Blogeinträge (themensortiert)

Thema: körperlich

ein sozusagen dickes Gürtelproblem

Trotz einiger, verschwinden geringer, Kilos weniger, bin ich durchaus noch als dick zu bezeichnen. Nichtsdestotrotz rutschen mir, seit geraumer Zeit, sämtliche Hosen. Nicht, dass mich das sonderlich stören würde. Langsam, aber beharrlich rutschen mir alle Jeans stückchenweise den po herunter, so dass ich mir vorkomme wie jenes junge Volk, das den Reißverschluss um die Knie baumeln hat.

Da es sich jetzt aber nicht unbedingt sooo gut macht, wenn man beim Bücken unfreiwillige Einblicke gewährt, ging ich heute auf Gürtelsuche.

Naiv wie ich war, stellte ich mir das Vorhaben so vor: Hinfahren zum Einkaufszentrum, nach einem Gürtel Ausschau halten, gucken ob er passt, kaufen, heimfahren. Es ergaben sich da ein bis mehrere Verzögerungen, insbesondere in dem Bereich: "gucken ob er passt".

Nein, mir hat nicht das Gucken Schwierigkeiten bereitet. Das mit dem Passen war dann schon schwieriger, da es hier in allen Läden lediglich Gürtel für schmaltaillierte gibt. [Übrigens ist es nicht wirklich witzig, sich einen Gürtel umzulegen und zu merken, dass beide Seitenenden auf der Hüfte enden!]

Die Verkäuferinnen, alle eher bei besagten schmaltaillierten angesiedelt, waren mir auch nicht unbedingt eine große Hilfe: "Warum kaufen Sie nicht einfach Hosen, die passen?" wollte die eine wissen, während eine andere wagemutig verkündete: "Bei Ihrer Figur ist das doch eh egal?" Sie ließ offen, ob sie nun die rutschenden Hosen oder die fehlenden Gürtel meinte.

Selbstverständlich fand ich irgendwann einen Gürtel. Ich muss nicht extra betonen, dass das Teil grottenhässlich ist, oder? Allein der überzeugende Preis von 3,90 Euro und die tiefe Verzweiflung, die mich zu diesem Zeitpunkt schon befallen hatte, ließen mich diesen Gürtel kaufen.

Fortan trage ich also einen schwarzen, Minimakramee ähnlichen, abgrundtief hässlichen, aber immerhin schwarzen Gürtel und überlege, ob ich wohl eine Marktlücke entdeckt habe?

augenBloglich 10.02.2005, 15.52 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Innenwelten

Ich sah heute ein Foto von mir. Irgendwer hatte es gemacht und zeigte es mir unvorbereitet. Lange Zeit hielt ich es einfach nur in der Hand und war erschüttert darüber, wie wenig meine Innenwelt nach außen zu gelangen scheint. Es kam mir vor, als sei das nicht ich dort auf dem Bild. Ich sah nur die Hülle um mein "ich", den Mantel, den Schutzwall, das Verdeckende. Es schien, als hätte mir irgendwer einen faden, wabernden Umhang umgestülpt, unter dem man mein wahres "ich" nur vermuten kann.

Ich betrachtete das Foto, als sähe ich jemand Fremden. Jemand, der ganz sicher nichts mit mir und meiner Person zu tun hat, jemand, der nicht wild ist und nicht albern. Jemand, der nicht lebensfreudig, lebenshungrig, lebensbejahend ist. Jemand, der meine Innenwelt in keinster Weise nach außen sichtbar werden lässt.

Eine schauderhafte, erschreckende und nahezu beklemmende Erkenntnis. Nüchtern betrachtet führt dies natürlich nur auf eines zurück: das Dicksein!

Das in Kopf und Herz anders sein, als der Körper repräsentiert. Das Nichtzusammenpassen von Außen- und Innenwelten.

Und natürlich war ich es auf dem Foto. Jedem, den ich es zeigen würde und der mich kennt würde die Frage nach dem "Wer ist das?" ganz selbstverständlich mit: "Na, du!" beantworten. Wahrscheinlich sogar gänzlich ohne Hintergedanken, denn es mag ja durchaus sein, dass andere die Kluft zwischen meinen beiden Welten gar nicht als solche empfinden. Und genau das ist auch richtig, denn ansonsten wäre meine Wirkung auf Mitmenschen niemals authentisch.

Es macht mich ein wenig ärgerlich, dass mir die passenden Worte fehlen, um auszudrücken, was ich meine. Um bildhaft zu machen, welche Welten nicht nach außen dringen, welche Lichter innen strahlen, deren Glanz die Dichte des Umhangs abfängt.

Mir sagte mal jemand ungefähr so etwas wie: "Du bist eben Du. So wie Du bist. Und wenn ich mit dir rede, dann rede ich nicht mit einem dicken Menschen, sondern mit dir." Was weiß ich von dem, was andere empfinden ? Denke ich mir mein Äußeres für andere zu wichtig ?

Es würde mir einfach Spaß machen, äußerlich zeigen zu können wie ich innerlich bin. Das letzte Mal, als ich dies rücksichtslos tat, hingebungsvoll tat, authentisch tat war in der Pubertät. Heute schwappt mein Äußeres eben einfach mit, muss sich in die mitunter rasanten Kurven meines Lebens werfen und zusehen wie es klar kommt.

Manchmal ist das meinem inneren "ich" verdammt lästig.

 

augenBloglich 04.11.2004, 21.34 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

eine Frage der Perspektive

Gestern sagte mir jemand: "Mensch, bei Ihnen sind nicht nur die Pfunde, sondern gleich die Kilos gepurzelt!", was ich ausgesprochen schmeichelhaft fand und ganz und gar angenehm zu hören, nur musste ich leider erwidern: "Weder Pfunde, noch Kilos, noch ein einziges Gramm!" woraufhin ich hörte: "Dann taugt Ihre Waage nix!"

Es ist eben alles eine Frage der Perspektive!

;-)

augenBloglich 24.08.2004, 09.00 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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wohl ein Glück vorbei!!!!!!was ich alles lese
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eine hervorragende rezension, kann ich nur un
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Applaus von mir!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!von u
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isch - würde die Innere so fort nehmen, sind
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Marie
Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25