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Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Gedanken

attraktive Lehrer - attraktives Lernen ?

Was muss ich da in aller Herrgottsfrühe im Radio hören ? Ein CDU Landtagsabgeordneter macht sich seine "qualifizierten" Gedanken zu deutschen Schulen und kommt zu folgendem Schluss:

Deutsche Schulen müssen sich attraktiver nach außen hin präsentieren. Das beginnt mit den Lehrkörpern. Zu viele "runzlige Omas und Opas" liefen in deutschen Schulen herum, "alt und verbraucht, die Kindern direkt die Lust am Lernen nehmen". Dann die "zahlreichen übergewichtigen Hausfrauen und Mami Typen an deutschen Grundschulen", deren "Fettleibigkeit" nicht nur eine "optische Schande", sondern zudem "lernhemmend wirken würde."

"Wer als Lehrer übergewichtig durch die Schule latscht wirkt abschreckend auf Schüler, dem kann man nur mit Gehaltsabzug entgegenwirken!"

Er führte weiter aus, dass auch die Altökos, "mit Birkenstock und dicken Wollsocken" an deutschen Schulen nach wie vor nicht ausgerottet seien und plädierte für eine Anzugspflicht (mit Krawatte) für deutsche männliche Lehrkörper und eine adäquate Uniformierung für weibliche Lehrkräfte.

Übergewichtige Lehrer sollten suspendiert werden, an deren Stelle arbeitslose und attraktivere Junglehrer eingestellt werden.

Die Gedankengänge liefen dann noch ein wenig weiter in die Richtung und mündeten in dem Satz:

"Gegen Pisa kommen wir mit diesen schon allein optisch verherenden Pädagogen nicht an!"

Auf die Frage des Moderators, ob sich denn nicht vielleicht etwas in der Lehrerausbildung ändern müsse, antwortete der gute Mann:

"Die Lehrer müssen sich ändern. Das ist das Hauptmanko!"

 

Gut, dass ich jetzt Bescheid weiß!

 

 

augenBloglich 19.02.2005, 06.23 | (12/9) Kommentare (RSS) | TB | PL

trügerische Ruhe

Ich wehre mich vehement gegen das Vergessen. Das, was ich mir da im Juli letzten Jahres habe widerfahren lassen, vesinkt mehr und mehr in Erinnerung und ich dabei ist mir doch vollends bewusst, dass etwas kommen muss, etwas kommen wird. Sieben Monate sind vergangen und ich wähne mich in einer trügerischen Sicherheit. Und genau das ist das Fatale. Der Schlag wird in einem Moment, in jenem Augenblick erfolgen, in dem so ganz und gar nicht (mehr) damit rechne und das ist der Grund, warum ich mich gegen das Vergessen wehre und tagtäglich damit rechnen möchte, dass "etwas" im Briefkasten liegt.

Ich habe natürlich aus dieser ganzen Sache gelernt. Berufliche Interna bleiben seitdem in mir verschlossen. Zu Beginn fiel mir das so unendlich schwer. Das Schreiben darüber half mir, viele Situationen zu verarbeiten, auch zu reflektieren. Ich schrieb hier, dass ich mich amputiert fühle, es bitter finde einen wichtigen Lebensaspekt außen vor lassen zu müssen.

Mittlerweile bin ich hineingewachsen in das "Amputiertsein". Eine neue berufliche Umgebung macht es mir relativ einfach, zu verschließen, was verschlossen sein sollte. Es wäre gelogen, wenn ich schriebe, es würde mir nicht fehlen, das Schreiben DARÜBER. Aber es tut weniger weh als noch vor sieben Monaten.

Nur die Angst ist dieselbe. Die Angst vor den Konsequenzen, vor dem, was "man mit mir machen wird"!

Und irgendwie wünschte ich, ich könnte mich darauf vorbereiten. Doch mehr, als es mir immer und immer wieder in Erinnerung zu rufen, mir bewusst zu machen, dass ich in einer trügerischen Ruhe lebe, mehr vermag ich momentan nicht zu tun.

 

augenBloglich 15.02.2005, 12.03 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Konjunktiv

Der Konjunktiv ist eine ziemlich geniale Erfindung. Versetzt er mich doch beständig in die Lage, mir genau jene Situation herbeizuwünschen, die gerade aktuell so nicht vorhanden ist. Ich meine, hätte ich einen Mann, der Wert auf den Valentinstag legen würde, könnte ich darüber lamentieren, dass dieser Tag doch nur den Blumenläden Freude bringe etc. Ich könnte darauf hinweisen, dass im Grunde doch jeder Tag Valentinstag sei.

So jedoch, könnte ich den nicht geschenkten Blumen nachtrauern. Ich könnte mir vorstellen, wie es sei, einen romatischen Mann zu Manne zu haben. Wie ein Blumenmeer in unserer Wohnung sich machen würde. Oder besser noch, wie gut - wie verdammt sehr gut - die liebvoll ausgesuchten und schnöde gekauften Pralinen schmecken würden!

Ich mag den Konjunktiv. Egal, was kommt, er lässt mich meckern. Das könnte durchaus seinen Reiz haben.....

 

augenBloglich 14.02.2005, 19.39 | (1/1) Kommentare (RSS) | TB | PL

Verzichten

Irgendwie bin ich so ganz weit entfernt von hehren Idealen. Von jenen Menschen, deren Leben Verzicht war und ist - Verzicht zugunsten anderer. Menschen, die verzichten, ohne groß darüber zu sprechen. Denn das Sprechen über den Verzicht artet letztendlich in Klagen und Jammern aus und macht den Verzicht somit ein ganzes Stück wertloser.

Meine Verzichte spielen sich da schonmal theatralischer ab. So bemitleide ich mich gerade fürchterlich, weil ich aufgrund unseres hiesigen Lazarettstatus heute Nachmittag nicht zu einem wirklich netten Treffen fahren kann.

Selbstverständlich ist das, insbesondere aufgrund der Umstände hier, im Grunde eine Selbstverständlichkeit und sicherlich kein Weltuntergang, dennoch betrauere ich die verpasste Gelegenheit.

Und genau das ist, was mich eben Welten entfernt sein lässt von diesen besagten anderen Menschen. Meine geringfügigen Verzichte sind keinerlei Vergleich zu den echten, wirklichen und helfenden Verzichten anderer Menschen wert. Aber diese Miniverzichte und meine subjektive Wertung derer, spiegeln ein ungesundes Maß an Egozentrik wieder.

Wird Zeit, dass ich mich selbst mal wieder auf den Boden zurück hole.

augenBloglich 05.02.2005, 10.41 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Freikarten

Staatsanwälte ermitteln gegen 219 Lehrer kann man im "Spiegel" erfahren. Ich hörte es vor wenigen Tagen bereits im Radio, allerdings waren die Informationen dort dürftiger und ich erhielt den Eindruck, als würden die Lehrer bestraft, weil sie mit ihrer Klasse dort waren und selber als Begleitperson keinen Eintritt zahlen mussten.

Nun liest es sich anders. Nur, ich frage mich, wie kommt ein Staatsanwalt, dessen Ehefrau selber so einen Gutschein erhielt, nun darauf alle übrigen Lehrer und damit doch wohl auch seine eigene Frau anzuklagen? Oder hat die Dame den Gutschein gar nicht angenommen? Irgendwie stellen sich mir da doch jetzt ein paar Fragen.

Darf ich jetzt der Lehrerin meines Kindes (naja, unsere sind ja noch nichtmals in der Schule) keinen Blumenstrauß mehr als Dankeschön überreichen? Oder darf ich das doch, nur die Lehrerin darf ihn nicht annehmen?

Und vor allen Dingen, darf die Lehrerin nun niemals mehr Infobroschüren und Werbematerial annehmen, weil ja Gutscheine drin liegen könnten?

Und wieso müssen die Lehrer, die das Teil, also den Gutschein meine ich, gar nicht benutzt haben nun auch 300 Euro Strafe zahlen?

Naja, vielleicht können sie den Gutschein bei Ebay verkaufen und so die 300 Euro zahlen.

;-)

 

 

 

augenBloglich 02.02.2005, 18.58 | (0/0) Kommentare | TB | PL

ins Stolpern geraten

Obwohl dieser Blog hier eine Übergangslösung zu sein schien, ein erstes, schnell zusammen geschustertes Exilzuhause, nachdem meine urspürngliche Schreibheimat mir nicht länger eine Heimat sein konnte, habe ich es mir hier längst wohnlich gemacht. Das, was dem Einfall eines Augenblickes diente, ist nun nicht länger eine Zweitlösung sondern mir vertraut geworden.

Dennoch merke ich, auch nach einem halben Jahr, hin und wieder immer noch, dass ich einst ins Stolpern geriet. Nicht nur was das Schreiben betrifft, aber auch. Tägliche, meist sogar mehrere Male, betrat ich einst mein Blogzuhause und vertraute mich ihm an, schrieb mir alles im wahrsten Sinne des Wortes von der Seele. Das Stolpern änderte einiges.

Es ist, als stürze man mitten in einem Lauf, rapple sich zwar wieder hoch, aber einige Körperteile schmerzen sehr, so dass man gewzungen wird langsamer zu laufen, häufiger Pausen zu machen, einen neuen Rhythmus zu finden. Noch immer bin ich nicht im Einklang mit einem neuen Schreibrythmus. Mal denke ich, ha, jetzt klappt es, jetzt läuft es rund, nichts schmerzt mehr, aber bislang waren das Täuschungen. Hin und wieder tritt doch noch ein stechender Schmerz auf, der mich aus dem Tritt bringt, das Tempo verändert, mich pausieren lässt.

Um so mehr freue ich mich über Menschen, die mir per mail mitteilen, dass sie nach wie vor hier gerne lesen, dass sie sich still und heimlich auf die Seite klicken, sich hier zwar nicht äußern, aber meine Worte nachvollziehen können und hin und wieder auch Spaß haben bei dem, was ich schreibe.

Ich merke aber natürlich auch, dass es andere irritiert was mit meinem Blog passiert ist. Dass sie nicht mehr viel mit dem anfangen können, was ich hier schreibe, dass ihnen das fehlt, worüber ich kein Wort mehr verliere. Es ist ja auch nicht gerade schön mit ansehen zu müssen wie jemand ins Straucheln gerät, aber gezwungen zu sein hinter einer Art Absperrung zu stehen und nicht helfen zu können. Das Aufrappeln ist nicht unbedingt ein lohnenswerter Anblick und so verstehe ich jeden, der sich gelangweilt abwendet und sich anderen Dingen zuwendet.

Im Grunde aber es ist genau dieses Aufrappeln, Aufstehen, von vorne beginnen, was mich weiter bringt, mich verändert und was unsagbar spannend ist, weil noch nicht klar ist, wie der neue Rhythmus aussehen wird.

Aer ich fühle, dass es nur noch kleine Zipperlein sind, die heilen müssen. Und das macht Hoffnung!

augenBloglich 01.02.2005, 06.01 | (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Träume leben - Leben träumen

Immer wieder sind mir Worte begnet in meinem Leben, die ungefähr dies meinen:

Träume nicht dein Leben - lebe Deinen Traum!

Und immer wieder sind dies genau die Worte, die mir in letzter Zeit durch den Sinn gehen, mich beschäftigen und mich zur Aktivität drängen.

Ich habe viele meiner Träume gelebt, lebe einige immer noch, träume jedoch andere vor mich hin, ohne aktiv zu werden, ohne sie in die Entstehungsphase zu bringen, ohne ihnen näher zu kommen. Vielleicht liegt das daran, dass gelebte Träume manchmal einfach ihren Glanz verlieren. Ihr schillerndes, wärmendes Dasein. Dass sie (leider) einfach zu Selbstverständlichkeiten werden, sich dem Alltag eingliedern - unterordnen ?

Es hat so etwas Herrliches, in der Dunkelheit, im schützenden Bett zu liegen und seinen Vorstellung, seiner Phantasie, seinen Träumen freien Lauf zu lassen. So im Kopf steckt wenig Arbeit hinter der Erfüllung der Träume. Kaum Mühe macht es, die eigene Vorstellungskraft zu aktivieren und sich Traumschlösser zu bauen.

Morgens nach dem Aufstehen verspüre ich dann noch den Hauch meiner vielen Ideen und Träume. Doch im Alltagstrubel geht dieser Hauch meist viel zu rasch verloren und erst am Abend, erneut in der Dunkelheit, im Bette liegend, nehme ich mir Zeit für diese Träume.

Zu erkennen, dass dies der falsche Weg ist, das ist die eine Sache. Anfangen auch weitere Träume zu leben eine ganz andere Sache.

augenBloglich 11.01.2005, 12.53 | (0/0) Kommentare | TB | PL

Leid

Angesichts dessen, was in der östlichen Welt gerade so geschieht, verschlägt es mir die Sprache und ich bin zurecht gestutzt auf mein kleines, unwichtiges Etwas von Mensch.

In Gedenken an all jene Menschen, die das Leid unvermittelt, unverhofft und auf eine extrem grausame Weise getroffen hat.......

Ich wünschte, ich könnte helfen!

augenBloglich 05.01.2005, 20.25 | (4/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

die Frage ist doch

Kommt der Nikolaus heute Abend oder morgen Abend ? Stellen wir heute den Stiefel vor die Tür oder besser erst morgen Abend ??

Ich bin für heute.

augenBloglich 05.12.2004, 19.58 | (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL

Aristippos (wer immer das war) schrieb:

"Man muss nicht über Vergangenes klagen noch vor Zukünftigem bangen: Das ist ein Zeichen von Seelenruhe und ein Beweis gelassener Denkart. Man richte seinen Sinn auf das, was jeder Tag bringt, und an jedem Tage wieder auf den Augenblick, in dem man etwas tut oder bedenkt, denn uns gehört allein die Gegenwart!"

augenBloglich 16.11.2004, 19.29 | (0/0) Kommentare | TB | PL

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Marie
Toll, dass Du wieder bloggst!
Ich wünsche Dir ein frohes neues Jahr und hoffe, ich lese Dich nun wieder regelmäßig!
2.1.2015-4:56
Hanna
Nochmal herzlichen Dank für die Hilfe und du hast einen sehr tollen Blog ! (:
26.11.2011-16:21
Gartenfee
Hi, bist du gar nicht mehr hier am Werk??? Das wäre aber schaade.
25.2.2011-23:00
patricia
wie heißt deine lehrerin!!!!!!!!
1.3.2008-16:20
NIcole
Hey, ich find das super das Du Dich durchgesetzt hast bei den anderen Müttern. Ist doch egal was die sagen. Bin stolz auf Dich. lieben Gruß
NIcki
30.3.2007-9:25