruck des Erstickens liegt wirklich nahe.

Aber das ist Unsinn. So schnell erstickt man nicht. Die Luft findet ihren Weg, nur braucht sie länger und es kostet eine Menge Kraft. Der Vorgang des Atmens ist mit einem Male kein unbewusst, selbstverständlicher mehr. Man keucht sich von Atemzug zu Atemzug und ist froh um jedes weitere Fiepen und Keuchen und Ächzen. Denn es heißt schließlich nichts anderes als: leben und zudem: irgendwann wird es auch wieder besser.

Hier im Sitzen geht es. Die Bewegung meiner Finger auf den Tasten macht keine große Mühe, ich fiepe sehr regelmäßig und habe das Atmen unter Kontrolle. Sobald ich aufstehe ist das etwas anderes. Die Kraft, die mein Körper zum Atmen benötigt, fehlt an anderer Stelle und so bewege ich mich während dieser Asthmaprobleme gleichsam wie eine Greisin, der es Mühe bereitet, Fuß vor Fuß zu setzen.

Ich muss mich festhalten, langsam gehen, Schritt für Schritt, immer darauf achtend, dass mein Keuchen mit mir Schritt hält.

Man fühlt sich alt. In diesen Augenblicken. Furchtbar alr. Alles Junge, Dynamische - sollte es je vorhanden gewesen sein - ist einem dann abhanden gekommen. Man ist auch nicht gerade auf der Suche danach. Wichtig ist einzig das Hereinziehen der Luft, das Bezwingen der Enge, das Durchdringen, der zugemüllten Luftkanäle.

Und das Wissen darum: Irgendwann ist dieser Moment auch wieder vorbei!

augenBloglich 06.03.2005, 06.44| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: körperlich

Psssst!

Ich verrat mal gerade was:

Ich bin alleine. Ich habe Ruhe. Niemand ist im Haus. Kinder bei Oma und Opa. Mann bei Freunden. RUHE. Es trübt der rotzende und hämmernde Schädel. Aber: Man kann nicht alles haben!

augenBloglich 05.03.2005, 19.53| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

durchgeschlafen

.....haben zumindest unsere Kinder, während ich asthmatisierend und mit dröhnendem Schädel meine Zeit wachend im Bett sitzend verbracht habe.

So viel zu Asthma und Psyche. Ich bin mir sicher, dass das die Konsequenz des gestrigen Nachmittages ist.

Andererseits habe ich nun auch Fieber und der Kopf sitzt zu. Aber schon wieder soooo erkältet?

Ich will Frühling. Das steht fest.

augenBloglich 04.03.2005, 06.36| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Augenblicke

Vorbereitung super, Durchführung klasse, Störung vom Feinsten

Ich konnte mich über das Lob, an passender Stelle ganz ruhig und gelassen geblieben zu sein jetzt nicht wirklich freuen. Auch nicht darüber, dass fast alle begeistert waren. Fast. Mir hängt diese Störung nach. Dieses aggressive, feindselige Verhalten, das mir arg zu schaffen macht und mich - auch wenn es niemand merkte - völlig irritierte.

Jetzt reicht mein Kopf bis Timbuktu. Dabei stand ich heute Mittag in der Sonne auf dem Hof und fühlte mich unendlich glücklich bei dem Gedanken an heute Abend, wenn der "Stress" vorbei ist.

Jetzt ist heute Abend und ich bin weder glücklich, noch zufrieden, noch erleichert.

Ich fühle mich recht leer, obwohl meine Kopffülle mir zu schaffen macht. Es ist, als fiele man in so ein kleines, fressendes Loch.

Wahrscheinlich hilft das nur: Decke über den Kopf, Augen zu, ab in den nächsten Tag.

augenBloglich 03.03.2005, 18.10| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Erlebnisse

gut zu wissen

Ich denke, der Termin steht seit ca. drei Wochen. Seit dieser Zeit war mir also durchaus bewusst, dass ich morgen Nachmittag eine wichtige Fortbildung zu geben habe. Jeden Tag schien noch reichlich Zeit für die Vorbereitung und auch als die jetzige Woche begann, hatte ich doch noch Zeit satt. Nur keine Hektik. Warum arbeiten, wenn man auch lesen, daddeln und schönere Dinge tun kann.?

Ganz plötzlich war es dann heute. Sogar irgendwie gleich heute Abend. Sozusagen ganz knapp vor morgen. Während der Kopf das heute/morgen Problem noch sortierte, begann die eine Hand schonmal eine Power Point Präsentation vorzubereiten, die andere Hand wichtige Unterlagen zu suchen, die, wie sollte es anders sein?, nicht dort lagen, wo ich dachte, dass sie lägen.

Der Drucker druckt langsam. Mein Konzept ist wirr, aber ich guter Dinge. Es scheint, als könne ich nicht ohne diesen hausgemachten Stress.

Andererseits, wenn ich so auf die Uhr sehe, das ist jetzt so gar nicht mehr meine Zeit. Und warum? Weil das heute wieder einmal viel schneller kam, als es hätte kommen sollen.

Ist das vielleicht meine Schuld?

augenBloglich 02.03.2005, 22.24| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram

Achtung!

S T R E S S

augenBloglich 02.03.2005, 19.03| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in:

Schauplatz Leben

Mir kommt es oft so vor, als sei das Leben ein abwechslungsreiches, stetes Schauspiel. Selbstverständlich empfinde ich dies nur in jenen Augenblicken so, in denen ich aus der Perspektive des Betrachters im Publikum sitzen darf.

Heute morgen geschah mir folgendes.

Auf dem Weg zur Arbeit überfiel mich mit einem Mal so ein kleinerer bis größerer Hunger. Gänzlich ungeplant hielt ich an einer kleinen Bäckerei, mir völlig unbekannt, nicht in "unserer" Stadt, sondern eben unterwegs. Ich trat herein in die warme Verkaufsstube und direkt hinter mir folgten ein humpelnder Mann und eine drängelde ältere Dame.

Kaum waren wir alle drinnen, die Türe geschlossen, keifte die Drängeldame, den Herrn an:

"Müssen Sie eigentlich immer Ihren Wagen anlassen und das, wo Sie sowieso so langsam sind mit Ihrem Klumpfuß?"

"Wagen anlassen, Wagen anlassen!", keifte der Mann zurück und sein Tonfall geriet schon in die Maximalzone. "Wenn Sie kein Strom hätten, täten Sie das auch so machen!", verteidigte sich der Mann, der mir, trotz der Laustärke irgendwie sympathischer war als die Drängeldame.

Diese erwiderte jedoch prompt: "Das stinkt bis zum Himmel und bis in unser Wohnzimmer. So oft habe ich Ihnen das schon gesagt, stellen Sie gefälligst den verdammten Motor aus!"

"Wie denn, ohne Strom?", wütete der Mann zurück und ich konnte seiner Argumentationslinie nicht wirklich folgen.

Die Bäckereidame vergaß, mich zu bedienen, sie und ich waren zu sehr damit beschäftigt, hemmungslos den Streit zu verfolgen. Doch die Drängeldame hatte auch mir etwas zu sagen:

"Wollense nu watt oder nich?"

Selbstverständlich wollte ich, beeilte mich mit meiner Bestellung und verfolgte weiter gebannt das Schauspiel, ehe ich mich aufraffen und zur Schule musste.

Den ganzen restlichen Weg über beschäftigte ich mich in Gedanken mit jenen beiden Menschen und fand den Vorfall ebenso alltäglich, wie spannend.

Das Leben als Schauspiel. Alles eine Frage der Perspektive.

augenBloglich 01.03.2005, 20.24| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Alltagskram

Das Mädchen im roten Mantel

Ich kann es nicht erkären. Seit Wochen liegt Schätzings "Schwarm" hier herum und ich verspüre einfach nicht die Lust, diesen Wälzer in Angriff zu nehmen. Immerhin habe ich bereits die Danksagung gelesen und war gefesselt von der der Liebeserklärung des Autors an seine Frau. Dennoch, das Buch liegt neben meinem Bett und wird verschmäht. Ich bilde mir ein, es sei ein Sommerferienbuch, so ein Quatsch. Nun ja. Es sind nicht die wahnsinnig vielen Seiten. Die Dicke eines Buches hat mich noch nie geschreckt. Es ist eher so die Furcht, mich furchtbar zu langweilen.

Darum habe ich jetzt ersteinmal zu diesem Buch hier gegriffen:

"Straße für Straße, Haus für Haus werden wir eingekreist. Wir versuchen dem Stern gleich zu sein, nicht vorhanden zu sein. Und nie die Hand loszulassen, die wir umklammern. Wenn man sie loslässt, ist sie im nächsten Augenblick vielleicht verschwunden. Menschen gehen und kommen einfach nicht wieder."

Roma Ligocka ist zwei Jahre alt, als alle Juden aus Krakau und Umgebung im Ghetto zusammen gepfercht werden. Wie durch ein Wunder überlebt sie.

Die wahre Geschichte der Frau, deren Schicksal Steven Spielberg in seinem Film "Schindlers Liste" zu der bewegenden Figur des Mädchens im roten Mantel inspirierte.

augenBloglich 01.03.2005, 18.38| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Bücher

Übersetzungshilfe II - Außeneinsatz

Bevor Sie die folgenden, nach wie vor unvollständigen Tipps und Hinweise zum Verständnis des trotzenden, dreijährigen Kindes lesen, nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass es weitaus sinnvoller ist, Situationen, die die Tipps erforderlich machen schon im Vorfeld zu umgehen.

Sprich: Lassen Sie das Trotzkind besser zu Hause (günstigerweise in der Obhut von nervenstarken Mitmenschen), wenn es Sie in den Supermarkt Ihrer Wahl drängt.

Gelangen Sie dennoch einmal in die Notsituation mit besagtem Kind einkaufen gehen zu müssen, bedenken Sie folgendes:

1. Das Kind wird in den Sitz des Einkaufswagens wollen und dies lautstark und bevorzugt hysterisch schreiend kund tun.

Setzen Sie das Kind in den Sitz, wird es diesen für zu eng und sehr unbequem befinden und dies ebenfalls schreiend (nur ein klein wenig lauter und nörgelnder als zuvor) äußern. Nehmen Sie daraufhin das Kind wieder aus dem Wagen wird es heftigst strampeln und somit seinen Unmut zeigen. Wahlweise lässt es sich daraufhin auf den Boden fallen oder es setzt sich in eine nahegelegene Pfütze.

Rufen Sie in diesem Falle nicht: "Komm jetzt her!"  ins Dreitrotzhochdeutsch übersetzt heißt dies: "Suhl dich auf jeden Fall noch mehr im Dreck!"

[Wählen Sie übrigens die Variante, das Kind erst gar nicht in den Einkaufswagen zu setzen, werden Sie während des gesamten Einkaufs mit verbalen Attacken dieses Kindes überschüttet werden, die alle darauf abzielen, sämtlichen einkaufenden Mitmenschen klar zu machen, welch eine Rabenmutter Sie sind.]

2. Verbieten Sie dem Trotzkopf nie: "Hör auf am Wagen herum zu turnen!" dies klingt in den Ohren eines dreijährigen Kindes wie die frohlockende Botschaft: "Toll, wie du turnen kannst, ich würde gerne weitere akrobatische Kunststücke sehen!

3. Die bittend oder gar fordernd vorgebrachte Aufforderung: "Bleib bitte bei mir!" schlucken Sie bitte direkt hinunter. Das Kind wird sich daraufhin animiert fühlen im Eiltempo durch den Laden zu rennen und hier und dort kunstvoll Gestapeltes umzurennen - unabsichtlich - versteht sich.

4. Die Äußerung: "Jetzt hab ich aber genug!"  wird, was naheliegend ist, damit gleichgesetzt, dass Ihr Einkauf beendet und das Kind somit auf den Parkplatz rennen darf.

5. "Nein, das brauchen wir nicht!" ist ein Hinweis, der erst gar nicht ins Ohr des Kindes Eingang findet. Er gehört zu jenen Hinweisen, der die firewall der trotzenden Dreijährigen nicht überwindet. Ersparen Sie sich also die Mühe, Ihre Energie benötigen Sie für das Auspacken sämtlicher überflüssiger Waren aus Ihrem Einkaufskorb, die Sie anschließend selbstverständlich wieder íns richtige Regal packen müssen, während das Kind heulend und kreischend am Einkaufswagen baumelt. Achtung: In diesem Moment könnte dies bei Miteinkaufenden den Eindruck erwecken, als misshandelten Sie Ihr Kind. Ignorieren Sie entsprechende Blicke oder strecken Sie üblen Zurufern einfach die Zunge heraus.

6. Wundern Sie sich niemals darüber, dass Ihr Kind zwar zu Hause Sprachabnormitäten aufweist, während des Einkaufens aber schokotechnische Raffinessen wie Toffifee fehlerfrei ausprechen kann. Die Ihnen auf der Zunge liegenden Wort: "Nein, das brauchen wir nicht!"  prallen - wie beschrieben - wenig eindrucksvoll am Kinde ab. Kaufen Sie die Toffifee und vertrauen Sie sich später Ihrem Blog an, dass Sie quasi von Ihrem Kinde gezwungen werden Toffifee zu essen.

7. "Schatz, du stehst im Weg!" löst bei diesen Dreijährigen den Reflex aus, sich noch ein wenig unvorteilhafter in den Weg zu stellen und Vorbeiwollenden penetrant in den Wagen zu schauen, dabei wahlweise "Warum ist die Frau so hässlich, Mama?" oder "Mama, warum pupt der Mann?" zu äußern.

8. "Wir müssen uns anstellen!"  können Sie zwar gerne mantramäßig wiederholen, aber das wird Ihnen wenig nützen und das Trotzkind nicht davon abhalten die Vorwartenden ein bisschen anzudrängeln, vorbeizudrängeln, herum zu tollen und den engen Kassenbereich ein wenig Leben einzuhauchen.

9. Sie können sicher sein, dass das Kind, Sekunden  bevor Sie an der Reihe wären, durch die Einkaufshallen plärrt: "MAAAAMMMA; ich muss Pipi! Mama, danz nötig!" Sie befinden sich selbstverständlich in einer toilettenfreien Zone. Vermeiden Sie den Spruch: "Halt noch einen Moment an!" , da dieser besagte Körpersäfte zum Fließen bringt und Sie das in eine unangenehme Situation bringt. Lassen Sie besser alles stehen und liegen, eilen nach draußen in die Kälte (wahlweise Hitze) und versuchen Sie einen Baum, Strauch irgendwas zu finden, um Ihr Kind abzuhalten. Lassen Sie sich nicht aus der Ruhe bringen, wenn das Kind "Ich muss doch nicht!" äußert.

10. Ignorieren Sie bösartige Hinweise auf den Erziehungsnotstand in Ihrem Hause und lächeln Sie allen Tippgebern unverbindlich ins Gesicht. Klemmen Sie sich Ihr Kind unter den einen, die Einkäufe unter den anderen Arm und suchen Sie das Weite.

11. Schwören Sie sich selbst, dass Sie alles dafür tun werden, Situationen wie die beschriebene zu vermeiden.

augenBloglich 01.03.2005, 14.58| (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Nachwuchs

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Marie
Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25