Blogeinträge (themensortiert)

Thema: körperlich

Spiegelbild

Als ich mich gestern so im Spiegel betrachtete, musste ich an einen Mann denken, den ich vor beinahe sieben Jahre kurzzeitig näher kannte. Dieser Mann erklärte mir damals, dass er mich sehr schätze, aber nicht wisse, ob er mich liebe, da ich ihm zu dick sei.......

Damals wog ich 60 Kilo, bei einer Größe von 1,73 m.

Seine Worte trafen mich kurzzeitig sehr. Gestern nun dachte ich daran, was dieser Mann wohl denken würde, könnte er mich jetzt sehen.
Glücklichweise konnte ich über seine gedachte Reaktion amüsiert grinsen.

Da sah ich also meinen Körper. Wellig und dellig, bleich und schlapp.
Immerhin nach wie vor fast 20 Kilo weniger als noch vor einem Jahr, aber weit davon entfernt rank und schlank zu sein.

Auch andere Spuren haben die Jahre hinterlassen.
Eine halbe Brust, die aufgrund eines schmerzhaften Abzesses auf der Strecke geblieben ist, unschöne Narben.
Schwangerschaftsstreifen.
Falten.

Sieben Jahre, die sich hier und dort eingeprägt haben. Sieben Jahre, die man sieht und sehen darf.

Es hat mich erschreckt, daran zurückzudenken, wie leicht ich mich verletzen ließ und ich stellte mir die Frage danach, ob dies nicht immer und immer wieder passieren könnte?

Vermutlich nicht mehr in diesem Maße, denn ganz offensichtlich sind meine romantischen Gedanken, was Beziehungen betrifft, der Realität gewichen.
Vermutlich auch allein deswegen nicht mehr, weil ich mir andere Bereiche und Gebiete erobert und erarbeitet habe, die mir Kraft geben, Selbstbewusstsein und einen gewissen Trost.

Natürlich wäre ich gerne eine strahlende Schönheit. Doch ja, ich muss es zugeben. Das wäre ich gerne.
Natürlich werde ich nicht mehr zu einer solchen reifen und von daher ist es gut, so wie es ist.

Nichtsdesto trotz möchte ich das neue Jahr - selbstverständlich - mit dem Vorsatz beginnen, auch in diesem Jahr an Gewicht zu verlieren.
Ein fader Vorsatz, ich weiß. Langweilig und massentauglich.

Manchmal aber ist es gar nicht so schlecht, in der Masse unterzutauchen.

augenBloglich 01.01.2006, 21.30 | (3/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

eine handvoll Bonbons

Nein, niemand hat mich gezwungen, geschätzte 34 Karamelbonbons gierig hintereinander weg zu schlingen.
Ja, ich bin mir der Tatsache bewusst, dass einem von 34 klebrig, süßen und im Grunde ekelerregenden Bonbons, verspeist in, ebenfalls geschätzten, zehn Minuten, grottenübel werden kann.

Nein, ich möchte kein 35. Bonbons mehr.
Ja, ich finde noch allein zur Toilette.
Danke.

augenBloglich 12.12.2005, 18.42 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Selbstversuch

Jahrelang glaubte ich, mein Asthma verschlechtere sich zusehends mit zunehmenden Gewicht. Als ich im April dann begann sehr regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen merkte ich bereits nach wenigen Wochen, dass es mir gesundheitlich besser ging.

Nach nur einem Monat, wenn ich mich jetzt recht erinnere, brauchte ich meine nächtlichen Medikamente nicht mehr. Ich schlief wesentlich besser, tiefer, fester, gesünder und fühlte mich auch weitaus fitter.
Das Gewicht nahm beständig ab und es ging mir sehr gut.

Mein Gewicht halte ich nun seit einigen Wochen und mit dem Sport habe ich in letzter Zeit geschludert. Abends hatte ich zu viel für die Arbeit zu tun, konnte mich einfach nicht aufraffen, verfiel in alte Verhaltensmuster.

Fazit: Ich wachte nachts auf, hatte deutlich mehr und größere Asthmaprobleme, fühlte mich weitaus schlechter.

Am Gewicht kann es folglich nicht liegen, denn das stagniert.
Es muss also der regelmäßige Sport sein, der mir und meinem Körper gut getan hat und auch wieder gut tun wird.

Gestern raffte ich mich auf und absolvierte - nach Ewigkeiten - mal wieder eine Trainingsrunde.
Sofort merkte ich, dass ich wieder hecheln musste auf dem Rad. Mich nicht mehr locker, flockig unterhalten konnte.
Dinge, die sonst kein Problem mehr waren, als ich regelmäßig "trainierte".

Mich hat das schon ein wenig verblüfft, wie viel Sport ausmachen und bewirken kann. Mein fester Vorsatz jetzt wieder mindestens dreimal in der Woche Sport zu treiben hält hoffentlich lange an.

Es ist außerordentlich erschreckend, wie schnell ich in der Lage bin in alte, unschöne Verhaltensmuster zurück zu fallen.

augenBloglich 19.09.2005, 15.28 | (2/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

der Ernährungsgau

Mein Gewicht hat sich auf 81 Kilo eingependelt. Es waren schon mal 78 Kilo, die habe ich nicht halten können, weil ich in letzter Zeit mehr als geschlunzt habe. Die letzte Woche ist das allerbeste Beispiel.
Ich hatte viel zu viele Termine. Bin jeden Tag morgens um 6.45 Uhr mit den Kindern aus dem Haus, kam abends gegen 18.00 oder 19.00 Uhr zurück. Musste dann häufig nochmal los zu wieder neuen Terminen.

Während die Kinder ernährungstechnisch bestens und vor allem gesund versorgt wurden, achtete ich bei meiner Ernährung nur auf eines: Ungesund und süß!
Ich ernährte mich von Süßigkeiten. Ein Extremstrückfall in alte Essgewohnheiten.

Keine Hauptmahlzeiten, nichts Gesundes, nur hier mal einen süßen Snack und da mal ein paar Weingummis.

Ich habe nicht zugenommen und dennoch fühle ich mich aufgedunsen und dick. Kein einziges Mal Sport getrieben, zu wenig getrunken, Raubbau betrieben.

Der Kopf weiß das, der Bauch merkt es und dennoch habe ich dem Ganzen keinen Einhalt geboten.
Alles in mir kreischt: Vorsicht!
Ich muss dringend die Notbremse ziehen.
Wenn ich nur wüsste, wo diese steckt?
*seufz*

augenBloglich 03.09.2005, 20.32 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Unlust

Ich werde schlunzig, faul und träge. Eigentlich, ja, eigentlich hatte ich mir vorgenommen heute Abend ins Fitnessstudio zu gehen. Und jetzt, wo der Zeitpunkt näher rückt. Ich das mit den Kindern alles organisiert und abgesprochen habe, jetzt, ja, jetzt mag ich so ganz und gar nicht mehr.

Hier zu Hause ist es doch im Grunde auch ganz nett. Ich hätte da noch rund 250 Seiten im "Schwarm" zu lesen. Das Sofa lacht, vielleicht die Wanne, das Bett.
Ein wenig im Internt rumgrabbeln.
Alles, nur ja keine Bewegung.

Am besten noch etwas zu Futtern nebenher. Egal was, Hauptsache ungesund und kalorienträchtig.
Auf in die alten Verhaltensmuster.

Ich bräuchte da gerade mal jemanden, der mich tritt und auf Trab bringt.
Sonst gewinnen Sumpfkuh, Schweinehung, Aufschiebgene und wie sie alle heißen.
(Kein Wunder, sie sind klar in der Überzahl!)

augenBloglich 12.08.2005, 17.11 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Sport

Ich habe es getan. Wagemutig - Realisten würden es hirnverbrannt nennen - nahm ich am 90 minütigen Aerobic & Step Einführungskurs teil.
Immerhin starte ich in die zweite Abnehmrunde und es liegen weitere 15 bis 20 Kilochen vor mir.

Es hieß zuvor: Für absolute Anfänger. Damit meinten die also Menschen wie mich. Pünktlich zog ich von dannen, fand mich zwischen dreißig schlanken Damen wieder, denen ich nur ins Gesicht schauen musste, um zu erkennen, dass ihnen bei dem Kurs nicht mal das Make-up verlaufen würde.

Die perfekte Umgebung für mich. (Nicht weil ich schlank wäre, nein, weil ich erst gar kein Make-up trage!)

"Hey, wer von euch hat denn noch nie Aerobic gemacht?", schreit Yvonne, die Kursleiterin.
Enthusiastisch reiße ich meinen Arm in die Höhe (im guten Glauben, das täten nun ALLE), nur um ihn kurz darauf verschämt lächelnd wieder abzusenken.

"Och, nur du. Das ist ja klasse. Dann gehen wir es direkt ein wenig schneller an!", jubelte Yvonne, die Dame des Einsteigerkurses.

Mit einem Male dröhnte mir laute Musik in den Ohren und wilde Befehle wurde durch die Gegend geschrien. Das Mädel neben mir fing an zu hüpfen, also hüpfte ich auf gut Glück ebenfalls.
Gut, ich merkte zu spät, dass das Mädel nur hüpfte, weil sie sich wohl irgendwie den Fuß verknickst hatte, aber Hüpfen kann ja irgendwie nie so richtig verkehrt sein.

Ein bisschen seltsam fand ich es schon, dass Yvonne sich mit der flachen Hand auf den Kopf schlug, aber da ich diese Bewegung beherrschte und sie mir weder Atem noch Energie nahm, machte ich auch dies willig nach.

Mag sein, dass ich ein wenig bis knallrot anlief, als Yvonne durch ihr Mikro schrie:
"Hey, wenn ich mir mit Hand auf den Kopf schlage bedeutet das nur: Von Anfang an!"
Sicher, wusst ich, wollte mich nur mal rasch kratzen dort oben.

Nach 15 Minuten war ich nicht nur schweißgebadet, nein, ich badete auch in Scham und überlegte, ob es zu peinlich wäre, den Saal genau JETZT zu verlassen. Allerdings war mein Ehrgeiz (Ehrgeiz???) angestachelt und ich dachte: "Euch blöden Tussis zeigs ichs!"  (Man möge mir die "Tussis" verzeihen, aber ich war physisch und psychisch nicht mehr Frau meiner Sinne!)

Diese Schrittfolgen und Drehungen, dieses Gehüpfe und Geschlenkere mit den Armen forderte meine ganze Konzentration. Es hat durchaus etwas sehr Unangenehmes, wenn man mit einer ganzen Wand von Frauen zusammenstößt, die sich alle in die verkehrte Richtung zu drehen scheinen.

Auch das Drauflatschen auf den Fuß des Nachbarmädels macht die Sache nicht leichter oder weniger peinlich.
Irgendwann konnte eh keiner mehr erkennen ob mein gerötetes Gesicht vor Scham oder außer-Puste-sein den Rotton angenommen hatte, also war eh alles egal.
Die Parole hieß: Durchhalten!

Ich aerobicte was das Zeug hielt. Meine Arme ließ ich allerdings irgendwann nur noch baumelnd herabhängen, da ich eindeutig schon sehr damit ausgelastet war meine Füße an die richtige Stelle zu setzen.

Durchhalten.

Nicht, dass meine Bewegungen von großem Taktgefühl zeugen würden. Der große Wandspiegel zeigte mir dies auf eine sehr unerschütterliche Weise und ich nahm mir vor, beim nächsten Mal (nächstes Mal ??) keine Brille zu tragen.

Während ich mich durch den Aerobic Part noch gerade eben so durchwurschtelte wurde es ganz wild, als wir die Stepteile holen mussten.
Na, diese Dinger, die aussehen wie XXL Fußbänke, nur eben nicht aus Holz sondern aus Kunststoff.

"Hey, Susanne, stell dein Teil ruhig niedrig ein. Die anderen bitte auf "hoch"!" Es ist schön, dass die ganze Gruppe direkt erfährt was für eine Niete ich bin. So hält jeder direkt Abstand.
Hat alles was Praktisches an sich.

Das mit dem Step jedoch ist sehr vertrackt. Während ich beim Aerobic nach vorne schauen und schlicht nachmachen konnte, musste ich nun nach vorne schauen und dann schnell wieder auf das Stepteil, um selbiges bei den drolligen Schrittkombinationen nicht zu verfehlen.
Gucken, schauen, nachmachen - dies führte unweigerlich dazu, dass ich immer drei Übungen nachhinkte.
Naja, das mit dem Peinlichkeitsgrad ließ sich nicht steigern und überhaupt, DURCHHALTEN war die Parole.
Mein rechts-links Problem wurde beim Step zu einem großen Problem, die Drehungen brachten mich gänzlich raus, irgendwann machte ich einfach irgendwas.
Und zu diesem Zeitpunkt begann ich mich besser zu fühlen - nein - wirklich.
Was interessierte mich Yvonne mit ihrer blöden Choreografie. Das kann ich auch selbst.
Ich steppte alles aus mir heraus, was mir das nach vorne schauen ersparte und kam bestens klar.
Sicher, ich gelte jetzt im Studio als Gefahrenquelle und ein wenig verschroben, aber ich kann voller Stolz behaupten: Ich habe 90 Minuten Aerobic und Step durchgehalten.
Durchgehalten.
Ohne Asthmaprobleme. Ohne wegzulaufen. Ohne Gejammere. Ohne Verletzung.

Ich bin eine Heldin.
Oder einfach nur blöde.
Wie man's nimmt!


augenBloglich 10.08.2005, 21.41 | (6/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

der Körper, das Essen und ich

Irgendwann - im Laufe meiner Sorgen - gingen die Gedanken an das Abnehmen unter, schienen verloren, teils gar unsinnig, unnütz, nicht von Bedeutung. Die Anzahl meiner Stunden im Fitnessstudio nahm am. An zwei Tagen die Woche schaffte ich es immer, mehr kam seltener vor. Die Waage jedoch honirierte das gar und ich nahm langsam, sehr langsam weiter ab.
Ich wog mich nur noch selten. Das Bewusstsein für alles Körperliche war vorerst in den Hintergrund gerückt. Dennoch platzte ich dann eines Tages schier vor Freude, als die Waage, unerwartet und unerhofft, 78 Kilo zeigte.
Seitdem dümple ich so zwischen 78 und 80 Kilo dumpf vor mich hin.

Ich habe mich vom puren Fettsein auf das wesentlich angenehmere Dicksein reduzieren können. Der Schritt, den ich nun wagen möchte ist der, vom Dicksein, über das Molligsein zum Schlanksein zu gelangen.

Nach wie vor höre ich natürlich andere Menschen gerne sagen: "Mensch, Du bist aber schlank geworden!" So, als ginge es lediglich darum, anderen Menschen zu gefallen. Mich regt das jedesmal wieder auf, wenn ich mich darüber so sehr freue, denn letztlich sollte es keine Rolle spielen was die anderen denken, sagen, meinen, sehen.

Es geht um mein Wohlgefühl und ich fühle mich ganz eindeutig wohler, besser, gesünder und ein klein wenig fitter.
Mein Asthmamedikamentenkonsum geht gegen Null. Allein diese Tatsache ist schier unglaublich und lässt mich wissen, dass es genau der richtige Weg ist, den ich da eingeschlagen habe.

Die letzten Wochen haben mir gezeigt, dass sich dieser Weg auch auch ohne beständigen Enthusiasmus beschreiten lässt. Dass er nicht immer der vordergründige sein muss.

Es reicht, ihn im Blickwinkel zu wissen, ihn nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren.


augenBloglich 06.08.2005, 20.01 | (0/0) Kommentare | TB | PL

2 Monate Fitness

Seit nun fast zwei Monaten gehe ich sehr regelmäßig ins Fitnessstudio und ich kann kaum glauben, das die Zeitspanne eine so kurze ist. Mir kommt es so vor, als ginge ich schon immer dorthin.
Am 1. April habe ich mich angemeldet und seit Mitte April trainiere ich regelmäßig. In dieser kurzen Zeit ist es mir gelungen, allein durch das bisschen Training, mein Asthma viel besser in den Griff zu bekommen. Meine zwei nächtlichen Dosen Aerosol brauche ich nicht mehr.
Mag sein, meine Schlafqualitität ist deutlich gestiegen. Ich wache seltener nachts auf, schlafe wesentlich erholsamer und wenn ich aufwache, benötige ich keine Aerosol.

Mein gesamtes Körperbefinden hat sich deutlichst verbessert. Ich fühle mich weitaus fitter als noch vor einigen Wochen, viel viel wohler und merke langsam, dass das Training zu wirken beginnt und das, obwohl ich wahrlich keine sportlichen Höchstleistungen vollbringe.

Mit dem Training trat eine Verschiebung der Freizeitaktivitäten auf. Ich sitze kaum noch am Rechner. Und ich vermisse es nicht. Sobald ich die Möglichkeit habe, fahre ich ins Fitnessstudio und kann das mittlerweile herrlich genießen.

An Tagen, an denen ich nicht trainiere fehlt mich sogar schon etwas. Es geht mir unheimlich gut, wenn ich mein kleines Programm absolviert habe, nette Menschen getroffen und mich mit der Sauna belohnt habe. Es rundet den Tag gelungen ab und ich habe dann stets das Gefühl, etwas für mich getan zu haben. An mir gearbeitet zu haben.

Ich kann mir kaum noch vorstellen, dass ich zu jenen Menschen gehörte, die Horror vor solchen Studios hatten. Meine Vorurteile habe ich sämtlich revidieren müssen. Mal ganz abgesehen davob, dass ich den MyLine Kurs wirklich klassisch sinnlos finde, ist die Anmeldung im Studio das Beste, was ich seit langem für mich getan habe.

Nun kann ich nicht abschätzen, ob ich noch im Anfangseuphorietaumel stecke oder bereits in der Routine. Ich weiß aber, dass ich hoffe, die Phase hält lange an.

Rein gewichtsmäßig kann ich nun die Halbzeit einläuten. Vor Weihnachten 97 Kilo. Anfang April 90 Kilo. Ende Mai 80,8 Kilo. Eine große Etappe habe ich bereits hinter mir gelassen, eine ebenso große liegt noch einmal vor mir. Naja, nicht so ganz, aber 15 Kilo möchte ich schon noch abspecken. Es wird zwar langsamer gehen als zu Beginn, aber hoffentlich kontinuierlich. Schon jetzt fühle ich mich wesentlich schlanker als vorher. Ich merke, dass die Lebensqualität steigt und das allein motiviert zum Weitermachen!

augenBloglich 25.05.2005, 18.56 | (5/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

MyLine 6 - probiotisch

MyLine ist ein geschicktes Unternehmen. Man zahlt für eine Werbeveranstaltung einen Haufen Geld. Zunächst wurde uns das MyLine Eiweißpulver angeboten. Das war in einem der ersten Treffen - ich kostete, war überzeugt (und bin es noch) und kaufte. Später kamen Gefro Produkte hinzu, alle vor Ort erhältlich. Gefro hat mich noch nie überzeugt und wird mich aufgrund der Preise auch nie überzeugen. Ich denke, es gibt günstigere Alternativen, die ebenso gut sind.

Irgendwann kam dann das L-Carnitin hinzu - zum Abehmen sozusagen unerlässlich, vor Ort erhältlich usw.
Ich stufte auch dieses als überflüssig ein, war nicht überzeugt, bin es nicht, kaufte nicht.

Auch die erhältlichen Polar Pulsuhren schienen mir keinen zweiten Blick wert. Genauso wie das MyLine Kochbuch und weitere Produkte.

Der letzte Montag nun war der Verkaufsveranstaltungshöhepunkt. Diesmal ging es um ein FitLine Yoghurt Gerät mit dem entsprechenden Pulver. Probiotisch natürlich und in der Konzentration um ein Vielfaches höher, besser, gesünder und überhaupt als alles auf dem Markt angebotene. Das wirklich Gute aber ist: Dieses Zeug wirkt - glaubt man den Beschwörern - wahre Wunder.

Ich frage mich wirklich, warum die Ärzte, die mich seit nunmehr 22 Jahren wegen meines Asthmas und meiner zahlreichen Allergien behandeln,mir  noch nicht mitgeteilt haben, das sechs Wochen regelmäßige Yoghurtessen (probiotisch versteht sich) mich gänzlich genesen lassen würden? Und nicht nur das, ich bekomme eine gesunde Haut, eine geregelte Darmfunktion, nehme leichter ab, fühle mich besser, verliere sämtliche Allergien, kann meinem Asthma damit den Garaus machen und werde vermutlich 100 gesunder Jahre alt. Man überlege sich das. Welch ein Gesundbrunnen, welch ein Jungbrunnen - welch ein Schwachsinn.

Mich hielt nur die Tatsache über Wasser, dass die MyLine Waage 82 Kilo zeigte, ich folglich seit dem letzten Treffen 2,6 Kilo abgenommen hatte, was mir - tatsächlich - eine kleines Lob einbrachte. Man höre und staune.

Die letzten beiden Treffen sitze ich auch noch ab. Und dann hoffe ich auf die Frage nach der Reflektion! Ich glaube, ich hätte da das ein oder andere zu sagen.
;-)

augenBloglich 25.05.2005, 18.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

die 80er Hürde

Während ich die 90er Hürde im schnellen Lauf, gänzlich problemlos genommen habe, erweist sich die 80er Hürde als unberechenbar und förmlich nicht bezwingbar. Seit vielen Tagen schaukelt mein Gewicht rund um die 80,6 Kilo, mal sind es auch 80,2 Kilo, mal 80,9 Kilo. Ich treibe Sport wann immer es geht, ich achte auf meine Ernährung, aber die 8 will nicht weichen.

Dafür passen mir Hosen, die ich seit mehreren Jahren nicht tragen konnte. Da ich mich noch nie irgendwelchen Trends unterworfen habe, handelt es sich um immer tragbare Jeans und ich bin froh, dass nicht alle den Weg in die Altkleidersammlung gefunden haben.

Gestern Nachmittag dann wurde ich von ganz vielen Personen, unabhängig voneinander darauf angesprochen, dass ich wohl abgenommen haben.
Es ist wahnsinnig motivierend zu hören, dass langsam endlich sichtbar wird, wofür ich mich abrackere. Und natürlich höre ich so etwas verdammt gerne - keine Frage.

Trotzdem fuchst es mich, dass immer noch keine 7 vorne steht. Mir bleibt noch eine gute Woche. Mein Ziel war ja, es bis Ende Mai zu schaffen. Eine Chance habe ich also noch.

Morgen Abend findet nach zwei Wochen auch wieder ein MyLine Treffen statt. Wenn ich ehrlich bin interessiert mich das gar nicht mehr wirklich, weil ich meinen Weg gefunden habe und das ganz eindeutig OHNE MyLine. Allerdings bin ich eher so ein Typ, der das Bedürfnis hat eine Sache zum Ende zu führen und so werde ich wohl die letzten Treffen auch noch mitmachen.

Ich habe das Trainingspensum in den letzten Wochen kontinuierlich erhöhen können, wobei mir gerade beim Radfahren einfach nur wichtig ist, dass ich am Ende vom Rad steige OHNE einen Asthmaanfall zu bekommen. Mittlerweile stört es mich also auch nicht mehr, dass rechts und links von mir einige Frauen doppelt so schnell radeln wie ich und das mit einem Lächeln auf den Lippen, während man meinen Gesichtsausdruck eher wohlwollend mit gequält bezeichnen könnte. Die 25 Minuten, die ich mittlerweile schaffe sind für mich äußerst beachtlich und wenn ich am Ende der ganzen Trainingsrunde noch so fit bin erneut aufs Rad zu steigen, so zeugt das von einem außerordentlich guten Tag.

Und irgendwann wird auch die 8 nicht länger standhalten können. Ich bin mir sicher.

augenBloglich 22.05.2005, 12.24 | (3/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

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Marie
Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25